Veranstaltungsreihe „Starke Seiten – Starke Worte“: Zeitzeugin Ruth Winkelmann teilt ihre bewegende Lebensgeschichte

Pressemitteilung Nr. 143 vom 24.04.2025

Die Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg lädt herzlich zur Veranstaltung mit der Zeitzeugin Ruth Winkelmann (geborene Jacks, geboren am 8. September 1928 in Berlin) ein. Ruth Winkelmann wird ihre eindrucksvolle Lebensgeschichte teilen, die von Verfolgung, Überlebenskampf und ihrem unermüdlichen Einsatz gegen Antisemitismus geprägt ist.

Die Veranstaltungsreihe „Starke Seiten – Starke Worte“ wurde ursprünglich 2021 anlässlich der Bücherzerstörungen in der Bezirkszentralbibliothek Tempelhof ins Leben gerufen: Dort wurden Bücher, die sich auf kritische Weise mit rechten Tendenzen, linken Theorien oder der Geschichte des Sozialismus befassen, mutwillig zerstört. Seit der Neuausrichtung von „Starke Seiten – Starke Worte“ greift die Reihe aktuelle gesellschaftliche und politische Themen auf und thematisiert diese in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten.

Die Zeitzeugin Ruth Winkelmann teilt ihre bewegende Lebensgeschichte
mit anschließender Publikumsdiskussion moderiert von Robert Müller-Stahl

Montag, 5. Mai 2025 um 18:30 Uhr

Stadtteilbibliothek Lichtenrade „Edith-Stein-Bibliothek“
Steinstraße 41, 12307 Berlin

Der Eintritt ist frei.
Online-Anmeldung über cituro oder telefonisch unter (030) 90277-8286

Buchcover „Ruth Winkelmann: Plötzlich hieß ich Sara“

Nach der Vorstellung und Einführung in den Lebenslauf von und durch Ruth Winkelmann findet ein Gespräch zwischen der Zeitzeugin und dem Moderator Robert Müller-Stahl statt. Anschließend besteht die Möglichkeit, Fragen aus dem Publikum zu stellen.

Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können, wird die Veranstaltung live auf dem neuen YouTube-Kanal der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg übertragen.

Ruth Winkelmann – Eine Geschichte von Mut und Stärke: Ruth Winkelmann wuchs als Tochter einer jüdischen Familie unter den Schrecken des NS-Regimes auf. Nach der Schließung jüdischer Schulen im Jahr 1942 wurde sie gezwungen, Zwangsarbeit zu leisten. Die Deportation ihres Vaters nach Auschwitz, der Verlust ihrer Schwester Esther und die ständige Angst vor Razzien hinterließen tiefe Spuren. Mit ihrer Mutter überlebte sie die letzten Kriegsjahre versteckt in einer Gartenlaube in Berlin-Wittenau. Heute engagiert sich Ruth Winkelmann leidenschaftlich gegen Antisemitismus und gibt ihre Erfahrungen weiter, um die Erinnerung lebendig zu halten.

Wir freuen uns, Sie bei dieser bedeutenden Veranstaltung willkommen zu heißen. Für weitere Informationen und Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.