Technischer Fehler bei Online-Beantragungen

Bitte beachten Sie unsere Mitteilung, wenn Sie in der Zeit vom 11.03.2026 bis 16.03.2026 eine der folgenden Dienstleistungen online beantragt haben: Unterhaltsvorschuss, Kita-Gutschein, Ehe-, Geburts- oder Sterbeurkunde, Wohnberechtigungsschein, Wohngeld, Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket

Geplante und ungeplante Stromausfälle

Arten von Stromausfällen

Es gibt verschiedene Arten von Stromausfällen. Die Unterschiede liegen in der Ursache, dem Ausmaß und der Dauer. Generell lassen sich Stromausfälle in geplante (Abschaltung durch Netzbetreiber) und ungeplante Stromausfälle unterteilen.

Zu den ungeplanten Stromausfällen zählen:

  • Kurzzeitige Unterbrechung – sogenannte Netzstörungen:
    Hierbei handelt es sich um kurze Stromunterbrechungen (Millisekunden/Sekunden) welche im Alltag häufig nicht oder nur wenig bemerkt werden. Router oder Computer starten neu oder digitale Uhren werden zurückgestellt. Die Ursache hierfür sind hauptsächlich Schwankungen im Netz oder automatische Schutzabschaltungen.
  • Lokaler Stromausfall:
    Es handelt sich um einen begrenzten Ausfall, betroffen sind meistens nur einzelne Häuser oder Stadtteile. Häufige Ursachen sind Bauarbeiten, defekte Kabel, Überlastungen oder Kurzschlüsse.
  • Brownout:
    Von einem Brownout spricht man bei einer gewollten oder ungewollten Spannungsabsenkung im Stromnetz. Der Strom fließt zwar weiter, aber eingeschränkt. Die Lichter werden dunkler (brown – englisch für braun- statt hell) und Geräte laufen nur eingeschränkt. Ein Brownout kann aber auch gezielt eingesetzt werden, um einen Blackout zu verhindern.
  • Blackout:
    Ein Blackout ist ein großflächiger und vollständiger Stromausfall eines ganzen Stadtteils, einer ganzen Region oder des ganzen Landes. Es liegt ein Totalausfall der Versorgung aufgrund von Unwettern oder Sabotage vor und kann mehrere Stunden oder Tage dauern. Betroffen sind alle Haushalte und Bereiche des öffentlichen Lebens z.B. Infrastruktur, Verkehr Kommunikation etc.

Wenn der Strom mal weg ist

Fällt der Strom plötzlich aus, sollte erst geprüft werden, ob das Problem nur im eigenen Haus/Wohnung besteht (Sichtprüfung der Sicherungen/Hauptsicherung im Sicherungskasten) oder ob auch die Nachbarschaft betroffen ist. Liegt eine größere Unterbrechung vor, ist die Meldung über das 24h-Störungsmanagement beim Netzbetreiber Stromnetz Berlin empfehlenswert.

Wichtig:
Der Notruf der Polizei Berlin (110) oder Berliner Feuerwehr (112) sollte nicht gewählt werden, um einen Stromausfall zu melden.

Woher bekomme ich aktuelle Informationen?

So lange die Telekommunikation besteht, können Sie sich über die offiziellen Social-Media-Kanäle und Internetseiten des Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin, der Polizei Berlin und der Berliner Feuerwehr sowie über die lokalen Medien informieren. Ebenso informiert das 24h-Störungsmanagement beim Netzbetreiber Stromnetz Berlin jederzeit über vorliegende Ausfälle.

Bei größeren Ausfällen informieren Sie die Behörden über die Warn-Apps NINA und Katwarn und senden Warnmeldungen mithilfe des Mobilfunkdienstes Cell Broadcast direkt auf Ihr Mobiltelefon.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit Informationen über ein Strom- und Internetunabhängiges mobiles Notfallradio (Batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio) zu beziehen.

Im Falle eines Blackouts können im betroffenen Stadtgebiet außerdem Katastrophenschutz-Leuchttürme eingerichtet werden, die als bezirkliche Anlaufstellen zur Informationsweitergabe dienen.

Wie kann ich mich auf einen Blackout vorbereiten?

Im Ernstfall sollten Sie wie in jeder anderen Krisensituation erst einmal Ruhe bewahren.

