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Profil der Bezirksregion Schöneberg Nordwest

1 Beschreibung der Bezirksregion

Lage

Die Bezirksregion Schöneberg Nordwest liegt an der nördlichen Spitze des Bezirks Tempelhof-Schöneberg und grenzt dort entlang der Kurfürstenstraße an den Bezirk Mitte. Im Süden endet die Bezirksregion an der Hohenstaufenstraße / Pallasstraße. Westlich reicht die Bezirksregion bis zur Grenze des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf entlang der Bambergerstraße / Etalerstraße / Nürnbergerstraße, die östliche Grenze verläuft entlang der Potsdamer Straße. Die Bezirksregion liegt innerhalb des S-Bahnrings.

Bebauung der Siedlungsflächen

Die Bezirksregion Schöneberg Nordwest ist dicht bebauter und gesamtflächig bewohnter Innenstadtbereich. Die Wohnbebauung besteht Großteils aus Blockbebauung der Gründerzeit, die zum Teil massive Veränderungen erfahren hat. Ergänzt wird die Wohnbebauung durch eine Großsiedlung (Pallasstraße) der 60er-80er Jahre.

Merkmale

Die Bezirksregion Schöneberg Nordwest wird von zahlreichen Geschäftsstraßen und zentralen Umschlagplätzen geprägt. Der Wittenbergplatz bildet das Tor zur Westberliner Innenstadt und definiert den urbanen Charakter des Gebiets. Rund um den Nollendorfplatz befindet sich zudem der überregional bekannte Regenbogenkiez, ein Schwerpunkt im queeren Nachtleben Berlins. In der Region liegen die Standorte von drei öffentlichen Grundschulen. Der Winterfeldplatz wird als Marktplatz genutzt, der Markt ist etabliert und wird gut besucht.

Verkehrsanbindung

Die Bezirksregion Schöneberg Nordwest ist mit drei Stationen an das U-Bahnnetz angebunden (U1, U2, U3, U4). Entlang der U-Bahn-Trasse verlaufen die Verkehrsstraße Bülow-/Kleiststraße, die ab dem Wittenbergplatz zur Tauentzienstraße werden (ost-west). Die von Norden nach Süden verlaufenden Straßen An der Urania bzw. die Martin-Luther-Straße sind übergeordnete Straßenverbindungen (StEP II). Die an der östlichen Grenze verlaufende Potsdamer Straße ist eine großräumige Straßenverbindung (StEP I).

Besonderheiten

In der Bezirksregion Schöneberg Nordwest liegen die durch eine Erhaltungsverordnung zum Schutz der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung geschützten Gebiete Wittenbergplatz und Schöneberger Norden. Außerdem liegt das durch eine Erhaltungsverordnung zum Schutz der städtebaulichen Eigenart geschützte Gebiet Maaßenstraße in der Bezirksregion. In der Bezirksregion liegt ein Teil des Gebiets Bülowstraße und das Gebiet Wohnen am Kleistpark aus dem Programm Großsiedlungen.

