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Profil der Bezirksregion Tempelhof Nord

1 Beschreibung der Bezirksregion

Lage

Die Bezirksregion Tempelhof Nord grenzt im Norden entlang der Dudenstraße an den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und entlang des Columbiadamms an den Bezirk Neukölln. Die östliche Grenze zum Bezirk Neukölln verläuft über das Tempelhofer Feld. Im Westen bildet die Bahntrasse der Nord-Süd-Bahn die Grenze der Bezirksregion, im Süden begrenzen die S-Bahngleise der Ringbahn die Bezirksregion. Die Bezirksregion liegt innerhalb des S-Bahnrings.

Bebauung der Siedlungsfläche

Die Bezirksregion Tempelhof Nord umfasst das Tempelhofer Feld, sodass die östliche Hälfte der Bezirksregion größtenteils unbewohnt ist. In dieser Hälfte befinden sich einige Neubauten am Columbiadamm sowie temporäre Wohnbauten zur Unterbringung von Geflüchteten. Der westliche Teil der Bezirksregion umfasst die Gartenstadt Neu-Tempelhof und die angrenzenden Wohngebiete. Die Wohnbebauung besteht aus niedrigen Bauten mit Hausgärten, Blockrand- und Zeilenbebauung aus den 1920er und 1930er Jahren sowie Zeilenbebauung seit den 1950er Jahren.

Merkmale

Rund die Hälfte der Fläche der Bezirksregion wird vom Tempelhofer Feld eingenommen, dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Heute ist es eine weitläufige Freizeit- und Veranstaltungsfläche, die von vielen Menschen aus ganz Berlin genutzt wird. Die Gartenstadt Neu-Tempelhof wird aufgrund der relativ einheitlichen Bebauung und zahlreicher Grünflachen als eine ruhige und grüne Wohngegend in zentraler Lage wahrgenommen. In der Bezirksregion befindet sich das St. Joseph Krankenhaus, das insbesondere als Geburtsklinik überregionale Bedeutung besitzt. Zudem gibt es zwei öffentliche Grundschulen und eine Willkommensschule in der Bezirksregion sowie eine bezirkliche Seniorenfreizeiteinrichtung.

Verkehrsanbindung

Die Bezirksregion Tempelhof Nord ist an das U-Bahnnetz angebunden (U6) und verfügt über einen Bahnhof im S-Bahnnetz (S41, S42). Der Tempelhofer Damm (B96), der von Norden nach Süden durch die Bezirksregion führt, ist eine übergeordnete Straßenverbindung (StEP II). Am südlichen Rand der Bezirksregion verläuft die Stadtautobahn A100. Im Bereich des Bahnhofs Tempelhof befinden sich entsprechende Auf- und Abfahrten. Die A100 stellt eine großräumige Straßenverbindung dar (StEP I).

Besonderheiten

In der Bezirksregion liegt mit Neu-Tempelhof ein Gebiet, das durch eine Erhaltungsverordnung zum Schutz der städtebaulichen Eigenart gesichert ist. Zudem befindet sich ein Teil des Fördergebiets Schöneberg-Südkreuz aus dem Programm „Nachhaltige Erneuerung“ innerhalb der Bezirksregion.

Zusammenfassung der Datenlage

  • In der Bezirksregion Tempelhof Nord leben 5,4 % der Einwohner_innen von Tempelhof-Schöneberg.
  • Der Anteil der Einwohner_innen mit einer Wohndauer von mehr als fünf Jahren an derselben Adresse liegt unter dem bezirklichen Vergleichswert.
  • Die Einwohnerzahl hat sich in der Bezirksregion im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor positiv entwickelt.
  • Das Durchschnittsalter liegt unter dem bezirklichen Vergleichswert und ist in den letzten fünf Jahren gesunken.
  • Der Anteil der unter 18-Jährigen liegt über dem bezirklichen Vergleichswert und hat in den letzten fünf Jahren abgenommen.
  • Der Anteil der 65-Jährigen und Älteren liegt unter dem bezirklichen Vergleichswert und ist in den vergangenen fünf Jahren zurückgegangen.
  • Der Anteil der Ausländer_innen an den Einwohner_innen liegt über dem bezirklichen Vergleichswert und ist den vergangenen fünf Jahren auffallend stark gestiegen.
  • Die Indikatoren zu Armutsrisiken weisen Werte auf, die leicht unter den bezirklichen Vergleichswerten liegen.
  • Die Untersuchungen zur Umweltgerechtigkeit zeigt im Planungsraum Paradestraße eine zweifach Belastung durch hohe Lärmbelastungen und hohe thermische Belastung auf.
  • Im Monitoring Soziale Stadtentwicklung (MSS) 2023 weist der Planungsraum Gontermannstraße Status-Index: mittel und den Dynamik-Index: stabil (2+/-) auf. Der Planungsraum Paradestraße verzeichnet den Status-Index: mittel und den Dynamik-Index: negativ (2-).

