Jüdisches Leben im öffentlichen Raum sichtbar machen

Charlottenburg-Wilmersdorf ist ohne die vielfältigen Beiträge jüdischen Lebens nicht denkbar. Jüdische Geschichte und Kultur prägen die Identität unseres Bezirks – sie gehören untrennbar zu seiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Mit dem Abschied von den letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Holocaust wächst die Verantwortung, neue Formen des Erinnerns zu entwickeln. Formen, die nicht nur an Verfolgung, Leid und Verlust erinnern, sondern auch die Selbstverständlichkeit jüdischen Lebens in unserem Alltag sichtbar machen und den kulturellen Reichtum würdigen, den unsere Gesellschaft durch die Shoah verloren hat.

Das Erzählen von Geschichten im öffentlichen Raum bietet hierfür einen zeitgemäßen, offenen Zugang: Es macht jüdisches Leben erfahrbar – damals wie heute – und lädt zur Auseinandersetzung, Beteiligung und Weiterentwicklung ein. Für Berlinerinnen und Berliner ebenso wie für Besucherinnen und Besucher entstehen so neue Perspektiven auf bekannte Orte.

Die Abteilung Ordnung und Umwelt des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf hat in einem ersten Schritt 25 Orte identifiziert, deren jüdische Geschichte künftig im öffentlichen Raum erzählt werden soll. Ein fachlich besetzter Beirat – mit Expertise aus den Bereichen Museumspädagogik, Kunst, Kultur und jüdisches Leben – begleitet das Projekt konzeptionell.

Zum Einsatz kommen vielfältige künstlerisch-pädagogische Mittel: von Benennungen, Skulpturen, Denkmälern über Theater, Musik, Literatur, Film und Gemälde bis hin zu digitalen Formaten wie Augmented Reality.

Das Projekt versteht sich als wachsendes Netzwerk erinnerungskultureller Orte – offen für neue Beiträge, Geschichten und Perspektiven.

Hier finden Sie Aktuelles rund um das jüdische Leben im Bezirk.

Studierende bei einem Besuch des Archivs der Villa Oppenheim im Sommer 2026

Auftakt: Vorstellung des Projekts

Jüdische Orte in Charlottenburg Wilmersdorf in Geschichte und Gegenwart sichtbar machen: Vorstellung des Projekts und inhaltliche Klärungen. Wie wir sichtbar machen wollen und welche Begriffe wir dafür verwenden. Weitere Informationen

Auftaktveranstaltung Jüdisches Leben in Charlottenburg-Wilmersdorf in Geschichte und Gegenwart sichtbar machen

Auftaktveranstaltung: Jüdisches Leben in Charlottenburg-Wilmersdorf sichtbar gemacht

Studierende der TU Berlin präsentierten erste Forschungsergebnisse zur Sichtbarmachung jüdischer Orte im Bezirk. Weitere Informationen

Gedenktafel Prof. Dr. Adolph Frank

Bismarckstraße 10 - Adolph Frank

Der Chemiker und Unternehmer Adolph Frank entwickelte industrielle Verfahren zur Herstellung von Kunstdünger für die Landwirtschaft. Weitere Informationen

Black Shabbat Ausstellung

„Black Shabbat“ – Eine Open-Air-Fotoausstellung

Die Ausstellung zeigte rund 20 Schwarz-Weiß-Porträts von Überlebenden, Opfern und Angehörigen des 7. Oktobers aus der israelischen Stadt Karmiel. Weitere Informationen

Deckblatt des Sachberichts zu Ausstellung "Buchenwald — Im Dickicht vom Ettersberg"

Bleibtreustrasse 17 - heute Galerie Mond

In der Bleibtreustraße 17 befindet sich heute die Galerie Mond, die sich auch mit der jüdischen Geschichte des Ortes befasst. Weitere Informationen

Clara-Israel-Stele

Clara-Israel-Platz

Clara Israel gehörte zu den führenden Persönlichkeiten der Sozialarbeit der 1920er Jahre in Deutschland. Weitere Informationen

Stadtkarte: Bebauung der Stadt Charlottenburg, 1905.

Die Geschichte jüdischen Lebens im Bezirk

Charlottenburg und Wilmersdorf entwickelten sich zu wichtigen Zentren jüdischen Lebens. Weitere Informationen

Karte Rundgang Stadtspaziergang Jüdisches Leben

Ein Spaziergang durch Geschichte und Gegenwart

Seit 2024 finden zum Thema "Jüdisches Leben" Stadtspaziergänge rund um den Kurfürstendamm statt. Weitere Informationen

Umbenennung Grünfeld-Ecke - Tafel

Grünfeld-Ecke

Das Textilkauhaus der jüdischen Familie Grünfeld prägte den Platz seit seiner Eröffnung im Jahr 1926. Weitere Informationen

Kurfürstendamm 200 - Hausansicht

Kurfürstendamm 200

Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten wurde 1919 gegründet. Weitere Informationen

Kurfürstendamm 15 - Hausansicht

Kurfürstendamm 15 - Mampes Gute Stube

War Mampes Gute Stube der Geburtsort des Radetzkymarsch? Eine Spurensuche zu Joseph Roth und dem Kudamm. Weitere Informationen

Gruppe an Menschen im heutigen „Haus der Jugend Anne Frank“ in der Mecklenburgischen Str. 15, 10713 Berlin.

Mecklenburgische Straße 15 - Haus der Jugend Anne Frank

Der Ort repräsentiert die jüdische Sozialarbeit im Bezirk. Weitere Informationen

Bild 6: Schillerstraße 12/13

Schillerstraße 12

Hier lebte und illustrierte Tom Seidmann-Freud zahlreiche Kinderbücher. Weitere Informationen

Frontansicht Pangea-Haus, 2022

Trautenaustraße 5: Die Privat-Klink Wilmersdorf

Die Privat-Klinik Wilmersdorf befand sich in den oberen beiden Stockwerken des heutigen Pangea-Hauses. Weitere Informationen

Abbildung 6: Screenshot einer Luftbildaufnahme aus dem Jahr 1928

Walter-Benjamin-Platz

Hier wurde einst internationale jüdische Tennisgeschichte geschrieben. Weitere Informationen

Der junge Werner Tom Angress in Deutschland

Werner Angress: Eine Jugend in Westend

Werner Tom Angress (1920-2010) war ein deutsch-US-amerikanischer Historiker und D-Day Veteran, der in Berkeley und in New York lernte und dozierte. Er publizierte zur deutsch-jüdischen Geschichte und politischen Strömungen. Weitere Informationen

Kontakt

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin

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