Elisabeth Schumacher war Widerstandskämpferin während der nationalsozialistischen Diktatur von 1933 bis 1945. Sie lebte in Tempelhof und galt nach den Nürnberger Gesetzen als „Halbjüdin“, was ihre beruflichen Möglichkeiten erheblich einschränkte. Eine Festanstellung blieb ihr verwehrt, weshalb sie freiberuflich als Grafikerin arbeitete, unter anderem für das Deutsche Arbeitsschutzmuseum.
Sie engagierte sich in der von der Gestapo als „Rote Kapelle“ bezeichneten Widerstandsgruppe – einem Netzwerk, das Informationen an die Alliierten weitergab und nationalsozialistische Verbrechen dokumentierte. Darüber hinaus unterstützte sie jüdische Verwandte mit Lebensmitteln und versuchte, sie vor der Verfolgung zu schützen. Nach der Aufdeckung des Widerstandskreises im September 1942 wurde Elisabeth Schumacher festgenommen, zum Tode verurteilt und am 22. Dezember des Jahres in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Derzeit sind in Tempelhof-Schöneberg lediglich rund 4 Prozent aller Straßen nach Frauen benannt. Mit der konsequenten Um- und Neubenennung von Straßen, Plätzen und Grünanlagen setzt sich das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg für die Würdigung von Frauen in Gesellschaft, Kultur und Geschichte ein. Mit der Benennung der Grünanlage nach Elisabeth Schumacher setzt der Bezirk ein sichtbares Zeichen des Gedenkens und würdigt das Leben und Wirken einer Frau, die unter Einsatz ihres Lebens für Freiheit und Menschlichkeit eintrat.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.