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Anke Penski-Ghani berichtet aus Charenton Le Pont

Anke Penski-Ghani
Bild: Anke Penski-Ghani

Im Studium ein Auslandssemester zu absolvieren, das war damals natürlich in vielerlei Hinsicht eine tolle Erfahrung: nicht nur die Studieninhalte, auch der Aufenthalt an sich, Land und Leute und natürlich auch der Einblick in ein anderes Unisystem. Ich war natürlich sogleich Feuer und Flamme als ich vom LoGo! Programm und der Möglichkeit hörte, für ein paar Wochen die Arbeit in einer anderen europäischen Verwaltung kennen zu lernen. Schon im letzten Jahr hatte ich es versucht, nun hat es dieses Jahr beim zweiten Anlauf glücklicherweise geklappt. Ich darf vier Wochen lang in der Pariser Nachbargemeinde Charenton-le-Pont hospitieren.

Im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg bin ich als Gebietskoordinatorin im Quartiersmanagementverfahren tätig. Das bedeutet, ich versuche gemeinsam mit den Akteuren im Gebiet sowie der Senatsverwaltung soziale und kulturelle Projekte in benachteiligten Quartieren unseres Bezirks zu entwickeln um so die Lebensumstände der Menschen vor Ort zu verbessern. Mein künftiger Einsatzort wird der Bereich Mediation und Prävention sein, bei dem ich den Kolleginnen bei der Arbeit über die Schulter schauen darf. Hier bekommen Jugendliche Hilfestellung in allen Lebenslagen, sei es Ärger mit der Schule und Probleme mit Drogen. Kinder- und Jugendliche zu erreichen und für sie passende Angebote zu entwickeln ist ebenfalls ein großes Anliegen des Quartiersmanagements, daher erhoffe ich mir viele Eindrucke, einen spannenden Austausch und neue Impulse für die Arbeit und bin bereits voller Vorfreude auf die Zeit in Charenton-le-Pont.

Anke Penski-Ghani

Service Jeunesse

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Bild: Anke Penski-Ghani

Sollten vier Wochen tatsächlich schon wieder vorbei sein? Die Zeit vergeht wie im Flug und da der 1. November, und somit der namensgebende Feiertag der Allerheiligen-Ferien, dieses Jahr auf einen Freitag fällt, ist meine Hospitation auch noch einen Tag früher vorbei. In dieser Woche hatte ich die Gelegenheit ein paar Tage in den Service Jeunesse hinein zu schnuppern und mir von der dortigen Arbeit ein Bild zu machen. Weitere Informationen

Ferienzeit

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Bild: Anke Penski-Ghani

In der dritten Woche habe ich die Mitarbeiter der Médiation auf einem ihrer Rundgänge begleitet. Das Team ist Donnerstag bis Samstag nachmittags in der Stadt unterwegs , ermahnen die Kinder nach der Schule auf dem Heimweg zur Ruhe, schlichten bei Streiteren, weisen lärmende Jugendliche auf das Ruhebedürfnis der Anwohnerschaft hin. Dabei passieren sie sowohl die Schulen zum Unterrichtsende, als auch die relevanten Stadtplätze, die Einkaufspassage und die Bolzplätze. Weitere Informationen

Vivre entre les Charentonnais

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Bild: Anke Penski-Ghani

Die erste Woche ist inzwischen vergangen und ich habe bereits viel mitgenommen über die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen im Service Médiation-Prévention. Der Zugang zu den Angeboten ist sehr niedrigschwellig, die Jugendlichen können innerhalb der Öffnungszeiten kommen wann sie möchten, sofern sie sich einmalig registriert haben und sich an die Hausordnung halten. Weitere Informationen

Bienvenu in Charenton

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Bild: Anke Penski-Ghani

Auch 9 Stunden Zugfahrt gehen einmal vorbei. Da ich mir dieses Mal Zeit für die Anreise nach Paris nehmen konnte, hatte ich mich für die Bahn entschieden, um die Entfernung am eigenen Leib "erfahren" zu können. Zudem konnte ich mir so ausreichend Proviant und Lesestoff für die Reise einpacken. Ich kam auch tasächlich ohne nennenswerte Verspätung und relativ entspannt am Sonntagnachmittag in Paris Gare d'Est an. Auch der Weg nach Charenton-le-Pont, bzw. Weitere Informationen