Tempelhof-Schöneberg ist als achter Berliner Bezirk Teil des Modellprojektes Zukunftskieze der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.
Bitte beachten Sie unsere Mitteilung, wenn Sie in der Zeit vom 11.03.2026 bis 16.03.2026 eine der folgenden Dienstleistungen online beantragt haben: Unterhaltsvorschuss, Kita-Gutschein, Ehe-, Geburts- oder Sterbeurkunde, Wohnberechtigungsschein, Wohngeld, Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket
Projekt „Zukunftskiez Nahariyastraße“
Bild: Bild: Pressestelle Tempelhof-Schöneberg
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Der Zukunftskiez im Stadtteil Lichtenrade
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Was ist ein Zukunftskiez?
Durch das Modellprojekt Zukunftskieze unterstützt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF) gezielt Förderregionen, die als Gebiet der ressortübergreifenden Gemeinschaftsinitiative ausgewiesen wurden. Lichtenrade mit dem Gebiet um die Nahariyastraße in solches GI Gebiet.
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Wo befindet sich der der Zukunftskiez Nahariyastraße?
Das Zukunftskiez-Gebiet „Nahariyastraße“ befindet sich am südöstlichen Stadtrand des Bezirks Tempelhof-Schöneberg an der Grenze zum Land Brandenburg und ist mit dem gleichnamigen Planungsraum (PLR 07601545) wie auch mit dem gleichnamigen Handlungsraum (HLR 13b) der Ressortübergreifenden Gemeinschaftsinitiative (GI) zur Stärkung sozial benachteiligter Quartiere identisch. Der Planungsraum „Nahariyastraße“ (07601545) ist Bestandteil der Bezirksregion Lichtenrade Süd (076015).
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Warum der Nahariyakiez?
In einem ressortübergreifenden Planungsprozess, an dem sieben Ämter beteiligt sind, wurde die Region um die Nahariyastraße („Nahariyakiez“) als Zukunftskiez aufgrund der sozioökonomischen Bedarfslage ausgewählt.
Der Nahariyakiez zeichnet sich durch eine hohe Einwohnerdichte und eine Bevölkerungsstruktur mit hoher, sozio-ökonomischer Belastungslage aus.
Der Anteil von Menschen unter 18 Jahren Migrationshintergrund.
Der Planungsraum Nahariyastraße ist aufgrund seines Status („sehr niedrig“) – und Dynamik-Index („stabil“) ein Gebiet mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf.
Der Anteil der Arbeitslosen (nach SGB II/III) an allen Bewohnenden im erwerbsfähigen Alter liegt einem relativ hohen Niveau. Der Anteil der Transfereinkommensbeziehenden (Grundsicherung, Hilfen zum Lebensunterhalt, ALG II inkl. Sozialgeld) liegt deutlich über dem Berliner Durchschnitt. -
Ziele
Mit dem Zukunftskiez-Projekt soll auf die bisherige Arbeit des Bildungsverbundes strukturiert und systematisch aufgebaut werden.
Es sollen vorhandene Strukturen genutzt und weiterentwickelt werden.
Ziel ist es, den Sozialraum zu stärken und die Identifikation mit dem Kiez und die Attraktivität zu erhöhen und die Bildungsangebote zu verbessern, indem man sie gemeinsam mit den Akteuren und den Bewohnerinnen und Bewohnern vor Ort (weiter-)entwickelt.
Bildungs- und Entwicklungsverläufe der Kinder und Jugendlichen sollen durch frühe Sprachförderung und systematische Förderung der Mehrsprachigkeit stabilisiert werden.
Der Übergang Kita-Grundschule soll durch ein Netzwerk systematisch gestaltet werden. Eltern, denen das deutsche Bildungssystem nicht vertraut ist, sollen unterstützt und begleitet werden.
Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die eingerichtete „Koordinationsstelle für Bildung“ (KoBi). Diese soll eine zentrale Anlaufstelle mit eigenen Räumen im Kiez für Akteure, Bewohnerinnen und Bewohner und insbesondere Familien sein.