Zusammenfassung der Datenlage

  • In der Bezirksregion Schöneberg Nordwest leben 7,4 % der Einwohner_innen von Tempelhof-Schöneberg.
  • Der Anteil der Einwohner_innen mit einer Wohndauer von mehr als fünf Jahren an derselben Adresse liegt unter dem bezirklichen Vergleichswert.
  • Die Einwohnerzahl hat sich in der Bezirksregion im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor positiv entwickelt.
  • Das Durchschnittsalter liegt über dem bezirklichen Vergleichswert und ist in den letzten fünf Jahren gestiegen.
  • Der Anteil der unter 18-Jährigen liegt unter dem bezirklichen Vergleichswert und hat sich in den letzten fünf Jahren negativ entwickelt.
  • Der Anteil der 65-Jährigen und Älteren liegt unter dem bezirklichen Vergleichswert und ist in den vergangenen fünf Jahren gestiegen.
  • Der Anteil der Ausländer_innen liegt deutlich über dem bezirklichen Vergleichswert und ist den vergangenen fünf Jahren leicht gestiegen.
  • Die Indikatoren zu Armutsrisiken liegen in der Bezirksregion über den bezirklichen Vergleichswerten.
  • Ein Großteil der Bezirksregion ist durch eine Erhaltungsverordnung nach §172 BauGB zum Erhalt der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung geschützt (Gebiet Schöneberger Norden). Rund um die Maaßenstraße gilt zu dem einer Erhaltungsverordnung zum Schutz der städtebaulichen Eigenart (Gebiet Maaßenstraße).
  • Das Quartiersmanagementgebiet Bülowstraße, das einen Teil der Bezirksregion umfasste, wurde nach 21 Jahren Quartiersmanagement verstetigt.
  • Die Untersuchungen zur Umweltgerechtigkeit weisen für alle drei Planungsräume in der Bezirksregion schlechte Werte in der Grünversorgung auf, die Planungsräume Wittenbergplatz und Frobenstraße weisen zudem hohe Luftbelastungswerte und hohe Werte der thermischen Belastung auf. Der Planungsraum Frobenstraße gilt als vierfach belastet, da hier auch ein niedriger Status-Index im Monitoring Soziale Stadtentwicklung (MSS) 2021 vorlag.
  • Alle drei Planungsräume in der Bezirksregion weisen im Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2023 den Status-Index: mittel und den Dynamik-Index: stabil (2+/-) auf.

1.1 Wohndauer

Der Anteil der Einwohner_innen mit einer Wohndauer von mehr als fünf Jahren an derselben Adresse liegt in der Bezirksregion 2,7 Prozentpunkte unter dem bezirklichen Vergleichswert. Der Anteilswert ist in der Bezirksregion im Vergleich zum Stand fünf Jahre gestiegen, der bezirkliche Vergleichswert ist in diesem Zeitraum minimal zurückgegangen.
Der Planungsraum Frobenstraße weist einen höheren Anteilswert an Einwohner_innen mit einer Wohndauer von mindestens fünf Jahren Wohndauer auf als die Bezirksregion, hier ist der Anteilswert in den vergangenen fünf Jahren um mehr als einen Prozentpunkt zurückgegangen. Im Planungsraum Wittenbergstraße ist der Anteilswert auch leicht höher als in der Bezirksregion und in den vergangenen fünf Jahren um mehr als zwei Prozentpunkte gestiegen.

1.2 Entwicklung der Einwohnerzahl

Die Einwohnerzahl ist in der Bezirksregion im Vergleich zum Jahr zuvor (t-1) in der Bezirksregion stärker gewachsen als im Bezirk, im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist die Einwohnerzahl in der Bezirksregion ebenso gestiegen, aber in geringerem Umfang als im Bezirk.
Im Planungsraum Frobenstraße ist sowohl im Vergleich zum Vorjahr als zum Stand fünf Jahre zuvor ein stärkerer Anstieg der Einwohnerzahl zu verzeichnen als im Bezirk.

1.3 Demografie

Das Durchschnittsalter in der Bezirksregion liegt bei 44,8 Jahren und somit 0,7 Jahre über dem bezirklichen Vergleichswert. Im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist das Durchschnittsalter in der Bezirksregion um 0,7 Jahre gestiegen, der bezirkliche Vergleichswert hat sich in diesem Zeitraum kaum verändert.
Der Anteil der unter 18-Jährigen an den Einwohner_innen liegt in der Bezirksregion deutlich unter dem bezirklichen Vergleichswert, im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist die Anzahl der unter 18-Jährigen in der Bezirksregion gesunken, der Anteil an den Einwohner_innen ist um 0,7 Prozentpunkte zurückgegangen geblieben. Im Bezirk ist in diesem Zeitraum der Anteil der unter 18-Jährigen an den Einwohner_innen konstant geblieben. Die Bezirksregion Schöneberg Nordwest weist im Vergleich der Bezirksregionen in Tempelhof-Schöneberg den niedrigsten Anteil an unter 18-Jährigen an den Einwohner_innen auf.

