Sich auf einen Krisenfall vorzubereiten heißt nicht, vom Schlimmsten auszugehen – sondern realistisch, verantwortungsvoll und selbstbestimmt zu handeln.
Vorsorge sollte wie eine Versicherung betrachtet werden: Man hofft, sie nie zu brauchen – ist aber froh, sie zu haben.
Bitte beachten Sie unsere Mitteilung, wenn Sie in der Zeit vom 11.03.2026 bis 16.03.2026 eine der folgenden Dienstleistungen online beantragt haben: Unterhaltsvorschuss, Kita-Gutschein, Ehe-, Geburts- oder Sterbeurkunde, Wohnberechtigungsschein, Wohngeld, Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket
Hilfe zur Selbsthilfe
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Wärme/Heizen
Bei einem Stromausfall kann es bereits nach ein paar Stunden ohne Strom in der Wohnung oder im Haus sehr kalt werden. Mit warmer Kleidung lässt sich die Heizung eine Weile ersetzen. Wer einen Kamin oder Ofen hat, sollte immer einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz im Haus haben.
Beim Einsatz von Heiz- oder Kochgeräten mit offenem Feuer immer auf ausreichende Belüftung achten. Ein Kohlenmonoxid-Warnmelder warnt vor einer zu hohen Konzentration an lebensgefährlichem Kohlenmonoxid. Dieser ist nicht nur im Notfall hilfreich, sondern beispielsweise auch beim Betrieb eines Kamins.
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Beleuchtung
Das Licht von Kerzen, Taschen- oder Campinglampen sorgen dafür, dass Sie sich zu Hause, auch nach Einbruch der Dunkelheit noch sicher orientieren können. Achten Sie darauf, dass Sie erforderliche Batterien und Gaskartuschen vorrätig haben.
Gasbetriebene Heiz- und Lichtquellen, Kerzen und ähnliche Geräte dürfen niemals unbeaufsichtigt betrieben werden, da dabei ein erhöhtes Brandrisiko besteht. Achten Sie stets auf ausreichende Belüftung, besonders beim Einsatz von Heiz- oder Kochgeräten mit offenem Feuer. Rauchmelder, die in jedem Wohnraum installiert sein sollten, erhöhen die Sicherheit und können im Ernstfall Leben retten. Zusätzlich empfiehlt sich ein Kohlenmonoxid-Warnmelder: Er warnt rechtzeitig vor einer gefährlich hohen Konzentration des geruchlosen und lebensgefährlichen Kohlenmonoxids. Ein solcher Melder ist nicht nur in Notlagen sinnvoll, sondern auch beim regelmäßigen Betrieb eines Kamins oder anderer Feuerstellen.
Um den unkontrollierten Betrieb aller elektrischer Geräte (bspw. Herd, Ofen, Bügeleisen, Wasserkocher) beim Wiederkehren des Stroms zu verhindern, schalten Sie diese bitte sofort nach Eintritt des Stromausfalls ab.
Für den Notfall gilt es Löschmittel, wie beispielsweise Feuerlöscher und -decke, bereitstellen.
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Ernährung
Für den Fall eines mehrtägigen Stromausfalls, sollten Sie einen Notvorrat im Haus haben (Trinkwasser und Verpflegung, welche im Idealfall für 10 Tage ausreichen). Eine ausreichende Wasserversorgung bei einem solchen Blackout ist häufig nicht gewährleistet. Gerade in Wohnhäusern wird das Wasser mit Strom in die obersten Etagen gepumpt, so dass nach einem Blackout keine Wasserversorgung möglich ist.
Achten Sie darauf, dass die Vorräte auch ohne Kühlung länger gelagert werden und auch kalt gegessen werden können. Tiefgekühlte Lebensmittel zählen auch zum Notvorrat, da sie sich bei einem Stromausfall problemlos verbrauchen lassen. Kleinere Mahlzeiten können Sie auf einem Campingkocher zubereiten oder auf einen Garten- oder Tischgrill, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird. Vorsicht! Nicht in der Wohnung oder im Haus grillen – es besteht Erstickungsgefahr! Denken Sie bei der Vorratshaltung auch an Spezialkost, wie für Diabetiker, Allergiker oder Babys. Haben Sie Haustiere? Decken Sie deren Bedarf ab!
