Am 20. März 2026 weihte Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann eine neue Informationstafel am Rande des Parks am Gleisdreieck ein. Die Tafel nahe der Dennewitzstraße erinnert an die Ofenbaufirma H. Kori GmbH, die während der NS-Zeit eine zentrale Rolle bei der Ausstattung der Krematorien in den Konzentrations- und Vernichtungslagern spielte. Die Tafel wurde mit einem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg initiiert.
Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann:
„Die Geschichte der Firma H. Kori zeigt, dass nicht nur politische Entscheider, sondern auch Handlanger und Mitläufer die Geschichte prägen. Es ist daher auch in diesen Tagen wieder wichtig, genau hinzusehen, zu prüfen und zu hinterfragen, um nicht Gefahr zu laufen, sich der Mittäterschaft schuldig zu machen. Indem wir uns den dunklen Kapiteln unserer Geschichte stellen, können wir für die Gegenwart lernen und hoffentlich verhindern, dass sich solche Gräueltaten wiederholen.“
Die Besuchenden der Veranstaltung am Freitagnachmittag folgten interessiert den Ausführungen des Lokalhistorikers Norbert Peters, der ehrenamtlich zur Geschichte des Stadtraums zwischen Yorckstraße und Anhalterbahnhof forscht und umfangreich Auskunft über die Firmengeschichte von Kori gab. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Schülern der Studienvorbereitung der bezirklichen Leo Kestenberg Musikschule.