Technischer Fehler bei Online-Beantragungen

Bitte beachten Sie unsere Mitteilung, wenn Sie in der Zeit vom 11.03.2026 bis 16.03.2026 eine der folgenden Dienstleistungen online beantragt haben: Unterhaltsvorschuss, Kita-Gutschein, Ehe-, Geburts- oder Sterbeurkunde, Wohnberechtigungsschein, Wohngeld, Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket

Schutz suchen in Krisenfällen

Es gibt Situationen, in denen es entscheidend ist zu wissen, wo man sich am besten in Sicherheit bringen kann. Ob Naturereignisse, Atom­ und Chemieunfälle oder im schlimmsten Fall ein kriegerischer Angriff – je nach Situation kann es sehr unterschiedlich sein, ob ein Ort sicher oder eher gefährlich ist. Hier finden Sie einige Beispiele, welche Orte in welchen Situationen Schutz bieten können.

Grundsätzlich gilt: Achten Sie auf Warnhinweise und folgen Sie den Empfehlungen sowie möglichen Anweisungen.

Schutzräume in der Bundesrepublik Deutschland

In Deutschland gibt es derzeit keine funktions- oder einsatzbereiten öffentlichen Schutzräume mehr.

Nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1991 galt ein großer Krieg in Europa lange als unwahrscheinlich. Nach den Terroranschlägen in den USA im September 2001 und dem Elbehochwasser in 2002 wurde der Zivilschutz im Rahmen einer zwischen Bund und Ländern vereinbarten „Neuen Strategie zum Schutz der Bevölkerung“ auf moderne Bedrohungsszenarien ausgerichtet. Die Gefährdung durch Naturkatastrophen, Klimawandel und Terrorismus erforderte ein Umdenken auch im Bereich – Baulicher Bevölkerungsschutz -. Die Bundesregierung entscheid daher in 2007 im Einvernehmen mit den Ländern, den öffentlichen Schutzraumbau aufzugeben und die Rückabwicklung (Endwidmung) der Anlagen vorzunehmen. Stattdessen setzte man stärker auf Katastrophenschutz und Evakuierungspläne, etwa durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Angesichts der sich verschärfenden internationalen Bedrohungslage wurde die Rückabwicklung der öffentlichen Schutzräume mit Erlass vom 17. März 2022 durch das Bundesinnenministerium (BMI) gestoppt. Bund und Länder sind derzeit mit einer Bestandsaufnahme vorhandener Anlagen beschäftigt. Im nächsten Schritt soll ein nationales Schutzraumkonzept entwickelt werden. Dabei soll auch überprüft werden, welche öffentlichen Gebäude im Bedarfsfall zu Schutzräumen umfunktioniert werden könnten.

Welche Orte in welcher Situation?

Darüber hinaus hat jeder Mensch auch in seinem direkten Umfeld Räume, in denen er in Unglücksfällen Schutz finden kann.

  • Gase und Dämpfe

    Wenn im freien Gase oder Dämpfe austreten und ein Gebäude in der Nähe ist:

    • Gehen Sie in ein Gebäude und schließen Sie Fenster und Türen
    • Gehen Sie möglichst in obere Stockwerke, da die meisten Gase schwerer sind als Luft und sich am Boden sammeln
    • Dichten Sie Fenster und Türen ab und schalten Sie Lüftungen/Klimaanlagen aus

    Wenn kein Gebäude in Reichweite ist:

    • Suchen Sie in Ihrem Auto Schutz
    • Stellen Sie die Belüftung und die Klimaanlage ab

    Wenn im Gebäude Gase, Dämpfe oder gefährliche Flüssigkeiten ausgetreten sind:

    • Verlassen Sie das Gebäude

    Weiterführende Informationen des BBK -Handeln bei Gefahrstoff-Freisetzung

  • Hochwasser, Starkregen, Sturz- oder Sturmfluten

    Bei Hochwasser, Starkregen, Sturz- oder Sturmfluten gilt:

    • Höher gelegene Bereiche/Stockwerke bieten den besten Schutz
    • Betreten Sie auf keinen Fall den Keller, denn wenn der Keller geflutet wird, kann die Tür nicht mehr von innen geöffnet werden und Sie verlieren Ihren Fluchtweg. Zudem besteht die Gefahr, dass Sie einen tödlichen Stromschlag erleiden.
    • Meiden Sie Bereiche welche mit Wasser volllaufen können (z.B. Tiefgaragen, U-Bahn-Stationen und Unterführungen)

    Weiterführende Informationen des BBK – Mit Naturgefahren umgehen

  • Radioaktive Stoffe

    Wenn radioaktive Stoffe austreten, gilt:

    • Gelangen Sie so tief wie möglich in innenliegende Räume
    • Den besten Schutz finden Sie in Kellerräumen, Tiefgaragen und U-Bahn-Stationen
    • Dicke Mauern und Erde erhöhen den Schutz vor Strahlung

    Weiterführende Informationen des BBK – Handeln bei Gefahrstoff-Freisetzung

  • Explosionen

    Bei Explosionen gilt:

    • Für einen guten Schutz achten Sie darauf, dass möglichst 2 Wände zwischen Ihnen und dem Außenbereich liegen
    • Den besten Schutz finden Sie in Kellerräumen, Tiefgaragen und U-Bahn-Stationen
    • Dicke Mauern und Erde erhöhen den Schutz vor Druckwellen und herumfliegenden Trümmern
    • Meiden Sie die Nähe von Fenstern und Glasflächen
    • Sollte sich kein unterirdischer Raum in der Nähe befinden, sollten innenliegende Räume ohne Fenster aufgesucht werden

    Weiterführende Informationen des BBK – Explosionen: Hier finden Sie Schutz

Weitere Informationen finden Sie im Ratgeber “Vorsorgen für Krisen und Katastrophen”, der auf der Internetsete des BBK heruntergeladen werden kann.

Kontakt

Katastrophenschutzbeauftragte

Frau Rolletschek

Postanschrift:
10820 Berlin