Der Anteil der Einwohner_innen im Alter von 65 Jahren und mehr an den Einwohner_innen liegt in der Bezirksregion leicht unter dem bezirklichen Vergleichswert. In den fünf vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Einwohner_innen in dieser Altersgruppe in der Bezirksregion erhöht und ihr Anteil an den Einwohner_innen zugenommen. Im Bezirk ist in diesem Zeitraum der Anteil dieser Altersgruppe an den Einwohner_innen in diesem Zeitraum konstant geblieben.

1.4 Ausländer_innen

Der Anteil der Ausländer_innen an den Einwohner_innen liegt in der Bezirksregion deutlich über dem bezirklichen Vergleichswert. Im Vergleich der Bezirksregionen in Tempelhof-Schöneberg weist die Bezirksregion Schöneberg Nordwest den höchsten Anteil an Ausländer_innen auf. Im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist die Anzahl der Ausländer_innen in der Bezirksregion und ihr Anteil an den Einwohner_innen gestiegen. In diesem Zeitraum ist der bezirkliche Vergleichswert deutlich stärker gestiegen.
Im Planungsraum Wittenbergplatz ist der Ausländer_innenanteil geringer als in den Planungsräumen Kalckreuthstraße und Frobenstraße, der Anteilswert liegt aber in allen drei Planungsräumen über dem bezirklichen Vergleichswert.

12,0 % der Ausländer_innen in der Bezirksregion haben die türkische Staatsangehörigkeit, 10,5 % sind Staatsbürger_innen der Ukraine, alle anderen Staatsangehörigkeiten haben Anteile unter 5%. Im Bereich über 3% sind die Russische Föderation (4,6%), Polen (3,9%), Rumänien (3,2% und die Vereinigten Staaten (3,2%) zu nennen.

In der Bezirksregion Schöneberg Nordwest weisen 57,4 % der Einwohner_innen das statistische Merkmal “mit Migrationshintergrund” auf. Auch bei diesem Merkmal sind die Türkei und die Ukraine die Staaten mit den größten Anteilen an den Herkunftsgebieten.

1.5 Armutsrisiken

Die Armutsrisiken können anhand von drei Kernindikatoren bemessen werden:
  • D4 – Anteil Personen in Bedarfsgemeinschaften nach SGB II an Einwohner_innen unter der Regelaltersgrenze
  • D5 – Anteil Personen in Bedarfsgemeinschaften nach SGB II im Alter unter 15 Jahren an Einwohner_innen unter 15 Jahren
  • D6 – Anteil Empfänger_innen von Grundsicherung (außerhalb von Einrichtungen) nach SGB XII über der Regelaltersgrenze an Einwohner_innen dieser Altersgruppe

In der Bezirksregion Schöneberg Nord liegen alle drei Indikatoren über den bezirklichen Vergleichswerten. Insbesondere der Anteil der Empfänger_innen von Grundsicherung im Alter ist deutlich erhöht.

Im Vergleich der Planungsräume zeigt der Planungsraum Wittenbergplatz eher geringe Ausprägung der betrachteten Kernindikatoren, in den Planungsräumen Kalckreuthstraße und Frobenstraße liegen die Indikatorwerte deutlich über den bezirklichen Vergleichswerten. Hier zählen mehr als ein Drittel der unter 15-Jährigen als Personen in Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II. Im Planungsraum Frobenstraße sind mehr als ein Viertel der Personen im Alter über der Regelaltersgrenze Empfänger_innen von Leistungen der Grundsicherung im Alter nach SGB XII.

