Am 11. September 2025 lud die Prisod Wohnheimbetriebs GmbH zum Tag der Offenen Tür in die neue LAF-Unterkunft für Geflüchtete in die Potsdamer Straße. Es kamen viele Anwohner_innen. Aber auch viele Akteure und Mitarbeiter_innen aus den bezirklichen Fachämtern waren vor Ort, um die Unterkunft kennenzulernen und in ihrer Arbeit zukünftig zu unterstützen.
Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann begrüßte die Anwesenden und bedankte sich für die großartige Organisation der Veranstaltung:
„Ich freue mich, dass wir mit dieser neuen Unterkunft dem Ziel einer dezentralen und besseren Unterbringung ein Stück weit nähergekommen sind. Wir brauchen mehr gute Unterkünfte wie diese und weniger Großunterkünfte wie Tegel oder Tempelhof. Ich wünsche dem Prisod-Team viel Erfolg in der wertvollen Arbeit mit geflüchteten Menschen.“
Gleichzeitig erinnerte Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann an die unheilvolle Geschichte des ehemaligen Franck-Hauses:
„In diesem Gebäude manifestiert sich die menschenverachtende Ideologie des Nationalsozialismus. So etwas darf nie wieder passieren. Demokratie ist der Grundstein unserer heutigen Gesellschaft und Demokratie ist die Grundlage für Werte, die insbesondere für den Schutz von Geflüchteten essenziell sind. Jeder Mensch hat laut Grundgesetz eine unveräußerliche Würde. Eine menschenwürdige Unterbringung geflüchteter Menschen ist eine humanitäre Verpflichtung.“
1933 zog die Deutsche Arbeitsfront in dieses Gebäude. Sie zerschlug die freien Gewerkschaften, beschlagnahmte deren Vermögen und schaffte das Streikrecht ab.