Bezirksstadträtin Angelika Schöttler begrüßt Senator Geisel zu einem Rundgang in Lichtenrade

Eine Frau und ein Mann nehmen zusammen ein Tuch von einer Plakette an einer Hauswand ab. Auf der Plakette steht ein Text unter der Überschrift "Alte Mälzerei". Ein weiterer Mann klatscht.

Von links nach rechts: Angelika Schöttler (Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung und Facility Management) und Andreas Geisel (Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen) enthüllen unter Beifall von Investor Thomas Bestgen die Städtebauförderplakette für die Alte Mälzerei

Pressemitteilung Nr. 007 vom 16.01.2023

Würdigung der Alten Mälzerei, der aktuelle Stand des Wohnbauprojekts Lichtenrader Revier und der Bauarbeiten auf der Bahnhofstraße sind Themen

Die feierliche Enthüllung der Städtebauförderplakette für die Alte Mälzerei

Andreas Geisel, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, würdigt mit der Städtebauförderplakette die Alte Mälzerei – eines der Projekte, die mit Hilfe der Städtebauförderung in Lichtenrade umgesetzt werden. Die Plakette wird an besondere Förderprojekte vergeben. An der Alten Mälzerei wird sie in der Nähe des Haupteingangs neben einer bereits vorhandenen Tafel platziert, die die Vergangenheit des Gebäudes vorstellt.

Angelika Schöttler, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung und Facility Management, freut sich über die Würdigung des denkmalgeschützten Gebäudes:

“Wenn es ein Städtebauförderprojekt gibt, das die Plakette verdient, dann die Alte Mälzerei. Schön, dass die Vielfältigkeit des Nutzungsangebots und dessen Ausgestaltung deutschlandweit anerkannt werden.”

Die Alte Mälzerei – Der neue Kulturmittelpunkt in Lichtenrade

Die Entwicklung dieses Projekts geht aus einer intensiven Zusammenarbeit mit vielen Beteiligten hervor. In einer Vorstellungs- und Fragerunde im Allmenderaum der Alten Mälzerei äußerten sich sowohl Senator Geisel, als auch Bezirksstadträtin Schöttler und der Investor Thomas Bestgen. Alle hoben das gelungene Ergebnis dieses Stadtentwicklungsprojekts des Programms „Lebendige Zentren und Quartiere“ hervor, dank dem ein lebendiges Angebot für viele Nutzer_innen entstanden sei.
Die Alte Mälzerei bildet das Zentrum des im Bau befindlichen Lichtenrader Revier. In dem gemischten Quartier entstehen über 200 Mietwohnungen. Rund ein Drittel davon werden nach dem Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung gefördert und WBS-Inhaber_innen zur Verfügung stehen.

Angelika Schöttler:

“Ich bin stolz auf die gelungene Zusammenarbeit zwischen dem Senat, den Investor_innen, engagierten Freiwilligen, Gewerbetreibenden und Bürger_innen, die Projekte wie die Alte Mälzerei und das Lichtenrader Revier überhaupt erst möglich machen. Dieses Städtebauförderprojekt zeigt, wie in attraktiven Stadtteilzentren neben dem wertvollen Angebot an Waren und Dienstleistungen ein Ort für Kultur und Miteinander entstehen kann.”

Informationen und Austausch bei der Besichtigung der Bahnhofstraße durch Lichtenrade

Die Bedeutung dieser Worte zeigte sich ebenfalls auf dem anschließenden Blick auf die Bahnhofstraße. Ein kurzer Stopp an den „temporären Bänken“ des Vereins FlanierRevier e.V. verdeutlichte das Engagement der Bürgerschaft, die diese pflegt und bepflanzt. Ein wichtiges Thema kam ebenfalls zur Sprache: Der Umbau der Bahnhofstraße. Ziel ist es, Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu schaffen, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und die Geschäftsstraße aufzuwerten. Die Besucher_innen Lichtenrades sollen flanieren und entspannt die Außengastronomie genießen können. Derzeit liegen die Maßnahmen im Zeitplan. Die aktuellen Einschränkungen sind zwar vor Ort für die Geschäftstreibenden dennoch spürbar, insgesamt besteht aber Vorfreude auf den fertigen Umbau. Bis dahin sollen negative Auswirkungen auf die Gewerbetreibenden durch das öffentlich geförderte Geschäftsstraßenmanagement und Baustellenmarketing abgemildert werden.

Hintergrund: Zwei Preise für die Alte Mälzerei in 2022

Die Einzigartigkeit der Neugestaltung des denkmalgeschützten Gebäudes wird durch zwei Auszeichnungen verdeutlicht, die die Alte Mälzerei im vergangenen Jahr erhalten hat.

Beim Polis Award belegte das Lichtenrader Wahrzeichen den zweiten Platz in der Kategorie „Urbanes Flächenrecycling“. Der Preis wird an herausragende Beispiele der Stadt- und Projektentwicklung vergeben.

Der Deutsche Lichtdesign-Preis würdigte die Lichtgestaltung in der Kategorie „Bildung“. Sowohl technisch als auch gestalterisch sei eine Umsetzung gelungen, die den ursprünglichen Charme des Gebäudes unterstreiche.

Die Alte Mälzerei – Das macht sie zum Lichtenrader Wahrzeichen

Vor ein paar Jahren bezeichneten die Bewohner_innen Lichtenrades die Alte Mälzerei noch als leerstehendes, verlassenes Gebäude (Quelle: Stadtteilzeitung, Mai 2019). Was das vielfältig genutzte, denkmalgeschützte Haus jetzt zu bieten hat, hätte von den damals befragten wohl niemand gedacht: Mit Volkshochschule, Jugendmuseum, Musikschule, Bibliothek und Suppenküche ist die Alte Mälzerei zu dem Begegnungsort geworden, den sich die Bürger_innen gewünscht haben.

Mehr Informationen zur Alten Mälzerei: