Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann besuchte im Rahmen seiner Unternehmensgespräche die Atelier Gardens GmbH & Co. KG in der Oberlandstraße in Tempelhof – ein Kulturkraftwerk mit Nachhaltigkeitsgeist.
Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann zum Unternehmen:
„Atelier Gardens zeigt eindrucksvoll, wie ein historischer Filmstandort zu einem lebendigen Campus verschmolzen ist, der Nachhaltigkeit, Kreativität und Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt. Solche Orte prägen den Bezirk und zeigen, wie Wirtschaft, Kultur und Umweltschutz Hand in Hand gehen können.“
Mit dem Besuch bei Atelier Gardens setzt Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann seine regelmäßigen Unternehmensgespräche fort. Ziel dieser Besuche ist es, den direkten Austausch mit den Unternehmen im Bezirk zu fördern, Einblicke in innovative Projekte zu gewinnen und die wirtschaftliche Entwicklung Tempelhof-Schönebergs aktiv zu begleiten.
Heute, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Freizeit- und Erholungsgebiet des Flughafens Tempelhof, sorgt das Unternehmen für eine moderne Form der Unterhaltungskultur. Ein vielseitiger Veranstaltungskalender bietet regelmäßige Events und bewirbt unter anderem das beliebte Freiluftkino vor Ort. Am 13. und 14. Dezember 2025 öffnet Atelier Gardens die Pforten für einen ersten Wintermarkt mit nachhaltigen Produkten und Geschenkideen.
Der 2,5 Hektar große Campus blickt auf eine lange Geschichte zurück: Bereits 1913 errichtete hier die „Literaria-Film“ das erste Filmatelier. Vier Jahre später wurde die Universum Film AG (Ufa) gegründet. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das Gelände zu einem bedeutenden Zentrum der deutschen Filmgeschichte. Doch auch dieser Ort blieb von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs nicht verschont. Die Ateliers wurden teilweise stark beschädigt.
Für Projekte zur Förderung von Umweltschutz und ökologischer Regeneration wurde Atelier Gardens neben nachhaltigen Baurekonstruktionen in den vergangenen Jahren mehrfach ausgezeichnet.
Nach Kriegsende unterstützten die Alliierten den Wiederaufbau, da sie an der Synchronisation von Filmen interessiert waren. Zwischen 1958 und 1961 entstanden in den Tempelhofer Ateliers zehn Spielfilme, bevor die Produktion eingestellt wurde. Anschließend nutzte der Sender Freies Berlin (SFB) die Studios für TV-Produktionen und das ZDF richtete im Studio 4 seine Berliner Produktionsstätte ein. Erfolgreiche Formate wie „Die Hitparade“, „Der große Preis“ und „Kennzeichen D“ wurden hier produziert. Später folgten Sendungen wie „Die Kurt Krömer Show“ und „Circus HalliGalli“.