Aus insgesamt 18 Einreichungen hat die unabhängige Jury fünf Projekte nominiert, die sich in besonderer Weise für sozialen Zusammenhalt, Teilhabe und ein starkes Miteinander im Bezirk einsetzen. Die Bandbreite der Projekte reicht von niedrigschwelligen Beratungsangeboten und kulinarischen Begegnungsformaten über inklusive Bewegungsangebote bis hin zu Initiativen, die Nachbarschaftsarbeit stärken, Gemeinschaftsräume schaffen oder marginalisierten Gruppen Sichtbarkeit geben.
Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann:
„Einsamkeit ist ein gesellschaftliches Problem, das die Gesundheit, das Wohlbefinden und am Ende auch den demokratischen Zusammenhalt beeinträchtigt. Aber die Lösungen entstehen genau dort, wo Menschen einander begegnen: in unseren Nachbarschaften, Vereinen, Projekten und Kiezen. Die nominierten Initiativen zeigen eindrucksvoll, wie Engagement vor Ort Isolation durchbricht und Gemeinschaft stärkt. Sie machen unseren Bezirk lebenswerter, für alle Generationen.“
Als Ehrengast wird Lisa Paus, Bundesministerin a. D., erwartet. Während ihrer Amtszeit im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat sie die Nationale Strategie gegen Einsamkeit maßgeblich geprägt. Mit der Gründung des Kompetenznetzes Einsamkeit (KNE) und dem nationalen Einsamkeitsbarometer hat sie das Thema bundesweit politisch verankert und aus der Tabuzone geholt. Ihr Besuch unterstreicht die Bedeutung einer starken kommunalen Umsetzung: Tempelhof-Schöneberg verknüpft die bundespolitischen Impulse mit konkretem lokalem Engagement, unmittelbar in den Kiezen, in den Nachbarschaften, bei den Menschen.
Christine Fidancan, Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement:
„Freiwilliges Engagement ist das Fundament einer solidarischen Stadtgesellschaft. Die nominierten Projekte beweisen, wie viel Kraft entsteht, wenn Menschen füreinander Verantwortung übernehmen. Ihr Einsatz zeigt, dass Zusammenhalt nicht abstrakt ist, sondern jeden Tag im Kleinen gelebt wird und damit wesentlich zur sozialen Gesundheit und Teilhabe unserer Nachbarschaften beiträgt.“
Folgende Projekte werden an diesem Tag ausgezeichnet:
- Dorfcafé – Bolu Ajibawo
- Eine Prise Menschlichkeit – Über den Tellerrand e.V.
- Inklusiver Spaziergang und gesundes Essen – Wajekama Inklusion gGmbH
- Kiezladen Miteinander – Futur:ista e.V.
- L-Support – L-SUPPORT e.V.
Der 1. Preis ist mit 1.000 Euro dotiert, der 2. Preis mit 500 Euro. Drei weitere Projekte erhalten Anerkennungsurkunden.
Der Gemeinschaftspreis würdigt nicht nur herausragendes Engagement, sondern soll auch die Vernetzung zwischen Engagierten, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft stärken und die kommunale Umsetzung der Nationalen Einsamkeitsstrategie weiter voranbringen.