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Sonderausstellung „Schokolonialismus. Sarotti in Tempelhof“ bis zum 15. Oktober 2025 verlängert

Pressemitteilung Nr. 338 vom 19.09.2025

Aufgrund des anhaltend großen Interesses wird die Ausstellung „Schokolonialismus. Sarotti in Tempelhof“ bis zum 15. Oktober 2025 verlängert.

„Schokolonialismus. Sarotti in Tempelhof“
noch bis zum 15. Oktober 2025

Tempelhof Museum, Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin

Rahmenprogramm: Führung mit Historiker Jonas Busch am Sonntag, 12. Oktober 2025 ab 15:00 Uhr

Der Eintritt ist frei. Es ist keine Anmeldung notwendig.

Kaum ein Lebensmittel erfreut sich so großer Beliebtheit wie Schokolade. Ihre Verbreitung ist untrennbar mit der Expansion des Deutschen Kaiserreiches und wachsenden globalen Warenströmen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbunden. Doch hinter dem wirtschaftlichen Erfolg steht eine oft vergessene Geschichte von Gewalt und kolonialer Ausbeutung.

Berlin spielte über 150 Jahre lang eine bedeutende Rolle in der Schokoladenindustrie. Die Firma Sarotti, seit 1913 in der Tempelhofer Teilestraße ansässig, produzierte in einer damals hochmodernen Fabrik täglich bis zu 300.000 Tafeln. Ein Blick auf Sarotti offenbart die Verflechtungen zwischen Schokoladenproduktion und Kolonialismus.

Die Ausstellung thematisiert die rassistischen Werbestrategien des Unternehmens, die Folgen des Konsums und die bis heute wirksamen Mechanismen der Ausbeutung.

Zahlreiche Schokoladenverpackungen, die von Gästen im Rahmen eines öffentlichen Sammelaufrufs im letzten Jahr übergeben wurden, sind in der Ausstellung als Collage wiederzufinden. Sie veranschaulicht, wie tief Schokolade nicht nur als Genussmittel, sondern auch als Teil der Alltagskultur, in Werbung und Konsumverhalten verankert ist.

Zur Eröffnung im Februar ist eine Ausstellungsdokumentation erschienen, die bei den Museen Tempelhof-Schöneberg erhältlich ist.