Mitten im heutigen Stadtalltag liegt das ehemalige SA-Gefängnis in der Papestraße – ein Ort, der über Jahrzehnte kaum im öffentlichen Bewusstsein präsent war. Als frühes Instrument nationalsozialistischer Gewalt war es Schauplatz politischer Verfolgung und zugleich Teil des Alltagsraums einer Berliner Nachbarschaft. Seine Geschichte ist untrennbar mit dem Gebäude, seiner Umgebung und den Lebenswegen der Menschen verbunden, die hier lebten, arbeiteten oder inhaftiert waren.
In drei Kapiteln spannt die Ausstellung einen Bogen vom Inneren des Hauses über seine direkte Umgebung bis zum gesamten Kiez. Entlang von Kontinuitäten, Brüchen und Neuanfängen erzählt sie eine Geschichte dieser Nachbarschaft. Historische Fotografien und Karten, Interviews und künstlerische Zugriffe bieten den Besuchenden Einblicke in die vielfältigen Lebensbiografien und politischen Entwicklungen über fast 100 Jahre Schöneberger Geschichte hinweg.
Programm zur Ausstellungseröffnung am 11. März 2026
Moderation:
- Dr. Irene von Götz, Leiterin der Museen Tempelhof-Schöneberg
Begrüßung:
- Tobias Dollase, Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Weiterbildung und Kultur
- Dr. Irmgard Zündorf, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Zur Ausstellung:
- Anna-Lena Almstedt und Sara Zarreh Hoshyari Khah, Studierende der FU Berlin
Die Ausstellung ist eingeschränkt barrierefrei zugänglich und auf Englisch verfügbar. Weitere Informationen finden Sie auf der Website zum Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße.
Pressebesichtigungen können zwischen dem 9. und 10. März 2026 vereinbart werden. Eine Auswahl von Pressefotos wird gerne auf Anfrage zugesandt.