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Mobilitätskonzept Schöneberger Dreieck im Rahmen des Freiraumentwicklungskonzepts Tempelhof-Schöneberg

Kopfsteinpflasterstraße mit beidseitig parkenden Autos, umgeben von mehrstöckigen Wohnhäusern ohne sichtbare Grünflächen

Verkehrskonzept "Schöneberger Dreieck"

Anlass:
Das Schöneberger Dreieck mit seinen fünf Straßenzügen liegt wie eine Insel zwischen Hauptstraße und Dominicusstraße und den Bahntrassen im Ortsteil Schöneberg. Es ist geprägt von gründerzeitlicher Wohnbebauung, durchmischt mit zahlreichen Kitas, Cafés, Gastronomie, sozialen Einrichtungen und kleinem Gewerbe. An der Ebersstraße befindet sich ein Zugang zum S-Bahnhof Schöneberg.
Öffentliche Grün-, Aufenthalts- oder Spielflächen fehlen vollständig. Der hohe Versiegelungsgrad führt zu Hitzeinseln, Straßenbäume gibt es nur in drei Straßenzügen. Um Grünflächen zu erreichen, müssen die Bewohnenden stark befahrene Hauptverkehrsstraßen queren – eine Belastung und ein Sicherheitsrisiko, insbesondere für Kinder. Der motorisierte Verkehr, vor allem ruhend, dominiert und schafft Barrieren.

Die Bezirksverordnetenversammlung hat das Schöneberger Dreieck im Juli 2023 als Kiezblock beschlossen. Ziele sind die Reduzierung des motorisierten Durchgangsverkehrs, die Stärkung von Fuß- und Radverkehr, mehr Aufenthaltsqualität mit Spiel- und Aufenthaltsflächen sowie eine gerechtere Verteilung des Straßenraums.

Hintergrund Freiraumentwicklungskonzept:
Im Rahmen des bezirklichen Freiraumentwicklungskonzepts ist die baumlose Fritz-Reuter-Straße als Pilotprojekt ausgewählt. Unter dem Titel „Klimastraße“ soll hier ein Modell entstehen, das Aufenthaltsqualität verbessert, lebendige Nachbarschaftsräume schafft und zugleich gegen innerstädtische Hitzeinseln wirkt.

Vorgehen Verkehrskonzept:
Das Verkehrskonzept soll der Frage nachgehen was gestalterisch und verkehrsplanerisch überhaupt möglich ist und welche verkehrlichen Auswirkungen von Maßnahmen zu erwarten sind. Die Idee des Kiezblocks wird dabei aufgegriffen und geprüft. Zudem gibt es eine enge Verschneidung mit den Ideen, die Fritz-Reuter-Straße als Klimastraße aufzuwerten.
Einfluss auf das Untersuchungsgebiet Schöneberger Dreieck hat auch das angrenzende Gewerbegebiet Kärntener Dreieck. Die momentan einzige Erschließung führt über die Kärntener Straße und somit durch das Untersuchungsgebiet. Perspektivisch soll das Gewerbegebiet weiterentwickelt werden. Das Kärntner Dreieck ist demnach in die Überlegungen des Verkehrskonzepts miteinzubeziehen.
Die Erarbeitung des Konzeptes erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen Stadtplanung und Straße.

Kinderfragebogen mit Hinweisen zu Lärm, fehlendem Grün, vielen Autos und dem Wunsch nach mehr Spiel- und Radflächen.

Beteiligung und Zusammenfassung der Beiträge:
Zur Einbindung der Öffentlichkeit fand am 7. Mai 2025 ein Kiezspaziergang mit rund 40 bis 50 Erwachsenen und vielen Kindern statt. Anschließend konnten Interessierte bis zum 28. Mai 2025 online auf mein.berlin.de Hinweise, Vorschläge und Ideen einbringen. Zahlreiche Beiträge mit dem Wunsch nach Veränderungen im Kiez sind eingegangen.

Eine Zusammenfassung der Beiträge ist auf der Beteiligungsplattform von mein.berlin.de (https://mein.berlin.de/projekte/verkehrskonzept-schoneberger-dreieck/results/”) abrufbar.

Aktueller Stand und Ausblick, September 2025:
Die Beiträge aus der Beteiligung wurden ausgewertet und in die Konzeptbearbeitung einbezogen. Diese erfolgt in Basis- und Entwicklungsvarianten, am Ende steht eine Vorzugsvariante, die zunächst in den politischen Gremien vorgestellt wird.

Im Herbst/Winter 2025 findet eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Verkehrskonzept statt. Der Termin wird rechtzeitig über verschiedene Kanäle bekannt gegeben (u. a. Initiative, Website, mein.berlin.de, Aushänge).

Ergebnisse des Verkehrskonzepts Schöneberger Linse

Warum ein Verkehrskonzept?

Das Verkehrskonzept für die Schöneberger Linse wurde über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erarbeitet und am 12. November 2024 in einer öffentlichen Abschlusspräsentation vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen, wie der Verkehr in den Quartieren Schöneberger Linse und Rote Insel künftig sicherer, barrierefreier und lebenswerter gestaltet werden kann.

