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Gemeinschaftspreis des Bezirksbürgermeisters 2026 – Bewerben Sie sich jetzt!

drei Personen halten einen großen symbolischen Scheck in den Händen

Bolu Ajibawo (rechts) nimmt im Jahr 2025 den ersten Preis für das Dorfcafé von Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann und der Beauftragten für Bürgerschaftliches Engagement und Einsamkeit Christine Fidancan entgegen

Engagement, das verbindet

Einsamkeit ist keine rein private Angelegenheit, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung: Sie mindert das Wohlbefinden und die Gesundheit, schwächt Teilhabe und untergräbt das Zusammenleben in unseren Kiezen. Vor diesem Hintergrund schreibt das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg den „Gemeinschaftspreis des Bezirksbürgermeisters zur Würdigung von Engagement gegen Einsamkeit“ 2026 zum zweiten Mal aus. Gesucht werden Projekte, Initiativen und Einzelpersonen, die nachweislich Begegnung ermöglichen, Nachbarschaften stärken und Menschen im Bezirk zusammenbringen.

Lokales Engagement gegen Einsamkeit fördern

Der Gemeinschaftspreis macht dieses Jahr erneut praktisches, lokal wirksames Engagement sichtbar und unterstützt Personen, die Zusammenhalt im Bezirk fördern. Bewertet wird nicht nur Herzlichkeit, sondern Wirksamkeit: die Jury schaut auf Wirkung, Reichweite, Partizipation, Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit. Mit dem Preisgeld (1.000 Euro für Platz 1, 500 Euro für Platz 2, Plätze 3 bis 5 erhalten eine Urkunde) sollen Initiativen Anerkennung und finanzielle Unterstützung erhalten.

Jetzt bewerben:

Wenn Ihr Projekt Begegnung stiftet, Einsamkeit verringert oder neue Formen der Teilhabe ausprobiert, bewerben Sie sich. Die wichtigsten Eckdaten:

  • Ausschreibungsstart: 16. März 2026
  • Einreichung: PDF, max. 3 DIN A4-Seiten (Kontaktdaten, Kurzbeschreibung mit ca. 100 Wörtern, Ausgangslage, Ziele, Umsetzung, Zielgruppe und Beteiligung, Ergebnisse/Nutzen, Anlagen)
  • Frist: 13. April 2026 – Eingang der Unterlagen
  • Preisverleihung: 26. Juni 2026

Weitere Informationen finden Sie in der folgenden Ausschreibung des Gemeinschaftspreises:

  • Ausschreibung: Gemeinschaftspreis des Bezirksbürgermeisters zur Würdigung von Engagement gegen Einsamkeit 2026

    PDF-Dokument (101.2 kB)

Was zeichnet preiswürdiges Engagement konkret aus?

Die Antwort liefert ein Blick auf den Gewinner des ersten Preises 2025: das Dorfcafé von Bolu Ajibawo, ein niederschwelliges und zugleich wirkungsvolles Nachbarschaftsprojekt, das exemplarisch zeigt, wie viel Veränderung durch kleine, beständige Formate möglich ist.

Vom einer Idee zur Nachbarschaftsbewegung

Aus einer persönlichen Betroffenheit entstand ein pragmatisches Format: ein monatliches Nachbarschaftsfrühstück, offen für alle, niedrigschwellig und an einem verlässlichen Zeitpunkt. Fehlende Nähe und fehlende alltägliche Kontakte können Mitursachen für tragische Einsamkeit sein. „Eine einfache Initiative, um Menschen aus der Nachbarschaft einmal im Monat bei gutem Essen zusammenzubringen – in der Hoffnung, dass daraus echte Verbindungen entstehen und wachsen“, so der Preisträger des Gemeinschaftspreises 2025.

„Einsamkeit ist letztlich ein Mangel an Liebe“, sagt Bolu Ajibawo. Sein Ansatz ist bewusst einfach: zusammen essen, ins Gespräch kommen, Verbindungen knüpfen und Hürden abbauen. Als Kommunikationswege dienten klassische Flyer, Nachbarschaftsplattformen wie nebenan.de, digitale Gruppen und persönliche Ansprache. In der Zwischenzeit organisieren Teilnehmende vieles selbst, die Frühstücksrunden haben eine eigene Chat-Gruppe und beginnen, sich zu verfestigen.

Was das Dorfcafé so wirkungsvoll macht

Im Gespräch mit Bolu Ajibawo beschreibt er mehrere Erfolgsfaktoren, die auch für andere Initiativen relevant sind:

  • Niedrigschwelligkeit: Ein Angebot, das Menschen mit minimalen Hürden zusammenbringt (Essen, Zeitpunkt, Ort).
  • Verlässlichkeit: Ein fester Termin schafft Routine und Vertrauen.
  • Lokale Kommunikation: Kombination aus analog (Flyer) und digital (Gruppen) erreicht unterschiedliche Zielgruppen.
  • Lokale Unterstützung: Quartiersmanagement und Fördermittel als Starterhilfe waren entscheidend.
  • Verantwortungsrolle: Initiativen brauchen Personen, die den ersten Schritt machen und dranbleiben.

Herr Ajibawo beschreibt die Wirkung persönlich: „Ich habe engere Beziehungen aufgebaut und fühle mich sicherer, um Hilfe zu bitten.“ Für Teilnehmende bedeutet das: konkrete Alltagsbegleitung, weniger Isolation, mehr Teilhabe.

Blick auf Platz 2: Kiezladen Miteinander

Den zweiten Preis belegte Kiezladen Miteinander (Futur:ista e.V.), ein Beispiel dafür, wie temporär genutzte Räume zu sozialer Infrastruktur werden können. In Herbst und Winter verwandelt der Kiezladen einen leerstehenden Eisladen in einen warmen Treffpunkt: offen, niedrigschwellig, generationsübergreifend. Projekte wie dieses zeigen, wie Rauminnovation unmittelbare soziale Wirkung entfalten kann.

Ein Appell zum Schluss
Der Dorfcafé-Fall macht deutlich: Engagement gegen Einsamkeit ist handlich, lokal umsetzbar und übertragbar. Wenn aus Einzelinitiativen verlässliche Treffpunkte entstehen, gewinnt der ganze Stadtteil: Nachbarschaften stärken sich, Menschen finden Unterstützung und Teilhabe wird möglich. Der Gemeinschaftspreis will solche Ansätze sichtbar machen und verbreiten.
Wenn Sie Fragen zur Bewerbung haben, melden Sie sich beim Ehrenamtsbüro.

Ehrenamtsbüro

Rathaus Schöneberg
John-F.-Kennedy-Platz 1
10825 Berlin

Zimmer 120-122

Beauftragte und Team

Sprechzeiten:
Nach Vereinbarung