Mit der Aufstellung von roten Bänken mit der Aufschrift „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ setzt das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Auf dem Grazer Platz, dem Wartburgplatz und im Heinrich-Lassen-Park sind die Bänke bereits aufgestellt. In folgenden weiteren Grünanlagen ist die Aufstellung roter Bänke geplant: Alice-Salomon-Park, Alboinplatz, Volkspark Mariendorf, Teltow Kanal (Süd), Lichtenrader Graben West, Gutspark Marienfelde, Grünanlage Familie-Lewinson-Park (Spielplatz).
Die Bänke sind zusätzlich zum Schriftzug mit Aufklebern versehen, auf denen ein QR-Code zum Hilfetelefon des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben führt. Ebenfalls abgebildet ist das internationale „Hilfe-Handzeichen“.
Das Bezirksamt plant, künftig alle bestehenden Roten Bänke mit dem Schriftzug „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ mit entsprechenden Aufklebern zu versehen.
Hintergrund:
Das Projekt „La Panchina Rossa“ (Die Rote Bank) wurde 2016 in Italien ins Leben gerufen, um auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam zu machen und ein öffentlich sichtbares Mahnmal zu schaffen. Seither sind Rote Bänke in vielen italienischen Städten zu sehen.
In Deutschland wurde 2020 in Potsdam die erste Rote Bank aufgestellt. Auch in Tempelhof-Schöneberg steht bereits eine Rote Bank am Grazer Platz.
Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck:
„Gewalt gegen Frauen und Mädchen findet täglich statt – mitten in unserer Gesellschaft. Mit der Aufstellung Roter Bänke setzen wir ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir diese Gewalttaten niemals als Normalität hinnehmen oder tolerieren werden. Dieses Zeichen im öffentlichen Raum schafft Aufmerksamkeit für ein Thema, bei dem wir alle hinsehen sollten.“