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Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann verleiht Jugendkompetenzpässe an engagierte Schüler_innen - 30 Jahre „Mauer des Gedenkens“

eine große Gruppe von Kindern steht auf einer Bühne

Schüler_innen der Löcknitz-Grundschule wurden mit dem Jugendkompetenzpässe geehrt

Pressemitteilung Nr. 267 vom 18.07.2025

Die aktuellen Steine für die Mauer des Gedenkens auf dem Schulhof der Löcknitz-Grundschule

Am 17.07.2025 hat Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann an der Löcknitz-Grundschule feierlich die Jugendkompetenzpässe an Schüler_innen der sechsten Klasse überreicht, die sich im Rahmen des Projekts „Mauer des Gedenkens“ besonders engagiert haben. Die Veranstaltung, die in enger Zusammenarbeit zwischen der Schule und dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg durchgeführt wurde, würdigt ein einzigartiges Erinnerungsprojekt, das in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert.

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann:
„Was hier geschaffen wurde, ist weit mehr als ein Schulprojekt – es ist gelebte Verantwortung, es ist Haltung, es ist ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus und für eine menschliche Gesellschaft.“

Die „Mauer des Gedenkens“ auf dem Schulhof der Löcknitz-Grundschule ist ein wachsendes Mahnmal, das von den Schüler_innen jedes Jahr erweitert wird. In intensiver Recherchearbeit setzen sich die Kinder mit Biografien jüdischer Nachbar_innen auseinander, die während der NS-Zeit verfolgt und ermordet wurden. Sie gestalten Gedenksteine mit Namen, Daten und Geschichten, viele davon Menschen, die einst im selben Kiez lebten.

Als besondere Gäste begrüßte der Bezirksbürgermeister gemeinsam mit Ines Walther, der Schulleiterin der Löcknitz-Grundschule, Carolin Henke, die Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Familie, sowie Anan Zen, den Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Botschaft des Staates Israel.

ein Mann steht an einem Rednerpult

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann ehrt das Engagement der Schüler_innen der Löcknitz-Grundschule

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann betonte dabei den hohen Wert der gelebten Erinnerungskultur für die Demokratiebildung:
„Erinnerung ist Arbeit. Aber sie braucht junge Menschen, die hinschauen, Fragen stellen, handeln. Sie haben Verantwortung übernommen und zeigen, was es heißt, Teil einer lebendigen Demokratie zu sein. Als Bezirksamt unterstützen wir vielfältige Formen der Erinnerungskultur, vor allem mit und für junge Menschen. Denn Erinnerung ist keine Einbahnstraße. Sie braucht Beteiligung, Begegnung und Aktive, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“

Die Veranstaltung zeigt eindrucksvoll, wie Erinnerungskultur im schulischen Alltag aktiv gelebt und weiterentwickelt werden kann – gemeinsam mit engagierten Lehrkräften, Eltern, zivilgesellschaftlichen Partner_innen und dem Bezirksamt.

Mit dem Jugendkompetenzpass zeichnet der Bezirk regelmäßig das besondere Engagement von Schüler_innen in Tempelhof-Schöneberg aus.