Schalten Sie elektrische Geräte, die vor dem Stromausfall noch in Betrieb waren, aus. Damit wird eine Überlastung des Stromnetzes verhindert, sobald der Strom wieder da ist.

Der Kühlschrank und die Kühltruhe sollten möglichst geschlossen bleiben. So kann keine Kälte entweichen und die Lebensmittel bleiben länger haltbar. Im Regelfall kann von einer Nutzbarkeit der Lebensmittel im Kühlschrank von sechs Stunden und in Kühltruhen von 48 Stunden ausgegangen werden. Um eine Verunreinigung des Kühlgeräts zu vermeiden, sollten nach dieser Zeit verdorbene Lebensmittel entfernt werden.

Wichtig ist auch eine gute Vorbereitung. Die folgende Auflistung ist nicht abschließend, sondern dient der Orientierung:

  • Kerzen und Streichhölzer oder Feuerzeuge (Feuerlöscher!)
  • Taschenlampe: batteriebetrieben (mit Ersatzbatterien), solarbetrieben, Kurbeltaschenlampe oder LED-Leuchte
  • Camping oder Outdoor-Lampen
  • alternative Wärmequellen bereithalten
  • wichtige Telefonnummern notieren
  • warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke
  • Campingkocher samt Zubehör
  • Garten- oder Tischgrill, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird (falls Garten oder Balkon vorhanden sind)
  • Trinkwasser (zwei Liter pro Person/Tag) und haltbare Lebensmittel für mindestens 10 bis 14Tage, die kalt verzehrt werden können
  • Solarbetriebene Batterieladegeräte oder Powerbanks
  • Bargeldreserve
  • Batteriebetriebenes Solar- oder Kurbelradio
  • Lebensnotwendige Medikamente in ausreichender Menge

Weiterführende Informationen, Ratgeber und Checklisten erhalten Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (Broschüre “Stromausfall -Vorsorge und Selbsthilfe”) und auf unserer Internetseite Hilfe zur Selbsthilfe.

Praktische Tipps

Ohne Strom kochen

Bei einem Stromausfall funktioniert Ihr Elektroherd nicht mehr. Haben Sie einen Gasherd, können Sie diesen oft weiterhin nutzen. Es gibt auch noch weitere Alternativen:

  • Damit können Sie in Räumen kochen:
    • Ein Stövchen (Teelichtbetriebenes Warmhaltegerät für Getränkekannen) kann Essen aufwärmen (zum Beispiel Fertigsuppe).
    • Ein Fondue-Set mit Brennpaste kann Essen in kleinen Mengen zum Kochen bringen.
    • Ein Gaskocher kann zum Kochen genutzt werden, wenn er für die Nutzung in Innenräumen zugelassen ist.
  • Damit sollten Sie nur im Freien kochen:
    • Camping-Kocher mit Gaskartusche
    • Gas- oder Holzkohle-Grill

Wenn die Heizung ausfällt

Ohne Strom funktioniert vielleicht auch Ihre Heizung nicht. Wenn im Winter die Heizung ausfällt, können Räume schnell auskühlen. Für den Innenraum zugelassene Gasheizer, Ethanolkamine oder Petroleumöfen funktionieren ohne Strom und können in Innenräumen sicher genutzt werden.

  • Das können Sie tun:
    • Mit warmer Kleidung, Decken und Schlafsäcken können Sie den Ausfall
      eine Zeit lang überbrücken.
    • Fenster und Türen geschlossen halten, um Auskühlen zu vermeiden, aber: Regelmäßiges Stoßlüften! Fenster für wenige Minuten ganz weit öffnen, um die Luftqualität zu verbessern.

Wichtig: Gefahren beim Heizen ohne Strom

Nutzen Sie innen nur Geräte, die für Innenräume zugelassen sind! Sie sind mit speziellen Sicherungsmechanismen versehen. Achtung auch bei offenem Feuer in Innenräumen! Wenn zu wenig Sauerstoff in der Atemluft ist, kann bei der Verbrennung Kohlenmonoxid entstehen. Eine Kohlenmonoxidvergiftung ist lebensgefährlich. Installieren Sie am besten geprüfte und zugelassene Kohlenmonoxid-Melder. Diese lösen bei einer kritischen Konzentration Alarm aus.

Kontakt

Katastrophenschutzbeauftragte

Frau Rolletschek

Postanschrift:
10820 Berlin