In diesem Themenfeld geht es darum, verschiedene technische Varianten der Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien und Abwärme und der energetischen Sanierung – auch hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit – zu vergleichen und für eine Umsetzung im Schöneberger Norden zu optimieren. Dabei sollen ein modulares Baukastensystem und ein Fahrplan entstehen, mit dem die Wärmeversorgung in innerstädtischen Bestandsquartieren schrittweise klimaneutral werden kann.
Forschungsprojekt WärmSchöN: Wärmewende im Schöneberger Norden
Bild: IÖW
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Projektbeschreibung
Die Wärmeplanung in Berlin sieht für viele innerstädtische Bestandsquartiere ohne bestehende Fernwärme eine netzgebundene Nahwärmeversorgung auf Basis lokaler Quellen aus erneuerbaren Energien und Abwärme vor. Solche lokalen Netze zu initiieren und umzusetzen, ist aufgrund zahlreicher Hemmnisse bisher allerdings kein Selbstläufer. Eine zentrale Herausforderung liegt darin, dass für das Gelingen von Quartierslösungen viele Akteure zusammenarbeiten müssen.
Das Projekt WärmSchöN befasst sich am Beispiel eines Quartiers im Schöneberger Norden mit klimaneutraler und sozialverträglicher netzgebundener Wärmeversorgung in innerstädtischen Bestandsquartieren mit geringer Flächenverfügbarkeit. Es untersucht, welche Prozesse und Werkzeuge notwendig sind, damit Bezirk und Land im Zusammenspiel mit lokalen Akteuren solche Lösungen initiieren und unterstützen können.
Das Projektteam entwickelt Lösungen in vier Themenfeldern:
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Technologische Versorgungslösungen und deren Optimierung
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Aktivierung und Kooperation der professionellen Akteure sowie geeignete Finanzierungs- und Betreibermodelle
Hier wird untersucht, wie verschiedene Akteure (u. a. kommunale Unternehmen, Wohnungs- und Energiewirtschaft, lokales Gewerbe, Eigentümer*innen relevanter Flächen und Gebäude) bei der Umsetzung von Wärmenetzen im Quartier zusammenarbeiten können, und welche Unterstützung sie dabei brauchen. So sollen Vorgehensweisen für die Ansprache von Akteuren und Kooperationsmodelle für Finanzierung und Betrieb lokaler Wärmenetze entwickelt werden, die auch auf andere Quartiere übertragbar sind.
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Beteiligung, Akzeptanz und Sozialverträglichkeit
Hier geht es darum, herauszufinden, welche Bedürfnisse Bewohner_Innen im Kontext der Wärmewende im Quartier haben und wie sie in die Entwicklung und Umsetzung von Quartierskonzepten eingebunden werden können. In Fokusgruppen wird unter anderem diskutiert, wie die Wärmewende im Quartier bezahlbar und sozialverträglich gestaltet werden kann, und wie eine finanzielle Beteiligung von Anwohnenden aussehen könnte. Gemeinsam mit Multiplikator_Innen für verschiedene Zielgruppen wird ein Kommunikations- und Beteiligungskonzept entwickelt, das auch über das Quartier hinaus für eine partizipative und sozialverträgliche Umsetzung der Wärmplanung angewandt werden kann.
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Handlungsmöglichkeiten und Prozesse der öffentlichen Hand
Hier wird definiert, welche Prozesse es zwischen Land und Bezirksamt, innerhalb des Bezirksamts, sowie zwischen Bezirksamt und externen Akteuren braucht, damit Quartierswärmenetze entstehen können. Im Fokus steht dabei auch, wie Flächen für Energieerzeugung und –infrastrukturen verfügbar gemacht werden können. Im Zuge des Projekts sollen rechtliche Rahmenbedingungen und Zuständigkeiten im Bezirksamt geklärt werden. Zusätzlich wird ein Instrumentenkasten entwickelt, der auch andere Bezirke bei der Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung unterstützen soll.
Das IÖW und das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg koordinieren das transdisziplinäre Projekt gemeinsam und bearbeiten es in enger Kooperation mit der TU Berlin und Gewobag ED sowie den assoziierten Partnern Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Berlin, und der AG Wärmewende des Quartiersrats Schöneberger Norden.
Aufbauend auf den Erfahrungen und Lösungen im Schöneberger Norden sollen die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse und Werkzeuge dazu beitragen, die Umsetzung erfolgreicher Wärmeversorgungslösungen in Bestandsquartieren zu fördern. Zu diesem Zweck werden übergreifende Empfehlungen als Blaupausen für Praxisakteure in weiteren Quartieren und Kommunen aufbereitet und bereits bestehende Instrumente validiert und weiterentwickelt. Die Projektergebnisse werden für unterschiedliche Zielgruppen aufgearbeitet und werden nach und nach auf dieser Webseite zu finden sein.
Projektpartner
Koordination durch:
- Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) GmbH, gemeinnützig
- Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg
Projektpartner:
- Gewobag Energie- und Dienstleistungsgesellschaft mbH
- Technische Universität Berlin – Hermann-Rietschel-Institut
- Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
- AG Wärmewende des Quartiersrat Schöneberger Norden
Kontakt
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg
John-F.-Kennedy-Platz 1,10825 Berlin
Ansprechpartner: Jan Wedekind
Telefon: (030) 90277-1535
E-Mail an Jan Wedekind
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung IÖW
Potsdamer Straße 105, 10785 Berlin
Ansprechpartnerin: Dr. Julika Weiß
Telefon: (030) 884 594-0
E-Mail an Julika Weiß
Bild: IÖW
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Projektflyer WärmSchöN
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