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Profil der Bezirksregion Marienfelde Süd

1 Beschreibung der Bezirksregion

Lage

Die Bezirksregion Marienfelde Süd endet im Norden am Nahmitzer Damm. Im Osten endet die Bezirksregion hinter dem Gewerbegebiet Motzener Straße an der Trasse der Dresdener Bahn. Südöstlich verläuft die Grenze dann an der Motzener Straße und nahe der Egestorffstraße. Südwestlich grenzt die Bezirksregion an das Land Brandenburg (Landkreis Teltow-Fläming). Die Bezirksregion liegt außerhalb des S-Bahnrings.

Bebauung der Siedlungsfläche

Die Bezirksregion Marienfelde Süd ist nur im westlichen Teil bewohnt, der größere Teil der Bezirksregion ist unbewohnt. Im unbewohnten Teil liegt zum einen das Gewerbegebiet um die Motzener Straße und zum anderen der Freizeitpark Marienfelde und die Flächen des Umweltbundesamtes. Die Wohnbebauung besteht aus hoher Bebauung der Nachkriegszeit (Großsiedlung) und aus niedriger Bebauung mit Hausgärten, ergänzt durch Zeilenbebauung seit den 1950er Jahren.

Merkmale

Der Freizeitpark Marienfelde, Marienfelder Feldmark und die Entwässerungsgräben sind prägend für die Bezirksregion Marienfelde Süd. Vor allem der Freizeitpark Marienfelde bietet den Besucher_innen eine hohe Aufenthaltsqualität und Raum für Freizeitaktivitäten. Prägend für die Region sind außerdem die großen Gewerbeflächen (112,5 ha) rund um die Motzener Straße. Dort sind etwa 200 Gewerbe- und Industriebetriebe mit einem breit gefächerten Branchenmix, ansässig, die rund 5.000 Arbeitsplätze bieten. In der Bezirksregion liegen die Standorte einer öffentlichen Grundschule und einer öffentlichen integrierten Sekundarschule. Zudem sind in der Bezirksregion mehrere Projekte der Berliner Schulbauoffensive verortet.

Verkehrsanbindung

In der Bezirksregion Marienfelde Süd liegen keine Haltepunkte, die eine direkte Anbindung an das S- und U-Bahnnetz ermöglichen. Eine S-Bahn-Haltestelle liegt hinter der nordwestlichen Grenze der Bezirksregion. Die Marienfelder Allee (B101) und die Malteserstraße sind übergeordnete Straßenverbindungen (StEP II).

Besonderheiten

In der Bezirksregion Marienfelde Süd liegt das durch eine Erhaltungsverordnung zum Schutz der städtebaulichen Eigenart geschützte Gebiet Stadtrandsiedlung Marienfelde I, II und III. In der Bezirksregion liegt das Landschaftsschutzgebiet Wäldchen am Königsgraben. In der Bezirksregion liegt auch ein Teil des Fördergebiets Tirschenreuther Ring aus dem Programm Sauberkeit und Sicherheitsempfinden in Berliner Großsiedlungen.

Zusammenfassung der Datenlage

  • In der Bezirksregion Marienfelde Süd leben 4,0 % der Einwohner_innen von Tempelhof-Schöneberg.
  • Der Anteil der Einwohner_innen mit einer Wohndauer von mehr als fünf Jahren an derselben Adresse liegt deutlich über dem bezirklichen Vergleichswert.
  • Die Einwohnerzahl hat sich in der Bezirksregion im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor negativ entwickelt.
  • Das Durchschnittsalter liegt über dem bezirklichen Vergleichswert und ist in den letzten fünf Jahren gesunken.
  • Der Anteil der unter 18-Jährigen liegt deutlich über dem bezirklichen Vergleichswert und hat in den letzten fünf Jahren zugenommen.
  • Der Anteil der 65-Jährigen und Älteren liegt über dem bezirklichen Vergleichswert und ist in den vergangenen fünf Jahren zurückgegangen.
  • Der Anteil der Ausländer_innen an den Einwohner_innen liegt unter dem bezirklichen Vergleichswert und ist den vergangenen fünf Jahren gewachsen.
  • Die Indikatoren zu Armutsrisiken liegen in der Bezirksregion über den bezirklichen Vergleichswerten, vor allem die Indikatoren zu Armutsrisiken der Einwohner_innen unterhalb der Regelaltersgrenze liegen deutlich über den bezirklichen Vergleichswerten.
  • Die Untersuchungen zur Umweltgerechtigkeit zeigen nur im Planungsraum Tirschenreuther Ring West eine einfache Belastung aufgrund des Status-Index.
  • Im Monitoring Soziale Stadtentwicklung (MSS) 2023 wurden die Planungsräume Tirschenreuther Ring West und Tirschenreuther Ring Ost mit dem Gesamt-Index niedrig/stabil (3+/-) bewertet, der Planungsraum Diedersdorfer Weg wurde dem Gesamt-Index mittel/stabil (2+/-) zugeordnet.

