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Die Afrikanische Schweinepest breitet sich täglich weiter aus

Pressemitteilung Nr. 340 vom 12.10.2020

Im beliebten Ausflugs- und Reiseland Brandenburg ist bei einer immer größeren Anzahl von Wildschweinen in den Landkreisen Märkisch Oderland, Dahme Spreewald, Spree-Neiße und Oder-Spree die Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt worden. Jeden Tag gibt es neue Funde.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, sie ist für den Menschen ungefährlich, aber hochansteckend für Haus- und Wildschweine, die daran fast immer sehr schnell verenden.

Sie führt zu ernsten Wirtschafts- und Tierschutzproblemen – beispielsweise haben bereits viele ökonomisch sehr wichtige Länder den Import deutschen Schweinefleisches aufgrund des Seuchenausbruches gestoppt; und es müssen Tiere unter Umständen in „Kerngebieten“ und “gefährdeten Gebieten” um die Ausbruchspunkte herum getötet werden; dies bedeutet vielfaches vermeidbares Tiersterben. Direktvermarkter und regionale Anbieter solcher Produkte würden dann außerdem vor dem wirtschaftlichen Aus stehen.

Neben der direkten Übertragung zwischen den Tieren ist auch eine indirekte Übertragung möglich; zum Beispiel kann es über Haustiere (bspw. Hunde) oder Gegenstände (Kleidung, Fahrzeugreifen, Ausrüstungsgegenstände, Schuhe/Kleidung, etc.) und Lebensmittel übertragen werden.

Viele ASP-Ausbrüche werden auf ein Verschleppen des Virus in Resten von Fleischprodukten im Reiseverkehr zurückgeführt. In Fleischprodukten kann das Virus über mehrere Monate überdauern und ansteckend bleiben. Denn das ASP-Virus ist äußerst robust, es überlebt in der Umwelt beispielsweise bis zu 190 Tage an Holz, 399 Tage in (Roh-)Schinken, 6 Jahre und länger in tiefgefrorenem Schweine-/Wildschweinfleisch.

Bitte helfen Sie bei der Eindämmung dieser Seuche mit!

Was kann man als Bürger_in tun?

  • Lebensmittel nicht im Freien, insbesondere in Grünflächen und Wald, hinterlassen! Reste immer in geeignete, verschlossene, Mülltonnen werfen!
  • Lebensmittel nicht auf Rastplätzen, Tankstellen etc. hinterlassen!
  • Vorsicht bei der Mitnahme von Lebensmitteln aus betroffenen Regionen (auch Polen)
  • Wildtiere nicht füttern! Sie werden dadurch angelockt.
  • Fleischprodukte gehören nicht in die Biotonne und nicht auf den Komposthaufen!

Mensch und Haustier (insbesondere Hunde) können die Seuchenerreger mit Schuhwerk und Pfoten verbreiten, deshalb ist es wichtig:

  • Hundeleinenpflicht bitte unbedingt beachten! Mögliche Kontakte oder ein Aufscheuchen von Tieren verhindern.

Beim Fund eines toten Wildschweines in Tempelhof-Schöneberg muss die Veterinäraufsicht des Bezirks sofort informiert werden:

Telefon: (030) 90277-7373
E-Mail an die Veterinäraufsicht Tempelhof-Schöneberg
Oder direkt über das Online-Formular: Totes Wildschwein gefunden! Was jetzt?

Wichtig ist auch die gründliche Reinigung aller Kleidungsstücke, Schuhe, Schuhsohlen Hände und Gegenstände (auch Autoreifen), die möglicherweise Kontakt mit toten Tieren oder ihrer Umgebung hatten: Waschen und desinfizieren (für Hunde ein Hundeshampoo verwenden).