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Schöneberger Insel- sogenannte "Rote Insel"

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Rote Insel Großansicht

Die Rote Insel liegt im Osten Schönebergs, zwischen den S-Bahnhöfen Südkreuz, Schöneberg und Yorkstraße. Als Insel wird sie bezeichnet, weil sie von drei Bahnlinien eingegrenzt wird. Ihren Namen bekam die „Rote Insel“ durch die überwiegend linke Arbeiterbewegung, die hier viel verbreitet war.

Die Straßen sind hauptsächlich mit gut erhaltenen Altbauten bebaut, die in den Jahren 1880 bis 1918 entstanden sind. Im oberen Teil der Insel verlaufen parallel zueinander die Monumenten- und Kolonnenstraße. Sie waren sowohl damals als auch heute die Haupteinkaufsstraßen und bilden somit auch, zusammen mit der Neumannstraße, den Kern der Insel. Hier findet man viele kleine Geschäfte und Cafés vor.

Kirchen und Kirchhöfe auf der Insel

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St Elisabeth Kirche

Ziemlich in der Mitte der Roten Insel befindet sich die St. Elisabeth Kirche. Sie wurde 1911errichtet und ist in der Häuserzeile der Kolonnenstraße integriert. 20% der Einwohner_innen der Roten Insel, gehören der katholischen Kirche an.

Gleich gegenüber der St. Elisabeth Kirche befindet sich der kleine historische Zwölf-Apostel-Kirchhof, der zusammen mit dem St. Matthäus-Kirchhof zu einer Insel-Gemeinde gehört.

Die zweite Kirche der Insel ist die evangelische Königin-Luise-Gedächtniskirche, welche mit ihrer neobarocken Kuppel sehr auffällt. Nach der Grundsteinlegung 1910 wurde die Kirche 1912 eingeweiht.

Grünzug bei der Torgauer Straße

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Annedore-Leber-Park an der Torgauer Straße

Ganz im Süden der Roten Insel ist ein öffentlicher Grünzug, bei der Torgauer Straße entlang der Ringbahn zwischen den Bahnhöfen Schöneberg und Südkreuz, entstanden. In den letzten Jahren ist es dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg gelungen, hier aus dem ehemaligen Gewerbegebiet einen wahren Erholungsort für Anwohner_innen und Durchreisende zu errichten. Dank des ebenen Fahrrad- und Fußgängerweges kann man sich ohne Probleme, sowohl mit Fahrrad als auch mit Skateboard, Inlinern oder Roller, fortbewegen und er ermöglicht so die schnelle Vernetzung verschiedener Standtorte. Entlang des Weges sind große Rasenflächen mit vielen Spielgeräten errichtet worden. Hier können sich die jüngeren Besucher_innen austoben und ihr Geschick unter Beweis stellen.

Gedenkort Annedore und Julius Leber

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Gedenkort alte Kohlehandlung

Der Grünzug wurde nach Annedore Leber -Publizistin, Verlegerin, Politikerin und Ehefrau des Widerstandskämpfers Julius Leber- benannt und heißt nun Annedore-Leber-Park. In der Torgauer Straße 24/25 befindet sich noch heute die ehemalige Kohlehandlung, von der aus der SPD-Reichstagsabgeordneten Julius Leber seinen Widerstand gegen die Nationalsoziallisten plante. 1944 wurde er von einem Spitzel unter den Kommunisten an die Polizei verraten.

Nach seiner Hinrichtung am 5. Januar 1945 führte Annedore Leber die Kohlehandlung weiter und gründete dort den Mosaik-Verlag. Künftig ist geplant, das Grundstück als Gedenkstätte mit in den Park zu integrieren.

Schöneberger Gasometer

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Schöneberger Gasometer

Ziemlich am Anfang des Annedore-Leber-Parks erblickt man den Schöneberger Gasometer, der als Wahrzeichen der Roten Insel bezeichnet wird. Er befindet sich auf dem ehemaligen Gasag-Gelände und ist ein außer Betrieb gesetzter, denkmalgeschützter Gasbehälter.

Im Oktober 2013 hatte Gasag mit EUREF eine langfristige Kooperation vereinbart. Im Mai 2014 wurde das Blockheizkraftwerk (BHKW), das gemeinsam mit weiteren Anlagen bis zum Jahr 2018 insgesamt 25 Gebäude mit 165.000 m2 Gesamtfläche mit Wärme, Kälte und Strom versorgen soll, in Betrieb gesetzt.

Hier finden Sie unseren Kiezspaziergang, der im Juni 2015 zur Roten Inseln ging.