Ausstellung „Ob die Möwen manchmal an mich denken? – Die Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee“

Pressemitteilung Nr. 403 vom 31.10.2025

Tempelhof-Schöneberger Aktionswochen gegen Antisemitismus 2025

Am Mittwoch, 29. Oktober 2025 fand die Vernissage zur Ausstellung „Ob die Möwen manchmal an mich denken? – Die Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee“ statt. Mit dabei waren Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann, Florian Pfeifer von Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg sowie Kuratorin Dr. Kristine von Soden. Im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus 2025 wird die Ausstellung noch bis zum 28. November 2025 im Rathaus Schöneberg zu sehen sein, begleitet von einer Lesung und Führung mit der Kuratorin Dr. Kristine von Soden.

Ausstellung „Ob die Möwen manchmal an mich denken? – Die Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee“

vom 27. Oktober bis 28. November 2025
auf der Galerie im Rathaus Schöneberg
John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin

Samstag, 8. November 2025 um 18 Uhr
Lesung im John-F.-Kennedy-Saal

Donnerstag, 20. November 2025 um 18 Uhr
Führung durch die Ausstellung

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann betonte in der Vernissage:
„Die Ausstellung zeigt uns deutlich, dass der Antisemitismus nicht erst in der NS-Zeit oktroyiert wurde, sondern Teil der deutschen Geschichte ist. Immer wieder werden falsche Ressentiments weitergetragen und Lügen verbreitet. Insbesondere, wenn politische oder wirtschaftliche Verschlechterungen eintreten und Teile der Bevölkerung einen „Schuldigen“ suchen.
Die Ausstellung von Frau Doktor von Soden zeigen wir im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche gegen Antisemitismus. Sie macht ganz deutlich, wie wichtig es ist wachsam zu sein.“

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten. Schon um 1900, lange vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten, warnen jüdische Zeitungen vor Ostseebädern, in denen jüdische Besucher_innen als unerwünscht galten. Der Antisemitismus fand einen Höhepunkt 1937, als jüdischen Badegästen der Besuch aller Ostseebäder und -strände verboten war.

Die Tempelhof-Schöneberger Aktionswochen gegen Antisemitismus werden von der bezirklichen Partnerschaft für Demokratie organisiert und über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ finanziert.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie auf der Website der Aktionswochen 2025.