Das Gebiet der Schöneberger Linse entwickelt sich von einem Gewerbestandort zu einem urbanen Quartier. Ziel des Konzeptes war es daher außerdem, alle durch die abgeschlossen und geplanten baulichen Entwicklungen bedingten Verkehre in einer Untersuchung zusammen zu betrachten.

Um den wachsenden Verkehr optimal zu steuern und den öffentlichen Raum an die geänderten Ansprüche anzupassen, wurden verschiedene Varianten geprüft. Dabei flossen auch die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger, die im Beteiligungsworkshop im Januar 2024 gesammelt wurden, in die Planung ein.

Die Entwicklung der vier betrachteten Varianten

Im Zentrum des Verkehrskonzepts stehen vier Varianten mit unterschiedlichen Möglichkeiten der Verkehrsführung:

  • Einbahnstraßenregelungen
  • Unterbrechungen für den Kfz-Verkehr
  • Weitere Tempo-30-Bereiche
  • Unterschiedliche Wegeführungen des Radverkehrs

Die Schließung der sogenannten Verbindungsstraße zwischen Sachsendamm und Ella-Barowsky-Straße ist in allen vier Varianten zur Entwicklung des „Baufelds 9“ gesetzt.

Die Vergleichsvariante sieht in der gesamten Ella-Barowsky-Straße einen Zweirichtungsverkehr für Kfz sowie Tempo 30 vor. Grundlegend läuft der Verkehr aber wie im Bestand. Die übrigen drei Varianten unterscheiden sich in Maßnahmen für den Kfz-Verkehr und Radverkehr, wie z.B.:

  • Einbahnstraßenregelung im Bereich der Eisenbahnbrücke Wilhelm-Kabus-Straße,
  • Unterbrechungen des Kfz-Verkehrs in der Gotenstraße und Ella-Barowsky-Straße,
  • Blockumfahrungen (z. B. Wilhelm-Kabus-Straße – Torgauer Straße – Gotenstraße)
  • unterschiedliche Wegeführung des Radverkehrs in der Gotenstraße und Wilhelm-Kabus-Straße.

Ergebnis: Die Vorzugsvariante „Bündelung der Verkehre“

Auf Basis einer Bewertung in den Kategorien “Städtebau und Umwelt” sowie “Qualität der Verkehrssysteme” wurde eine Vorzugsvariante abgeleitet, die zu einer Wohnfeldverbesserung führen soll:

  • Kfz-Entlastung der Quartierskerne: Der Durchgangsverkehr soll von den Wohnstraßen auf die Hauptachsen Hedwig-Dohm-Straße und Wilhelm-Kabus-Straße verlagert werden.
  • Die Wilhelm-Kabus-Straße bleibt für den Kfz-Verkehr in beide Richtungen befahrbar. Eine Einbahnstraßenregelung wurde aufgrund der Auswirkungen auf das Wohnumfeld verworfen. Im Bereich der Eisenbahnbrücke ist allerdings die Einführung eines Tempo-30-Abschnitts denkbar, um Konflikte zwischen Rad- und Kfz-Verkehr zu verringern.
  • Für den Radverkehr ist eine Wegeführung über die Gotenstraße vorgesehen. Die Konfliktstellen Bahnhof Südkreuz und Wilhelm-Kabus-Straße sowie perspektivisch auch Hans-Baluschek-Parks sollen so entschärft werden.
  • Die Quartiersstraßen Ella-Barowsky-Straße und Gotenstraße sollen grüne, verkehrlich ruhige Straßen werden, wodurch Aufenthaltsqualität und Sicherheit erhöht werden.
  • Vor der zu reaktivierenden Grundschule „Teske-Schule“ soll eine Platzsituation entstehen, um den Schulcampus mit den geplanten sozialen Nutzungen auf „Baufeld 9“ sicher zu verknüpfen.
  • Für den Kfz-Verkehr sind Unterbrechungen an den Rändern der Gotenstraße vorgesehen.
  • Der Busverkehr bleibt im gesamten Gebiet unverändert.

Teil des Konzepts sind außerdem verschiedene Begleitmaßnahmen wie

  • Gehwegvorstreckungen zur Erhöhung der Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit,
  • Überprüfung einer regelkonformen und sicheren Radverkehrsführung am Knoten Wilhelm-Kabus-Straße / Torgauer Straße oder
  • Erhöhung von Barrierefreiheit, Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität am Gustav-Müller-Platz durch Unterbrechung für den Kfz-Verkehr an zwei von vier Seiten.

Umsetzung der Maßnahmen

Einige Maßnahmen aus dem Verkehrskonzept sind bereits umgesetzt oder in Planung:

  • Tempo 30 in der Gotenstraße wurde bereits eingeführt.
  • Die Verbindungsstraße zwischen Sachsendamm und Ella-Barowsky-Straße soll entfallen – und die Fläche der baulichen Entwicklung von „Baufeld 9“ zugeführt werden. Dies wird im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens 7-107 „Baufeld 9“ geprüft. Das Verkehrskonzept bildet dafür eine belastbare Grundlage. Eine Durchwegung für Rad- und Fußverkehr wird dabei berücksichtigt.