1.1 Wohndauer

Der Anteil der Einwohner_innen mit einer Wohndauer von mehr als fünf Jahren an derselben Adresse liegt in der Bezirksregion um 2,7 Prozentpunkte unter dem bezirklichen Vergleichswert. Der Anteilswert ist in der Bezirksregion im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor massiv gesunken, obwohl es absolut einen minimalen Zuwachs an Personen mit dieser Wohndauer gab. .
Der Anteilswert der Einwohner_innen mit einer Wohndauer von mindestens fünf Jahren an derselben Adresse ist im Planungsraum Paradestraße auffallend niedrig, in diesem Planungsraum liegt das Gebiet des ehemaligen Flughafens. Durch die Unterbringung in den Hangars und auf dem Vorfeld des Flughafengebäudes weisen die Daten der Einwohnerregisterstatistik für diesen Planungsraum hohe Dynamiken auf. In diesem Planungsraum hat sich die Anzahl der Personen mit einer Wohndauer von mehr als fünf Jahren nur um 15 Personen im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor verringert, der Anteilswert ist aber in diesem Zeitraum in diesem Planungsraum um 22,1 Prozentpunkte zurückgegangen.

1.2 Entwicklung der Einwohnerzahl

Die Einwohnerzahl ist in der Bezirksregion im Vergleich zum Jahr zuvor konstant geblieben und im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor stark gestiegen, hierbei ist das Einwohnerwachstum in der Bezirksregion deutlich höher als im Bezirk. Die Einwohnerentwicklung in der Bezirksregion ist stark durch die Dynamik im Planungsraum Paradestraße beeinflusst, in dem sich der ehemalige Flughafen Tempelhof befindet, auf dessen Gebiet und in dessen Hangars Unterbringungsmöglichkeiten für Geflüchtete bereitgestellt werden. Im Planungsraum Gontermannstraße ist die Einwohnerzahl in den vergangenen fünf Jahren zurückgegangen.

1.3 Demografie

Das Durchschnittsalter in der Bezirksregion liegt bei 42,7 Jahren und somit 1,4 Jahre unter dem bezirklichen Vergleichswert. Im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist das Durchschnittsalter in der Bezirksregion um 1,2 Jahre gesunken, der bezirkliche Vergleichswert hat sich in diesem Zeitraum um -0,2 Jahre verändert.
Der Anteil der unter 18-Jährigen an den Einwohner_innen liegt in der Bezirksregion um einen Prozentpunkt über dem bezirklichen Vergleichswert, im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist die Anzahl der unter 18-Jährigen in der Bezirksregion leicht gestiegen, der Anteil an den Einwohner_innen aber zurückgegangen. Im Bezirk ist in diesem Zeitraum der Anteil der unter 18-Jährigen an den Einwohner_innen gestiegen.

Der Anteil der Einwohner_innen im Alter von 65 Jahren und mehr an den Einwohner_innen liegt in der Bezirksregion unter dem bezirklichen Vergleichswert. In den fünf vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Einwohner_innen in dieser Altersgruppe in der Bezirksregion minimal erhöht und ihr Anteil an den Einwohner_innen aber abgenommen. Im Bezirk haben sich in diesem Zeitraum die Anzahl erhöht, der Anteil an den Einwohner_innen ist jedoch konstant geblieben.

