Drucksache - DS/0417-08/V  

 
 
Betreff: Änderungsantrag zu Titel 54053 in Kapitel 3630 – Kultur
Status:öffentlichBezüglich:
DS/0417/V
 Ursprungaktuell
Initiator:B'90 Die Grünen/DIE LINKE/SPDVorsteherin
  Jaath, Kristine
Drucksache-Art:AntragBeschluss
Beratungsfolge:
Ausschuss für Personal, Haushalt und Investitionen, Rechnungsprüfung, Verwaltungsmodernisierung und IT Beratung ff
19.09.2017 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Personal, Haushalt und Investitionen, Rechnungsprüfung,Verwaltungsmodernisierung und IT (PHI)      
BVV Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Entscheidung
20.09.2017 
Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg ohne Änderungen in der BVV beschlossen   

Beschlussvorschlag
Anlagen:
Antrag zur DS/0417-08/V  

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Titel 54053 in Kapitel 3630 Kultur wird wie folgt erhöht:

 

Ansatz 2018            +5.000 € 

 

Finanzierung
r den Ansatz 2018 werden aus dem Kapitel 4500/97130 5.000 Euro zur Verstärkung entnommen.

 

Diese Summe soll Zweckgebunden für die in DS/0431/V geforderte gemeinsam Durchführung des Gedenkens an den Überfall der SA auf das Rathaus Kreuzberg durch das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum und der Bezirksverordnetenversammlung verwendet werden.

 

Begründung:

 

Am 10. März 1933 wurde Bürgermeister Dr. Carl Herz von der SA mit Gewalt aus seinem Amtszimmer geholt: Sie trieben ihn mit einem Schild um den Hals durch die Straßen, schleiften ihn durch die Marheineke-Markthalle und machten sich vor den zuschauenden und applaudierenden Kreuzberger Bürgern über ihn lustig. Mit dem Schild 'Ich bin eine Judensau' wurde der Bürgermeister in der Yorckstraße den Bewohnern vorgeführt. Er wurde bis zur Markthalle geprügelt und musste zweimal in der Markthalle Spießruten laufen unter dem Beifall der Markthallenarbeiter. Anschließend wurde er im SA-Lager erst in der Kirche am Platz, danach in der Hedemannstraße weiter gefoltert. 

 

Neben dem Bürgermeister wurden an diesem Tag auch Bezirksverordnete aber von der SS verhaftet. Sie wurden nicht in die Halle, sondern in die Polizeikaserne an der Friesenstraße gebracht. Dort wurden sie gefoltert. Einige wurden zu den ersten Häftlingen des KZ Columbia. 

 

Über diese Verhaftungen gibt es Tondokumente- Radioreportagen. Sie sind das früheste Zeugnis des KZ Columbia, als es noch ein SS-Gefängnis war, bevor es der Gestapo unterstellt wurde und bevor es zum KZ der SS in der Reichshauptstadt wurde.

 

 

PHI 19.09.2017

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Titel 54053 in Kapitel 3630 Kultur wird wie folgt erhöht:

 

Ansatz 2018            +5.000 € 

 

Finanzierung
r den Ansatz 2018 werden aus dem Kapitel 4500/97130 5.000 Euro zur Verstärkung entnommen.

 

Diese Summe soll als Kofinanzierungsanteil der Bezirksverordnetenversammlung Zweckgebunden für die in DS/0431/V geforderte gemeinsame Durchführung des Gedenkens an den Überfall der SA auf das Rathaus Kreuzberg durch das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum und der Bezirksverordnetenversammlung verwendet werden.

 

 

BVV 20.09.2017

Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt:

 

Der Titel 54053 in Kapitel 3630 Kultur wird wie folgt erhöht:

 

Ansatz 2018            +5.000 € 

 

Finanzierung
r den Ansatz 2018 werden aus dem Kapitel 4500/97130 5.000 Euro zur Verstärkung entnommen.

 

Diese Summe soll als Kofinanzierungsanteil der Bezirksverordnetenversammlung Zweckgebunden für die in DS/0431/V geforderte gemeinsame Durchführung des Gedenkens an den Überfall der SA auf das Rathaus Kreuzberg durch das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum und der Bezirksverordnetenversammlung verwendet werden.

 

 
 

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