1.1 Wohndauer

Der Anteil der Einwohner_innen mit einer Wohndauer von mehr als fünf Jahren an derselben Adresse liegt in der Bezirksregion um 6,7 Prozentpunkte über dem bezirklichen Vergleichswert. Im Vergleich der Bezirksregionen in Tempelhof-Schöneberg ist dies der zweithöchste Anteilswert an Einwohner_innen mit einer Wohndauer von mehr als fünf Jahren an derselben Adresse. Der Anteilswert ist in der Bezirksregion im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor gestiegen, während der bezirkliche Vergleichswert in diesem Zeitraum fast konstant geblieben ist.

1.2 Entwicklung der Einwohnerzahl

Die Einwohnerzahl ist in der Bezirksregion im Vergleich zum Jahr zuvor und im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor gesunken, während sich die Einwohnerzahl des Bezirks in diesen Zeiträumen positiv entwickelt hat.
Der Planungsraum Tirschenreuther Ring West zeigt zu beiden betrachteten Zeitpunkten eine positive Entwicklung der Einwohnerzahl, die beiden anderen Planungsräume in der Bezirksregion hingegen eine negative Entwicklung der Einwohnerzahl.

1.3 Demografie

Das Durchschnittsalter in der Bezirksregion liegt bei 45,7 Jahren und somit 1,7 Jahre über dem bezirklichen Vergleichswert. Im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist das Durchschnittsalter in der Bezirksregion um 0,5 Jahre gesunken, der bezirkliche Vergleichswert ist in diesem Zeitraum um -0,2 Jahre gesunken.
Der Anteil der unter 18-Jährigen an den Einwohner_innen liegt in der Bezirksregion deutlich über dem bezirklichen Vergleichswert, im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist die Anzahl der unter 18-Jährigen in der Bezirksregion gestiegen und der Anteil an den Einwohner_innen gewachsen. Im Bezirk ist der Anteilswert in diesem Zeitraum kontakt geblieben, auch wenn sich die Anzahl der unter 18-Jährigen erhöht hat.

Der Anteil der Einwohner_innen im Alter von 65 Jahren und mehr an den Einwohner_innen liegt in der Bezirksregion über dem bezirklichen Vergleichswert. In den fünf vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Einwohner_innen in dieser Altersgruppe in der Bezirksregion verringert und ihr Anteil an den Einwohner_innen abgenommen. Im Bezirk ist in diesem Zeitraum die Anzahl der Personen in dieser Altersgruppe gewachsen, der Anteil an den Einwohner_innen ist konstant geblieben.

1.4 Ausländer_innen

Der Anteil der Ausländer_innen an den Einwohner_innen liegt in der Bezirksregion unter dem bezirklichen Vergleichswert. Im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist die Anzahl der Ausländer_innen und ihr Anteil an den Einwohner_innen in der Bezirksregion gestiegen. Der Anstieg des Anteilswert ist nahe am Anstieg des bezirklichen Vergleichswerts. Im Planungsraum Diedersdorfer Weg ist der Anteilswert deutlich geringer als in den beiden anderen Planungsräumen, hier ist der Anteilswert in den vergangenen fünf Jahren auch gesunken.

13,7 % der Ausländer_innen in der Bezirksregion haben die türkische Staatsangehörigkeit, 12,7 % sind Staatsbürger_innen Polens, 7,3 % sind Syrer_innen, 6,9 % haben die ukrainische Staatsangehörigkeit. Alle anderen Staatsangehörigkeiten haben Anteile unter 5%. Im Bereich über 3% sind die Russische Föderation (4,5 %), Serbien (3,8 %) und Bulgarien (3,6 %) zu nennen.
In der Bezirksregion Marienfelde Süd weisen 45,5 % der Einwohner_innen das statistische Merkmal “mit Migrationshintergrund” auf. Bei diesem Merkmal hat Polen den größten Anteil (16,8 %) an den Herkunftsgebieten, den zweitgrößten Anteil hat die Türkei (12,5 %).