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Kommunikation
Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio und einen Vorrat an Ersatzbatterien und/oder ein Kurbelradio bereit, um über Informationen des behördlichen Krisenstabes und der Stromversorger auf dem Laufenden zu bleiben.
Führen Sie außerdem eine analoge Telefonliste mit den wichtigsten Notrufnummern (Stromversorger, Familienmitglieder, Nachbar, Apotheke, Zahnarzt, Hausarzt) Informationen zum Stromausfall und dessen mögliche Dauer erhalten Sie bspw. von Ihrem Stromnetzbetreiber.
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Wasservorrat
Ein Mensch kann unter Umständen drei Wochen ohne Nahrung auskommen, aber nur vier Tage ohne Flüssigkeit. Ein Getränkevorrat ist daher sehr wichtig, auch für den Fall, dass das Leitungswasser ausfällt. Ein erwachsener Mensch braucht mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Wenn man Kochen möchte, sollte man 0,5 Liter Wasser zusätzlich einplanen. Ein gewisser Anteil des Vorrats sollte daher auch aus (Mineral-)Wasser bestehen. Aber auch Fruchtsäfte oder andere Getränke können dazugerechnet werden.
Bei längeren Ausfällen der Wasserversorgung sollten Sie Wasser in allen verfügbaren Gefäßen sammeln: Badewanne, Waschbecken, Eimer, Töpfe, etc. Gehen Sie mit dem Wasser sparsam um. Benutzen Sie zum Beispiel Einweggeschirr und -besteck, damit Sie Ihren Wasservorrat nicht zum Spülen verwenden müssen. Halten Sie genügend Seife, Waschmittel, Zahnpasta, Feuchttücher und Toilettenpapier vorrätig.
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Hausapotheke
Bewahren Sie Ihre Hausapotheke in einem abschließbaren Schrank oder Fach auf.
- persönliche, vom Arzt verschriebene Medikamente
- Erkältungsmittel
- Schmerz- und fiebersenkende Mittel
- Mittel gegen Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
- Elektrolyte zum Ausgleich eines Flüssigkeitsverlustes
- Fieberthermometer
- Splitterpinzette
- Hautdesinfektionsmittel
- Wunddesinfektionsmittel
- Verbandsmaterial (Mull-Kompresse, Verbandschere, Pflaster und Binden, Dreieckstuch)
Achten Sie auf einen vollständigen und aktuellen Erste-Hilfe-Kasten!
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Notruf
Was tun mit Verletzten? Wann war Ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs? Immer noch wissen viel zu wenig Menschen, was sie im Notfall tun müssen und machen aus Angst gar nichts. Dabei sind der Notruf 112 und die Erste Hilfe-Grundlagen lebensrettende Maßnahmen.
Nehmen Sie daher nochmals an einem Erste-Hilfe-Kurs teil und frischen Ihr Wissen auf, damit Sie wissen, was im Notfall zu tun ist. Viele Hilfsorganisationen bieten Erste-Hilfe-Kurse in Ihrer Nähe an. Dort lernen Sie, lebensrettende Sofortmaßnahmen durchzuführen. (Malteser Hilfsdienst (MHD), Deutsche Lebensrettungsgesellschaft e.V. (DLRG), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), Arbeiter- Samariter-Bund Deutschland (ASB)
Achtung! Die Erfahrung zeigt: Bei vergangenen Stromausfällen wurden Notrufnummern häufig zu Auskunftszwecken angewählt, was zu einer Überlastung des Notrufs und in Einzelfällen zu Verzögerungen bei der Entgegennahme realer Notfälle führte. Kontaktieren Sie daher die Notrufstellen nur in dringenden Notfällen.
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Sonstiges
Denken Sie daran, eine ausreichende Bargeldreserve im Haus zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.
Falls Sie Dienstleistungen wie häusliche Pflegedienste nutzen, informieren Sie sich darüber, ob und wie Dienstleistungen bei einem längeren Stromausfall aufrechterhalten werden.
Kontakt
Katastrophenschutzbeauftragte
Frau Rolletschek
Postanschrift:
10820 Berlin