Die weiteren Maßnahmen werden nun weiter geprüft und ausgearbeitet. Die Umsetzung des Konzepts erfolgt schrittweise durch das Straßen- und Grünflächenamt in enger Abstimmung mit der Senatsverwaltung, der Berliner Polizei, der Berliner Feuerwehr sowie weiteren öffentlichen Trägern und Akteuren.

Abbildungen aus der Abschlusspräsentation

  • Entwicklung eines Leitbildes
  • Vorzugsvariante - Philosophie
  • Zusammenfassung Vorzugsvariante
  • Übersichtspläne zulässiger Geschwindigkeiten und allgemeine Verkehrsorganisation
  • Umgestaltung der Gotenstraße

Abschlusspräsentation Verkehrskonzept Schöneberger Linse

  • PowerPoint-Präsentation Verkehrskonzept

    - Dokument ist barrierefrei -

    PDF-Dokument (6.8 MB)

Blick in die Ella-Barowsky-Straße

Blick in die Ella-Barowsky-Straße

Entwicklung zu einem durchmischten Stadtquartier

Die “Schöneberger Linse” zwischen dem Bahnhof Südkreuz und dem S-Bahnhof Schöneberg befindet sich in einem strukturellen Wandel. Das bisher überwiegend gewerblich genutzte Gebiet entwickelt sich zu einem gemischt genutzten Quartier mit zahlreichen Wohnungen, Arbeitsplätzen, Gewerbeflächen und sozialen Nutzungen entlang der zentralen Quartiersachsen Ella-Barowsky-Straße und Gotenstraße.

Im östlichen Bereich sind viele Bauvorhaben bereits umgesetzt oder in Umsetzung, während im westlichen Bereich Planverfahren noch laufen. Gleichzeitig hat sich die verkehrliche Infrastruktur und Straßenraumgestaltung nicht oder nur teilweise mitentwickelt.

Das Verkehrskonzept setzt an diesem Punkt an und soll:

  • Die bisherigen Untersuchungen der verschiedenen Bauvorhaben im Bereich der Schöneberger Linse zusammenführen und einen Überblick über die vorhabenbezogenen Verkehre geben.
  • Die vorhandene Verkehrsinfrastruktur in den Gebieten analysieren und Defizite identifizieren.
  • Die verkehrlichen Auswirkungen der Bauvorhaben übergreifend untersuchen.
  • Darauf aufbauend Vorschläge und Lösungen für alle Verkehrsteilnehmenden erarbeiten.
Blick auf den Charlotte-Wolff-Platz

Charlotte-Wolff-Platz / Ella-Barowsky-Straße

Gebietsverknüpfung mit der „Roten Insel“ und Gewerbegebieten Naumannstraße

Auch das nördlich gelegene gründerzeitliche Wohngebiet der “Roten Insel” zwischen dem Cheruskerpark und der Naumannstraße sowie das westlich davon gelegene, gemischt genutzte Gebiet bis zur General-Pape-Straße sind in das Untersuchungsgebiet einbezogen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Verknüpfung dieser Gebiete, die durch die Bahntrassen der Ringbahn und Nord-Süd-Bahn getrennt sind.

Ziele des Verkehrskonzepts: Gerechte Aufteilung des Straßenraumes

Das Verkehrskonzept zielt neben der Analyse der vorhabenbezogenen Verkehre darauf ab, die Ansprüche aller Verkehrsteilnehmenden zu berücksichtigen und die Lebensqualität zu erhöhen. Die Planungen zum Umbau der Ella-Barowsky-Straße und des Charlotte-Wolff-Platzes werden dabei einbezogen.

  • Nachhaltige und sichere Mobilität
  • Steigerung der Aufenthaltsqualität
  • Gute innere und äußere Verknüpfung der beiden Gebiete

Beteiligung und Information

Am 24. Januar 2024 fand ein Beteiligungsworkshop im Rathaus Schöneberg stattgefunden. Präsentation und Ergebnisse sind hier einsehbar. Im November wird es eine abschließende Informationsveranstaltung geben.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website im Bereich Städtebauförderung Nachhaltige Erneuerung Schöneberg Südkreuz, auf der Website der Senatsverwaltung und auf der Vorhabenliste von mein.berlin.de.

  • Zusammenfassung der Bürgerbeiträge aus dem Workshop am 24.01.2024

    PDF-Dokument (3.5 MB)

  • Bericht zum Beteiligungsworkshop am 24.01.2024

    PDF-Dokument (3.4 MB)

  • Präsentation der Bürgerveranstaltung am 24.01.2024

    PDF-Dokument (4.0 MB)

Kontakt

Verkehrskonzept „Schöneberger Linse”

Mareike Hoppe

Weitere Kontaktmöglichkeiten

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