Die Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Beauftragten für Partizipation und Integration kritisiert die Entscheidung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, keine neuen Zulassungen zu Integrationskursen nach §44 Abs.4 AufenthG zu erteilen, und fordert eine erneute Prüfung.
Aktuelles
Bild: Partizipationsbüro Friedrichshain-Kreuzberg
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Stellungnahme der LAG der bezirklichen Partizipations- und Integrationsbeauftragten zum Zulassungsstopp der freiwilligen Integrationskurse
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Danksagung an Selbstorganisationen im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus aus der Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Beauftragten für Partizipation und Integration
Sehr geehrte Vertreter*innen der Selbstorganisationen,
Berlin ist eine Stadt der Vielfalt. Diese Vielfalt ist kein abstrakter Wert, sondern gelebte Realität – getragen und gestaltet auch durch die Arbeit migrantisierter Menschen und ihrer Selbstorganisationen. Seit vielen Jahren leisten Sie einen unverzichtbaren Beitrag für demokratische Teilhabe, soziale Gerechtigkeit und den Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft.
Ihr Engagement richtet sich nicht nur gegen individuelle Formen von Rassismus, sondern auch gegen strukturelle Benachteiligung und Ausgrenzung. Sie machen Diskriminierung sichtbar, setzen wichtige Impulse für politische Veränderungen und schaffen Räume, in denen Menschen sich organisieren, gegenseitig stärken und ihre Rechte einfordern können.
Gerade in einer Zeit, in der rassistische, rechtsextreme und antidemokratische Positionen wieder lauter werden, ist Ihre Arbeit von besonderer gesellschaftlicher und politischer Bedeutung. Sie stehen für Solidarität, für eine demokratische Kultur der Vielfalt und für das Recht aller Menschen, gleichberechtigt an unserer Gesellschaft teilzuhaben.
Selbstorganisationen sind unverzichtbare Teile der Stadtgesellschaft und wichtige Stimmen in politischen und gesellschaftlichen Debatten. Sie erinnern uns daran, dass der Einsatz für die Gleichwertigkeit aller Menschen eine gemeinsame Verantwortung ist – in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
Als Berliner Partizipations- und Integrationsbeauftragte danken wir Ihnen für Ihren unermüdlichen Einsatz, Ihre klare Haltung und Ihr kontinuierliches Engagement für eine offene, gerechte und diskriminierungsfreie Stadt.
Mit großer Wertschätzung
Die bezirklichen Partizipations- und Integrationsbeauftragten Berlins
Sahra Nell und Johanna Kösters
Sprecherinnen der Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Partizipations- und Integrationsbeauftragten Berlin
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Danksagung an Selbstorganisationen aus der LAG Bezirksbeauftragten für Partizipation und Integration
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HANAU Gedenkkundgebung 2026 Oranienplatz 17-19 Uhr
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Solidaritätsbekundung aus dem Partizipationsbüro Friedrichshain-Kreuzberg
Weltweit sind Menschen von Kriegen, militärischer Gewalt, politischer Verfolgung und humanitären Krisen betroffen. In der öffentlichen Wahrnehmung sind aktuell Syrien, die Ukraine und der Iran präsent, dazu gibt es viele andere Orte, über die nicht berichtet wird. Allen gemein ist aber, Menschen erleben Gewalt, sie verlieren ihr Zuhause, Angehörige werden verletzt oder getötet, Lebensgrundlagen brechen weg und Zukunftspläne werden prekär. Angst, Trauer und permanente Unsicherheit prägen für viele den Alltag – oft über lange Zeiträume hinweg und ohne absehbares Ende.
Diese globalen Krisen, menschengemachte Unterdrückung, Gewalt und vermeintlich legitimierte Tötungen sind nicht fern. Sie wirken hier bei uns weiter: in den Gedanken, Gefühlen und Lebensrealitäten vieler Menschen in unserem Bezirk, die familiäre, freundschaftliche oder biografische Verbindungen zu den betroffenen Regionen haben. Was für viele Menschen abstrakte Nachrichten sind, bedeutet für andere Angst um ihre Eltern, Geschwister, Kinder und das tägliche Leben mit dieser Sorge mitten unter uns. Das Gefühl von Ohnmacht, ständige Anspannung oder Trauer begleiten den Alltag – zusätzlich zu Arbeit, Ausbildung, Care-Arbeit oder Erfahrungen von Diskriminierung.
Diese Belastungen bleiben in Öffentlichkeit und Institutionen häufig unsichtbar. Wir sehen, dass sie real und Teil des Lebens vieler Menschen auch in Friedrichshain-Kreuzberg sind. Die unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Geschichten prägen unseren Bezirk.
Im Partizipationsbüro begegnen wir diesen Realitäten täglich in Gesprächen, Begegnungen und gemeinsamen Prozessen. Mit dieser Solidaritätsbekundung möchten wir sichtbar machen: Ihr seid nicht allein. Eure Sorgen, eure Trauer und eure Hoffnungen haben hier Raum.
Unser Mitgefühl und unsere Solidarität gilt allen, die von globalen Krisen betroffen sind – hier wie anderswo.
Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Team Partizipationsbüro