Das Thema erschwinglicher Wohnraum ist seit 2024 erstmals ausdrücklich auf der politischen Agenda der Europäischen Union (EU) verankert – ein Meilenstein, der die Debatte um bezahlbaren Wohnraum und die soziale Stadtentwicklung in allen Mitgliedstaaten verändern könnte. Doch was bedeutet dies konkret für Berlin? Welche Chancen, aber auch Konflikte bestehen um das Thema Wohnraum? Mangelt es in Berlin an Flächen oder an der Umsetzung? Wie können europäische Initiativen, die Europäische Union oder HouseEurope! lokale Wohnungsmärkte prägen?
Mit Gaby Bischoff (Mitglied des Europäischen Parlaments), Susanna Kahlefeld (Mitglied des Abgeordnetenhauses), Peter Langer (Politiker in Berlin) und Olaf Grawert (HouseEurope!) wird diskutiert, wie sich europäische Strategien zur Förderung von bezahlbarem, nachhaltigem und gemeinwohlorientiertem Wohnen auf die deutsche Hauptstadt auswirken. Zugleich soll auch Raum für kontroverse Perspektiven bleiben: Während einige Stimmen für eine stärkere Regulierung und öffentliche Verantwortung plädieren, warnen andere wiederum vor zu viel Eingriff in den Markt und pochen auf Eigentumsförderung und private Wohnungsbauinvestitionen durch weniger Regulierung.
Ziel der Veranstaltung ist es, europäische Entwicklungen und Berliner Herausforderungen zusammenzudenken und zu fragen:
- Wie lässt sich das europäische Ziel eines sozialen Wohnens in einer dynamisch wachsenden Metropole wie Berlin umsetzen?
- Welche Instrumente der EU können helfen, den Druck auf die Wohnungsmärkte zu mindern?
- Wo verlaufen die politischen Konfliktlinien zwischen sozialer Verantwortung, Marktlogik und Eigentumspolitik?
Die Reihe „Europa Kontrovers“ wird von der Europa-Union Berlin und der Landesarbeitsgemeinschaft der Europabeauftragten der Berliner Bezirke ausgerichtet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an dieser wichtigen Diskussion teilzunehmen und mit Expert_innen über das Fishbowl-Format zu den Zukunftsfragen des Wohnens ins Gespräch zu kommen.