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Ausstellung „Verblieben. Erinnert. Gesehen. Verstummt. Eine Recherche“ von Maria Sewcz

Pressemitteilung Nr. 362 vom 01.10.2025

In der Ausstellung „Verblieben. Erinnert. Gesehen. Verstummt. Eine Recherche“ setzt sich die Künstlerin Maria Sewcz mit den Hinterlassenschaften ihrer Herkunftsfamilien auseinander. Sie begibt sich mit dieser Ausstellung auf eine persönliche Spurensuche. Ausgangspunkt sind die wenigen Bilder, Dokumente und Fundstücke, die in zufälliger Zusammenstellung und bruchstückhaft die Zeiten überdauert haben.

Ausstellung „Verblieben. Erinnert. Gesehen. Verstummt. Eine Recherche“
Laufzeit: 10. Oktober bis 7. Dezember 2025

Kommunalen Galerie: Haus am Kleistpark | Projektraum
Grunewaldstraße 6/7, 10823 Berlin

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr

Gezeigt werden Fotografien von Wohnorten und Landschaften, von bewahrungswerten Gegenständen ihrer Vorfahren, die sie mit ihren eigenen Erinnerungen abgleicht. Aus diesen Fragmenten versucht die Fotografin das Verbliebene sichtbar zu machen; versucht, sich zu erinnern, zu sehen und vor den verstummenden Geschichten innezuhalten. Es geht um Materialität und Aura, um Beschreibung und Fiktion, um Retrospektive und Selbstbefragung vor dem Hintergrund eines umfassenden Zusammenhanges, von Geschichte.

Maria Sewcz vermeidet bewusst eine lineare Erzählung. Stattdessen präsentiert sie Entwürfe, die die Leerstellen des Überlieferten einbeziehen und zur freien Interpretation einladen. Ihre Fotografien sind visuelle Notizen einer verborgenen wie bewussten Lebensgeschichte. So wie sie selbst nur eine lückenhafte Erzählung vorfand, so fragmentarisch zeigt sich auch die Ausstellung. Im Raum entstehen Verknüpfungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen unbekannten und vertrauten Orten – Verbindungen, die immer wieder neu zusammengesetzt werden können. Diese offene Struktur regt dazu an, eigene Narrative in den gezeigten Alltagsszenen zu entdecken.

  • Tischbeine in Form von Tierbeinen
  • Spiegelungen von Bäumen in einem See
  • Blühender Baum vor einer Hauswand
  • Kleidungsstücke mit Knöpfen

Maria Sewcz (geboren 1960 in Schwerin) studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Bekannt wurde sie bereits durch ihr Portfolio „inter esse“, (Berlin 1985 bis 1987). Die Künstlerin hat zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen erhalten, wie das Stipendium der Deutschen Akademie Villa Massimo, Rom und das Istanbul-Stipendium der Senatsverwaltung für Kultur, Berlin sowie das Stipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn. Ihre Werke sind in bedeutenden Sammlungen wie der Photography Collection, LACMA, Los Angeles, der Sammlung der DZ BANK, Frankfurt am Main oder der Fotografischen Sammlung der Berlinischen Galerie vertreten. Mit ihren Arbeiten hat Maria Sewcz zahlreiche Ausstellungen realisiert, unter anderem auch mit den Ausstellungen „JETZT; BERLIN“ (2016) und „Über Städte“ (2020) im Haus am Kleistpark, Berlin. Zuletzt war sie unter anderem in den Ausstellungen „Ocular Witness: Schweinebewusstsein“ im Sprengel Museum Hannover (2023) und „Berlin, Berlin“ in der Helmut Newton Stiftung Berlin (2024) vertreten.