1.4 Ausländer_innen

Der Anteil der Ausländer_innen an den Einwohner_innen liegt in der Bezirksregion deutlich über dem bezirklichen Vergleichswert. Im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist die Anzahl der Ausländer_innen und ihr Anteil an den Einwohner_innen in der Bezirksregion deutlich gestiegen. Der Anstieg des Anteilswert ist mehr als dreimal so hoch wie der Anstieg des bezirklichen Vergleichswerts.
Im Planungsraum Paradestraße, in dem das Gelände des ehemaligen Flughafens liegt, ist die Zahl der Ausländer_innen in den vergangenen fünf Jahren auffallend stark gestiegen und der Anteil an den Einwohner_innen ebenso auffallend stark gestiegen, im Planungsraum Gontermannstraße ist die Anzahl hingegen nur geringfügig gewachsen, der Anteil an den Einwohner_innen durch Rückgang der Einwohnerzahl jedoch gestiegen.

32,0 % der Ausländer_innen in der Bezirksregion haben die ukrainische Staatsangehörigkeit, 15,3 % sind Staatsbürger_innen der Türkei. Alle anderen Staatsangehörigkeiten haben Anteile unter 5%. Im Bereich über 3% sind Polen (3,8 %), Syrien (3,5 %) und Afghanistan (3,1 %) zu nennen.
In der Bezirksregion Tempelhof Nord weisen 48,8 % der Einwohner_innen das statistische Merkmal “mit Migrationshintergrund” auf. Auch bei diesem Merkmal hat die Ukraine den größten Anteil (19,2 %) an den Herkunftsgebieten, den zweitgrößten Anteil hat die Türkei (18,9 %).

1.5 Armutsrisiken

Die Armutsrisiken können anhand von drei Kernindikatoren bemessen werden:
  • Anteil Personen in Bedarfsgemeinschaften nach SGB II an Einwohner_innen unter der Regelaltersgrenze (D4)
  • Anteil Personen in Bedarfsgemeinschaften nach SGB II im Alter unter 15 Jahren an Einwohner_innen unter 15 Jahren (D5)
  • Anteil Empfänger_innen von Grundsicherung (außerhalb von Einrichtungen) nach SGB XII über der Regelaltersgrenze an Einwohner_innen dieser Altersgruppe (D6)

In der Bezirksregion liegen die Indikatorwerte zu Armutsrisiken der Einwohner_innen unter der Regelaltersgrenze leicht unter den bezirklichen Vergleichswerten, der Anteil der Empfänger_innen von Grundsicherung im Alter ist etwas höher als der bezirkliche Vergleichswert. Im Vergleich der Planungsräume zeigen sich im Planungsraum Gontermannstraße Anteilswerte, die höher sind als die Anteilswerte im Planungsraum Paradestraße.

2 Soziale und grüne Infrastruktur

2.1 Grüne Infrastruktur

In der Bezirksregion liegen die öffentlichen Grünanlagen Achenbachpromenade, Hansakorso, Steingrube, Hertha-Block-Promenade, Kynastteich (Gartendenkmal), Adolf-Scheidt-Platz (Gartendenkmal), Rumeyplan (Westteil) (Gartendenkmal), Wolffring (Gartendenkmal) und Tempelhofer Freiheit.
In der Bezirksregion gibt es acht öffentliche Spielplätze mit einer Katasterfläche von 30.816 m² und einer Gesamtnettospielfläche von 16.032 m². Die Relation der Quadratmeter der öffentlichen Spielplatzfläche zu den Einwohner_innen liegt in Tempelhof Nord bei 0,7 (Bezirk 0,6, Berlin 0,6).
In der Bezirksregion liegen keine Friedhofsflächen. In der Bezirksregion liegen 12 Kleingartenkolonien mit einer Gesamtfläche von 134.787 m² und insgesamt 435 Parzellen.

2.2 Soziale Infrastruktur

In der Bezirksregion Tempelhof Nord liegen die öffentlichen Grundschulen Grundschule auf dem Tempelhofer Feld und Tempelherren-Grundschule, hinzukommt der Standort der Hugo-Gaudig-Schule (ISS). Das Einzugsgebiet der Paul-Simmel-Grundschule (Bezirksregion Tempelhof Südwest) reicht bis in die Bezirksregion Tempelhof Nord und umfasst das Tempelhofer Feld bis zum Columbiadamm und Tempelhofer Damm.
In der Bezirksregion liegt die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung JUGI Hessenring (freier Träger). Ebenso befindet sich hier der Standortort der Seniorenfreizeiteinrichtung Mirelle Mathieu.
Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens befinden sich gegenwärtig die Notunterkunft Tempelhofer Feld Parkplatz 3 und die Gemeinschaftsunterkunft Columbiadamm (beide LfG).