2 Soziale und grüne Infrastruktur

2.1 Grüne Infrastruktur

In der Bezirksregion liegen die öffentlichen Grünanlagen Viktoria-Luise-Platz (Gartendenkmal), der Ursula-Mamlok-Park und der Lilli-Flora-Park (Pallasstr. 7).
In der Bezirksregion gibt es 12 öffentliche Spielplätze mit einer Katasterfläche von 16.283 m² und einer Gesamtnettospielfläche von 12.129 m². Die Relation der Quadratmeter der öffentlichen Spielplatzfläche zu den Einwohner_innen liegt in Schöneberg Nordwest bei 0,5 (Bezirk 0,6, Berlin 0,6).
In der Bezirksregion liegen keine Friedhofsflächen und keine für Kleingärten genutzte Flächen.

2.2 Soziale Infrastruktur

In der Bezirksregion liegen die Standorte von drei öffentlichen Grundschulen: Finow-Grundschule, Werbellinsee-Grundschule und Spreewald-Grundschule, eine vierte Grundschule, die Scharmützelsee-Grundschule, liegt direkt an der Grenze zur Bezirksregion Schöneberg Südwest (072003), ihr Einzugsgebiet umfasst den unteren südlichen Teil des Planungsraumes Wittenbergplatz. Ebenso liegt die Georg-von-Giesche-Schule, eine integrierte Sekundarschule (ISS) direkt auf der Grenze zur Bezirksregion Schöneberg Südwest.
Neben den öffentlichen Schulen liegt in der Bezirksregion Schöneberg Nordwest auch der Standort der katholischen St. Franziskus Schule, einer integrierten Sekundarschule, der Standort liegt nahe am Übergang zur Bezirksregion Schöneberg Nordost (071002). Am nördlichen Rand der Bezirksregion liegt der Standort des Volkshochschule-Kolleg Schöneberg. Außerdem liegt der Standort der kombinierten beruflichen Schule des Lette-Vereins in der Bezirksregion.
In der Bezirksregion Schöneberg Nordwest liegen die Standorte der durch freie Träger betriebenen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen Villa Schöneberg und Juxikus. Im Bereich der Seniorenfreizeitstätten werden in der Bezirksregion Schöneberg Nordwest durch den Nachbarschaftstreffpunkt HUZUR Angebote bereitgehalten. In der Bezirksregion befindet sich auch das Nachbarschafts- und Familienzentrum Kurmark.

3 Geschützte und geförderte Gebiete

Ein Großteil der Bezirksregion ist durch eine Erhaltungsverordnung nach §172 BauGB zum Erhalt der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung geschützt (Gebiet Schöneberger Norden). Rund um die Maaßenstraße gilt zu dem einer Erhaltungsverordnung zum Schutz der städtebaulichen Eigenart (Gebiet Maaßenstraße).
Das Quartiersmanagementgebiet Bülowstraße, das einen Teil der Bezirksregion umfasste, wurde nach 21 Jahren Quartiersmanagement verstetigt.

4 Umweltgerechtigkeit 2023/2024

Die Planungsräume in der Bezirksregion fallen in den Untersuchungen zur Umweltgerechtigkeit alle durch schlechte Grünversorgungswerte und hohe Luftbelastungen durch Stickstoffdioxid auf. Zwei Planungsräume weisen zudem noch hohe thermische Belastungen auf. Ein Planungsraum zudem einen niedrigen/sehr niedrigen Status (MSS siehe unten).

5 Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2023

Im Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2023 wurden die Planungsräume wie folgt zugeordnet:
Wittenbergplatz – gut / stabil (2+/-)
Kalckreuthstraße – gut / stabil (2+/-)
Frobenstraße – gut / stabil (2+/-)

6 Download Kurzprofil

  • Kurzprofil Schöneberg Nordwest (071001)

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    PDF-Dokument (4.1 MB) - Stand: 31.12.2025

Koordination und Beteiligung

Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination (OE SPK)

SPK DK

Herr Binner
Datenkoordination

SPK RK1

Herr Gesell

Bezirksregionen Schöneberg Nordwest, Schöneberg Nordost und Schöneberg Südwest