Ziel ist die gemeinsame Entwicklung einer lebendigen und auf die Bedarfe der Bewohnerinnen und Bewohner abgestimmten Bildungslandschaft. -
Wie wird das Projekt im Bezirk gesteuert und begleitet?
Die federführende Steuerung des Modellvorhabens liegt auf bezirklicher Ebene beim Jugendamt.
Zusätzlich wurde ein eigenes lokales Begleitgremium gebildet mit zwei Terminen jährlich. Vertreten sind:
Jugendamt-Jugendhilfeplanung, regionale Schulaufsicht, Schul- und Sportamt/ Bildungsbüro, OE SPK RK6, Nahariya-Grundschule, Quartiersmanagement Nahariyastraße, der Träger: die Ev. Kirchengemeinde Berlin-Lichtenrade.Auf bezirklicher Ebene erfolgt eine strukturelle Verzahnung mit der bezirklichen Steuerrunde zur Kooperation von Schule-Jugend-Gesundheit (“SJG-Steuerrunde”).
Wie sind wir gestartet?
Was ist 2026 geplant?
Es gibt verschiedene Themenfelder, an denen weitergearbeitet wird.
Der Sozialraum als Bildungsraum
Die Vernetzung und Zusammenarbeit der Bildungsakteure soll durch verschiedene Maßnahmen und Vernetzungstreffen systematisch gefördert und durch die KoBi begleitet und fördert die kooperative Zusammenarbeit zwischen den Akteuren. Die Koordinierungsstelle ist dabei der Anlaufpunkt im Kiez.
Zur Sichtbarmachung des Projektes und zur Identifizierung der Akteure wird ein Logo für den Zukunftskiez entwickelt.
Am 05.06.2026 ist ein gemeinsames Bildungsfest auf dem Marktplatz Nahariyastraße geplant. Bildungsakteure aus dem Kiez und relevante Akteure in der angrenzenden Nähe (z.B. Alte Mälzerei) stellen sich mit Mitmachangeboten und Ständen vor. Das Fest wird durch ein einladendes Programm mit Musik, Shows und Mitmachangebote begleitet. Schwer erreichbare Zielgruppen sollen durch die niedrigschwellige Ansprache aufgeschlossen werden und ein erstes „In Kontakt kommen“ mit den Bildungseinrichtungen ermöglicht werden.
Bildungsangebote gemeinsam weiterentwickeln
Im Rahmen des Zukunftskiezes sollen neben der Identifikation und Bereitstellung räumlicher Ressourcen für die kooperative Mehrfachnutzung, auch die Wahrnehmung und Sensibilisierung für Potentiale zur Mehrfachnutzung gefördert werden. Hierzu ist in Kooperation mit der OE SPK eine Veranstaltung für die Einrichtungen und Akteure im Zukunftskiez geplant. Zudem soll ein geeignetes (digitales) Format entwickelt werden, um diese Räume den Akteuren im Kiez zugänglich zu machen.
Für den Zukunftskiez relevante Bildungsthemen für 2027 werden bei einer Bildungskonferenz im Oktober identifiziert bzw. überprüft und der Fahrplan für die weitere Entwicklung des Zukunftskiezes entwickelt.
Bildungsübergänge
Das Netzwerk im Übergang Kita-Grundschule soll erweitert werden, um die Strukturen zur Gestaltung des Übergangs nachhaltig zu verstetigen und weiterzuentwickeln.
Der Übergang Grundschule zu Oberschule wird thematisch beleuchtet.
Eltern als wichtige Bildungspartner sollen erreicht und in ihren Kompetenzen gestärkt werden. Hierzu sind niedrigschwellige Angebote wie „gemeinsames Schultütenbasteln“ oder „mehrsprachige Frühstücksangebote“ geplant, um Zugänge zu schwer erreichbaren Familien zu schaffen. Die Aktionen werden durch Beratungsangebote begleitet.
Sozialraumkoordination für Lichtenrade
Albina Apelt
Ansprechperson „Koordination für Bildung“
Martina Lilly Weinert