3 Geschützte und geförderte Gebiete

Ein Teil der Bezirksregion ist durch eine Erhaltungsvorordnung nach §172 BauGB zum Erhalt der städtebaulichen Eigenart (Gebiet: Neu-Tempelhof) geschützt. Das Fördergebiet Stadtumbau Schöneberg-Südkreuz reicht bis in die Bezirksregion Tempelhof Nord (General-Pape-Straße).

4 Umweltgerechtigkeit

Im Zuge der Untersuchungen zur Umweltgerechtigkeit zeigte der Planungsraum Gontermannstraße keine starke Belastung auf, der Planungsraum Paradestraße wies eine zweifache Belastung aufgrund einer hohen Lärmbelastung auf Grundlage des Gesamtverkehrs und einer hohen thermischen Belastung auf.

5 Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2023

Im Monitoring Soziale Stadtentwicklung (MSS) wiesen die Planungsräume in der Bezirksregion folgenden Status-/Dynamik Indizes auf:
  • Gontermannstraße: Status mittel / Dynamik stabil (2 +/-)
  • Paradestraße: Status mittel / Dynamik negativ (2 -)

6 Download Kurzprofil

  • Kurzprofil Tempelhof Nord (074007)

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    PDF-Dokument (3.7 MB) - Stand: Stand: 31.12.2025

Modellprojekt – Regionale Vorhabenliste Tempelhof Nord

In der Bezirksregion Tempelhof Nord befinden sich derzeit zahlreiche Vorhaben in Planung und Umsetzung. Diese werden von unterschiedlichen Träger_innen realisiert – vom Bezirksamt über die Senatsverwaltung und landeseigene Unternehmen der öffentlichen Daseinsvorsorge bis hin zu freigemeinnützigen Träger_innen.
Die Vielzahl der Projekte und beteiligten Akteur_innen in Tempelhof Nord führt zu einer hohen Komplexität. Um den Überblick zu erleichtern, wurde das Modellprojekt „Regionale Vorhabenliste Tempelhof Nord“ 2025 vom Raum für Beteiligung Tempelhof-Schöneberg ins Leben gerufen. Es dient einerseits dem Informationsaustausch zwischen den unterschiedlichen Vorhabenträger_innen und schafft andererseits Transparenz sowie Orientierung für Anwohnende und die interessierte Öffentlichkeit in Tempelhof.
Die Regionale Vorhabenliste Tempelhof Nord, als erstes Ergebnis des Modellprojekts, ist nun veröffentlicht. Die Vorhabenliste stellt in Form von Steckbriefen Informationen zu laufenden und geplanten Vorhaben in der Region – von Bau- und Infrastrukturmaßnahmen über Grün- und Freiraumprojekte bis hin zu Veränderungen in den Bereichen Mobilität, Klima und Gesundheit – zusammen. Sie ergänzt damit als Modellprojekt die bereits bestehende Vorhabenliste des Bezirks Tempelhof-Schöneberg um eine kleinräumige, detaillierte Übersicht zu größeren laufenden und geplanten Baumaßnahmen in Tempelhof Nord.
Anwohnende, Initiativen, lokale Akteur_innen und weitere Interessierte sind herzlich eingeladen, einen Blick in die Regionale Vorhabenliste Tempelhof Nord zu werfen und sich über die Planungen und Umsetzungen in ihrem direkten Lebensumfeld zu informieren. Die Vorhabenliste ist sowohl vor Ort im Raum für Beteiligung Tempelhof-Schöneberg zu den Öffnungszeiten einsehbar als auch digital verfügbar.

  • Vorhaben Tempelhof Nord (Modellprojekt)

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    PDF-Dokument (2.2 MB) - Stand: 11/2025

Koordination und Beteiligung

Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination (OE SPK)

SPK DK

Herr Binner
Datenkoordination

SPK RK3

Frau Heger

Bezirksregionen Tempelhof Nord, Tempelhof Südwest und Tempelhof Südost