Rede am 29.08.2013 zur Verleihung des Monika-Thiemen-Preises an Annette Huth-Pleul

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Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann im Festsaal des Rathaus Charlottenburg

Zum sechsten Mal hat der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf den Wettbewerb „Frau in Verantwortung“ ausgeschrieben. Aus vielen Vorschlägen hat die Jury ausgewählt.

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Monika-Thiemen-Preisverleihung am 29.8.2013 mit Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann, Monika Thiemen, Annette Huth-Pleul, BV-Vorsteherin Judith Stückler, Christine Rabe (von links) Bild: Bezirksamt

Laudatio auf die Preisträgerin Annette Huth-Pleul
von Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann

Sehr geehrte Damen und Herren

„Mensch sein, nicht nur Arbeitskraft“, so umschreiben Ihre Mitarbeiterinnen Frau Jenndrich und Frau Wittig Ihren Führungsstil.
Wir, die Jury des Monika-Thiemen-Preises haben ein gute Wahl getroffen! Sie, liebe Frau Huth, sind die Frau des Jahres 2013 in Charlottenburg-Wilmersdorf – die Preisträgerin des Preises „Frau in Verantwortung“. Wir haben zum 6. Mal eine Frau gesucht, die gern Verantwortung übernimmt, dies gut kann, die Frauen ermutigt, Verantwortung für andere, für ihre Mitarbeiterinnen, für Kundinnen, in Ihrem Fall für die Pflege, für eine gute Pflege und Betreuung übernimmt. Und hier greift der Leitgedanke Ihres Unternehmens: „Mensch sein und nicht nur Patient“.
Ihre Mitarbeiterinnen haben Sie vorgeschlagen, zu Ihrer großen Überraschung! …Als ich Sie anrief, um Ihnen die Wahl unserer Jury mitzuteilen, habe ich Ihre Überraschung, Ihre Sprachlosigkeit wahrgenommen…
Frau Huth-Pleul führt seit 2007 ihr in Charlottenburg-Wilmersdorf ansässiges Unternehmen “Hauskrankenpflege Annette Huth”. Ihr Pflegeleitbild lautet: “Mensch sein, nicht nur Patient”. Gestartet als Fünf-Frauen-Team, gibt es inzwischen 56 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Chefin für den Preis vorgeschlagen haben. Warum haben sie dies getan? Ihre Mitarbeiterinnen begründen dies wie folgt und wir die Mitglieder der Jury konnten es sehr gut nachvollziehen:
Sie beschreiben uns ihren kooperativen Leitungsstil. Sie ist immer für ihre Mitarbeiterinnen ansprechbar, sie lösen die Probleme gemeinsam. Selbst Mutter von drei Kindern sorgt die Chefin dafür, dass ihre Mitarbeiterinnen, Mütter und Väter, Beruf und Privates gut miteinander vereinbaren können.
Ein sehr gutes Betriebsklima wird beschrieben. Wie ist das möglich bei so einer anstrengenden Arbeit? Ich denke, nur mit einem guten Betriebsklima kann gute Arbeit auf Dauer geleistet werden. Auch das ein Vorbild für andere. Regelmäßig finden im Betrieb Mitarbeiter/innengespräche statt. Die Chefin kennt und wertschätzt die Arbeit der ihr Anvertrauten.
Sie ermöglicht Fortbildungen. Auch dies nützt dem Unternehmen. Für ältere Mitarbeiterinnen passt Frau Huth-Pleul dann auch mal den Arbeitsplatz an. Da wird die körperliche Arbeit in geistige bzw. Bürotätigkeit verändert.
In dem Vorschlag zum Monika-Thiemen-Preis führen ihre Mitarbeiterinnen aus:
„Im Arbeitsalltag ist Frau Huth-Pleul für alle Mitarbeiter/innen aufgrund der flachen Hierarchien (fast) immer und sofort zu sprechen. Im wahrsten Sinne des Wortes hat sie für jede „Kleinigkeit“ (und auch die gewichtigen Dinge) ein offenes Ohr und bietet unkomplizierte Lösungsvorschläge und Orientierung. Selbst bei finanziellen Notlagen tritt Frau Huth-Pleul unbürokratisch unterstützend auf. Im Gesamtgefüge des Unternehmens lässt sich sagen, dass wirtschaftliche Interessen, die über die Sicherung und Weiterentwicklung des Unternehmens hinausgehen, keine Priorität genießen, sondern die Zufriedenheit und die gute Arbeitsatmosphäre eindeutig im Vordergrund stehen.“
Und zum Thema Vereinbarkeit führen Sie aus:
„… in einer Branche, die hauptsächlich von Frauen getragen wird und vom Fachkräftemangel gekennzeichnet ist, stellt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen wichtigen Baustein für eine erfolgreiche Unternehmensführung dar und hat einen erheblichen Anteil daran, das Bewerber/innen sich für eine Anstellung in Frau Huth-Pleuls Unternehmen entscheiden….“
Frau Huth-Pleul, Sie sind Netzwerkerin, arbeiten eng mit anderen Unternehmen zusammen, statt Konkurrenz zu fürchten. Sie unterstützen kollegial und stellen Ihr Wissen gern bereit.
Das bescheinigen Ihnen Ihre Mitarbeiterinnen und ich danke Ihnen, Frau Susanne Jenndrich und Frau Yvonne Wittig, im Namen der Jury für Ihren Vorschlag.
Sehr geehrte Anette Huth-Pleul, als engagierte, verantwortungsvolle, menschenfreundliche und erfolgreiche Unternehmerin Ihrer seit 2007 im Bezirks ansässige „Hauskrankenpflege Anette Huth“ überreiche ich Ihnen den Preis „Frau in Verantwortung“ des Bezirkes Charlottenburg-Wilmersdorf des Jahres 2013, der erstmals den Namen Monika-Thiemen-Preis trägt.

Frau Annette Huth-Pleul wird von der Jury und dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf mit dem Monika-Thiemen-Preis als Frau in Verantwortung 2013 ausgezeichnet.