1.5 Armutsrisiken

Die Armutsrisiken können anhand von drei Kernindikatoren bemessen werden:
  • D4 – Anteil Personen in Bedarfsgemeinschaften nach SGB II an Einwohner_innen unter der Regelaltersgrenze
  • D5 – Anteil Personen in Bedarfsgemeinschaften nach SGB II im Alter unter 15 Jahren an Einwohner_innen unter 15 Jahren
  • D6 – Anteil Empfänger_innen von Grundsicherung (außerhalb von Einrichtungen) nach SGB XII über der Regelaltersgrenze an Einwohner_innen dieser Altersgruppe

In der Bezirksregion liegen die Anteilswerte der drei betrachteten Indikatoren über dem bezirklichen Vergleichswert. Im Vergleich der Bezirksregionen in Tempelhof-Schöneberg weist Marienfelde Süd den höchsten Wert zum Indikator D4 auf und den zweithöchsten Wert zum Indikator D5.
Im Vergleich der Planungsräume zeigen sich in den Pllanungsräumen Tirschenreuther Ring West und Tirschenreuther Ring Ost deutlich höhere Anteilswerte als im Planungsraum Diedersdorfer Weg. In den beiden Planungsräumen um den Tirschenreuther Ring gelten fast ein Viertel der Einwohner_innen unterhalb der Regelaltersgrenze als Personen in Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II, bei den unter 15-Jährigen zählen mehr als ein Drittel in diese Personengruppe.

2 Soziale und grüne Infrastruktur

2.1 Grüne Infrastruktur

In der Bezirksregion liegen die öffentlichen Grünanlagen Hampelsche Baumschule, Radarberg Diedersdorfer Weg, Reinstedter Weg, Freseteich, Amstelveen, Schichauweg (Grünanlage), Eschwege – Promenade, Schlehenberg, Königsgraben, FZP Marienfelde – BMX, Birkholz, Güteraussenring Marienfelde, FZP Marienfelde, Poppenreuther Weg – Grünpromenade, Rainfarnweg und Nahmitzer Damm 20/26 – Obstwiese.

In der Bezirksregion gibt es sieben öffentliche Spielplätze mit einer Katasterfläche von 23.519 m² und einer Gesamtnettospielfläche von 17.666 m². Die Relation der Quadratmeter der öffentlichen Spielplatzfläche zu den Einwohner_innen liegt in Marienfelde Süd bei 0,6 (Bezirk 0,6, Berlin 0,6).

In der Bezirksregion liegen keine Friedhofsflächen.

In der Bezirksregion liegen sechs Kleingartenkolonien mit einer Gesamtfläche von 139.380 m² und insgesamt 385 Parzellen.

2.2 Soziale Infrastruktur

In der Bezirksregion Marienfelde Süd liegt der Standort der Marienfelder Schule (öffentliche Grundschule). Das Einzugsgebiet der Kiepert-Grundschule (Bezirksregion Marienfelde Nord) und das Einzugsgebiet der Annedore-Leber-Grundschule (Bezirksregion Lichtenrade Nord) reichen bis in die Bezirksregion Marienfelde Süd. Außerdem liegt der Standort der Gustav-Heinemann-Schule (ISS) in der Bezirksregion Marienfelde Süd.
In der Bezirksregion liegt der Standort des bezirklichen Kinder- und Jugendclub „haus of fun“. In Marienfelde Süd liegt auch das Familienzentrum Marienfelde.

3 Geschützte und geförderte Gebiete

Ein Teil der Bezirksregion ist durch eine Erhaltungsvorordnung nach §172 BauGB zum Erhalt der städtebaulichen Eigenart (Gebiet: Stadtrandsiedlung Marienfelde I, II und III) geschützt. In der Bezirksregion liegt ein Teil der Großsiedlung Tirschenreuther Ring (Programm Stärkung Berliner Großsiedlungen).

4 Umweltgerechtigkeit

Im Rahmen der Untersuchungen zur Umweltgerechtigkeit gilt der Planungsraum Tirschenreuther Ring West aufgrund seines Status-Index als einfach belastet. Die beiden anderen Planungsräume weisen keine starken Belastungen auf.

5 Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2023

Im Monitoring Soziale Stadtentwicklung (MSS) wiesen die Planungsräume in der Bezirksregion folgenden Status-/Dynamik Indizes auf:
  • Tirschenreuther Ring West: Status niedrig / Dynamik stabil (3 +/-)
  • Tirschenreuther Ring Ost: Status niedrig / Dynamik stabil (3 +/-)
  • Diedersdorfer Weg: Status mittel / Dynamik stabil (2 +/-)

6 Download Kurzprofil

  • Kurzprofil Marienfelde Süd (076013)

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    PDF-Dokument (3.2 MB) - Stand: 31.12.2025

Koordination und Beteiligung

Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination (OE SPK)

SPK DK

Herr Binner
Datenkoordination

SPK RK5

NN
Bezirksregionen Marienfelde Nord und Marienfelde Süd
Vertretung durch SPK RK6