Enger Austausch mit den Partnerstädten - auch in Zeiten von Corona

Pressemitteilung Nr. 200 vom 26.06.2020

Tempelhof-Schöneberg im Gespräch mit Amstelveen

Normalerweise hätte Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler ihren Amstelveener Amtskollegen Tjapko Poppens im Juni persönlich kennengelernt, doch wegen der aktuellen coronabedingten Einschränkungen musste heute ein Videogespräch reichen.
Angelika Schöttler und Tjapko Poppens brachten gemeinsam zum Ausdruck, dass ihnen die seit 1957 bestehende Städtepartnerschaft sehr wichtig ist. Es gilt, die bestehenden Aktivitäten zu vertiefen und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu entdecken.

Natürlich ist es sehr bedauerlich, dass im Juni keine Begegnung zur Triennale im niederländischen Amstelveen stattfand. Man hatte sich auf das geplante Artists-in-Residence-Projekt mit den Partnern aus Tempelhof-Schöneberg und aus Villa El Salvador in Lima/Peru gefreut, aber all das musste auf bessere Zeiten verschoben werden.
Stattdessen tauschten sich Angelika Schöttler und Tjapko Poppens nun darüber aus, wie beide Gemeinden mit der Covid-19-Problematik umgehen und konnten feststellen, dass sowohl in Tempelhof-Schöneberg als auch in Amstelveen ab 1. Juli 2020 wieder umfangreiche Lockerungen bevorstehen. Das ist sehr wichtig, denn sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland herrscht zunehmend große Sorge über die sozialen und wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns.

Unterschiede gibt es natürlich in den administrativen Aufgaben beider Städtepartner. Während Amstelveen mit seinen 90.965 Einwohner_innen eine selbständige Stadt im Süden von Amsterdam ist und eigenständig ein Budget zur Unterstützung der Bevölkerung angesichts der Folgen des Lockdowns einrichtete, ist der 351.644 Einwohner_innen zählende Bezirk Tempelhof-Schöneberg Teil der zweistufigen Verwaltung Berlins und organisiert die finanzielle Unterstützung der Bevölkerung in enger Zusammenarbeit mit den anderen Bezirken, den Senatsverwaltungen und Institutionen des Bundes.

Im Zentrum des Telefonats stand der Wunsch, die Zusammenarbeit zwischen Tempelhof-Schöneberg und Amstelveen weiter zu entwickeln – sowohl kurzfristig und unter Beachtung der aktuellen Restriktionen als auch langfristig, wenn wieder Normalität in die europäischen und internationalen Beziehungen zurückgekehrt sein wird.

Aktuell wird überlegt, virtuelle Austauschformate zu nutzen.

Der Bezirk hofft jedoch, dass das vom 16. bis 20. September 2020 analog geplante REC Kinder- und Jugendfilmfestival in der Tempelhofer ufaFabrik tatsächlich stattfinden kann.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler:

Dieses Festival ist ein junges und gleichzeitig traditionsreiches Forum für junge Filmemacher_innen, die sich auf einen lebendigen Austausch freuen. Das REC Filmfestival ist ein wichtiges Aushängeschild für unseren Bezirk.

Neben vielen deutschen, europäischen und internationalen Einsendungen sind schon Filmbeiträge aus den Partnerstädten Penzberg, Ahlen, Charenton-le-Pont, Mezitli und eben auch vom Amstelveener Keizer Karel College eingegangen. Auch die Partnerstadt Levallois-Perret hat bereits mitgeteilt, dass sie Jugendliche schicken möchte.
Unter der Voraussetzung, dass es die Bedingungen im September erlauben, wäre es begrüßenswert, wenn dieses Festival – unter Beachtung der dann gültigen Abstands- und Sicherheitsregelungen – tatsächlich stattfinden könnte.
In diesem Fall würde Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler Bürgermeister Tjapko Poppens gern zu einem Besuch des Festivals einladen.

Sollte dies nicht möglich sein, wird im September ein weiteres online Gespräch zwischen den Städtepartnern erfolgen.