Informationen zum Coronavirus

Inhaltsspalte

FFP2 Masken Made in Tempelhof-Schöneberg Ein Unternehmensbesuch bei der Karl Rabofsky GmbH in Marienfelde

Eine Frau im roten Jacket steht neben zwei Männern, vor einer Produktionshalle.
Von links nach rechts: Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Alexander Sperling und Dr. Michael Sperling
Pressemitteilung Nr. 404 vom 09.12.2020

Mitten in der COVID 19 Krise reagiert ein kleines Familienunternehmen schnell und unternehmerisch klug auf den eklatanten Mangel an FFP2 Masken in Deutschland. Das Tagesgeschäft des Familienunternehmens ist eigentlich die Produktion von Faltmaschinen, dann brachen die Lieferketten ein.

Dr. Michael Sperling, Geschäftsführer der Rabofsky GmbH, reagierte mit echtem Unternehmergeist, er orientierte sich um, nahm das Risiko auf sich und investierte in eine neue Maschine und los ging es mit der Maskenproduktion. Viel Werbung hat er für seine Masken nicht gemacht, aber es hat sich schnell rumgesprochen, dass günstige Masken in hoher Qualität in Deutschland produziert werden können. Alle Materialien für die Produktion stammen übrigens ebenfalls aus Deutschland.

Die ganze Familie arbeitet im Unternehmen, die Masken kommen gut an und deshalb hat das Unternehmen jetzt in eine zweite Maschine investiert.
Mittlerweile laufen eine Million Masken pro Monat vom Band, das hat sogar die eigenen Erwartungen übertroffen.

Betreten dürfen Besucher_innen das Gebäude nur mit FFP2 Maske, da ist die Unternehmensführung sehr konsequent, im 4. Stock wird produziert. Für die zweite Maschine zur Maskenproduktion wird gerade alles umgerüstet. Da viele der Mitarbeitenden Maschinenbauer_innen sind, haben sie an die Maschine eines Thüringer Unternehmens auch selbst Hand angelegt. Sie haben sie optimiert und können die mindestens 6 Meter lange Maschine auch selbst reparieren.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler:

Immer wieder bin ich schwer davon beeindruckt, dass es so viele unterschiedliche, großartige und innovative Unternehmen bei uns im Bezirk gibt. Auffällig ist, dass ganz besonders familiengeführte Unternehmen sehr flexibel und schnell auf neue Herausforderungen reagieren. Die Rabofsky GmbH ist hierfür ein sehr gutes Beispiel. Und es macht deutlich, dass ‘Made in Germany’ nicht unbezahlbar ist, sondern das Gegenteil der Fall ist und das bei fairen Löhnen. Sie sichern damit Arbeitsplätze in der Region und halten die wichtigen Arbeitsplätze in der Produktion in Berlin.