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Pilotprojekte

Nachtlichter im Regenbogenkiez

Hinschauen, wo andere weggucken

Parallel zum Team Nachtbürgermeister startete mit den Nachtlichtern ein zweites Pilotprojekt. Auch die Nachtlichter sind unter dem Titel place hosts bereits erfolgreich in Amsterdam aktiv, und haben zusammen mit dem night mayor die Sicherheit im Ausgehviertel Rembrandtplein verbessert. Die Nachtlichter werden im Auftrag des Bezirksamtes von der think SI 3 Unternehmergesellschaft organisiert. In Tempelhof-Schöneberg managt SI 3 bereits erfolgreich die Parkläufer_innen im Nelly-Sachs-Park und im Kleistpark.

Die Hauptaufgabe der Nachtlichter besteht darin, im Regenbogenkiez Präsenz zu zeigen und damit das Sicherheitsgefühl von Anwohner_innen und Besucher_innen zu stärken. Die Nachtlichter sind kein Sicherheitsdienst und haben auch keine Befugnisse wie Polizei oder Ordnungsamt. Nach dem Motto „hinschauen, wo andere weggucken“ sollen die Nachtlichter auf ihren Rundgängen Konflikten vorbeugen. Auch können die Wirte die Nachtlichter unkompliziert benachrichtigen, wenn sie beispielsweise Probleme nach Verlassen der Lokalität befürchten. Allgemein sollen durch frühzeitiges Ansprechen potentielle Streitigkeiten niedrigschwellig geschlichtet werden. Angesichts der aktuellen Abstands- und Hygienemaßnahmen weisen die Nachtlichter auch auf die Einhaltung von bestehenden Regeln im öffentlichen Raum hin.

Die Nachtlichter bestehen aus zwei Teams mit jeweils zwei Personen, welche sich um die Belange der Menschen im Regenbogenkiez kümmern. Von Freitag auf Sonnabend und von Sonnabend auf Sonntag sind die Nachtlichter regulär mit einer Präsenzzeit von 6 Stunden vor Ort. Dazu kommen Feier- und Brückentage.

Kontakt

Teams Nachtlichter (zu den genannten Zeiten)
Telefon: 0176 619 05 900
E-Mail an das Team Nachtlichter
Internetseite der think SI 3 Unternehmergesellschaft

Impulsgruppen Regenbogenkiez

Zur Einbindung aller Beteiligten werden seit Projektbeginn der kiezorientierten Gewalt- und Kriminalitätsprävention sogenannte Impulsgruppen organisiert und durchgeführt. Bei den Impulsgruppen handelt es sich schwerpunktmäßig um regelmäßige Gesprächskreise, mit den Menschen, die im Kiez wohnen und arbeiten und die aufgrund ihrer Arbeitszuständigkeit mit dem Regenbogenkiez und den hier lebenden und sich aufhaltenden Menschen beschäftigt sind (z.B. Bezirksamt, Polizei, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen etc.), vernetzen und über Anliegen, Probleme und Verbesserungsvorschläge zu sprechen.

Folgende Impulsgruppen werden zurzeit organisiert:
  • Jugendeinrichtungen
  • EU-Zuwanderung
  • Verwaltung
  • Anwohnende
  • Kleine Wirterunde Spielplatz
  • Gewerbe
  • Medizinische Angebote
  • Kunstgewerbe und Antiquitäten

Streetwork-Projekt

Bereits im September 2019 hat ein Streetwork-Projekt am S- und U-Bahnhof Tempelhof im Auftrag des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg erfolgreich seine Arbeit aufgenommen. Als Träger für das Projekt wurde der Notdienst für Suchtmittelgefährdete und -abhängige Berlin e.V. ausgewählt, da dieser über umfangreiche Erfahrungen verfügt und ein entsprechendes Konzept vorgelegt hat.

Gemeinsam konnten Verwaltung und Träger eine positive Bilanz ziehen. Neben der Sozialarbeit konnten beispielweise auch Grünzüge und Grundstücke vor unerwünschtem Zugang eingeschränkt werden. Die Situation am S- und U-Bahnhof Tempelhof konnte mit dem Streetwork-Projekt und dem Engagement der dort beteiligten Akteure, wie Eigentümern, Deutsche Bahn und BVG, verbessert werden. Dabei sollen bestehende Probleme nicht verdrängt, sondern Hilfen angeboten werden. Das Projekt wird schwerpunktmäßig nach Bedarf und vorhandenen Ressourcen auch auf andere Regionen im Bezirk ausgeweitet.

Unter der Leitung der Bezirksbürgermeisterin wurde auch ein Kiezpräventionsrat Tempelhof durchgeführt. In einem gemeinsamen Gespräch von Abteilungen des Bezirksamtes, der Berliner Polizei über BVG bis hin zur Deutschen Bahn und der BSR erfolgte eine erste Abstimmung über Maßnahmen am und um den Bahnhof herum. Zudem wurden eine intensivere Zusammenarbeit und ein regelmäßiger Austausch vereinbart.

Ausschlaggebend für das Projekt waren immer wieder Meldungen über die Zustände am dortigen Bahnhof über Drogen, Müll und Kriminalität. Daher wurde der S- und U-Bahnhof von der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler in den Aktionsraum der kiezorientierten Gewalt- und Kriminalitätsprävention mit aufgenommen.