Benennung des Familie-Lewissohn-Parks in Mariendorf und Einweihung Außensportgeräte

Ein Weg führt durch eine Grünanlage.

Pressemitteilung Nr. 191 vom 20.05.2026

Die bislang namenlose Grünanlage zwischen Ullsteinstraße, Mariendorfer Damm und Markgrafenstraße in Mariendorf wird künftig den Namen Familie-Lewissohn-Park tragen. Der neu benannte Park wurde zudem mit neuen Sport- und Bewegungsangeboten aufgewertet. Zur feierlichen Benennung sowie Einweihung lädt Bezirksstadträtin Saskia Ellenbeck alle Interessierten herzlich ein:

Freitag, 29. Mai 2026 um 16:00 Uhr

Ullsteinstraße, Eingang der Grünanlage (gegenüber der Hausnummer 152A)

Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck:
„Mit der Benennung der Grünanlage wird nicht nur an die Verdienste der Familie Lewissohn erinnert, sondern auch ein Zeichen des Gedenkens an erlittenes Unrecht und fehlende Wiedergutmachung gesetzt. Die Anlage wurde in den vergangenen Monaten bereits vom Fachbereich Grünflächen des Straßen- und Grünflächenamts Tempelhof-Schöneberg mit neuen Sport- und Bewegungsangeboten aufgewertet.“

Die Namensgebung würdigt das Engagement von Adolf, Louise und deren Tochter Helene Lewissohn, die sich in besonderer Weise um das ehemalige Seebad Mariendorf verdient gemacht haben. In unmittelbarer Nähe erinnert bereits eine Gedenktafel an Adolf Lewissohn (1852-1927), den Gründer des Seebades und dessen Geschichte. Helene Lewissohn war als Angehörige einer jüdischen Familie während des Nationalsozialismus Verfolgung und Entrechtung ausgesetzt. Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde ihr kein Ausgleich für das erlittene Unrecht gewährt. Mit dieser Benennung setzt das Bezirksamt den Beschluss der Drucksache 0052/XXI der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg um. Zugleich wird eine neue Orientierungsfunktion vor Ort geschaffen.

Parallel zur Benennung fand eine Aufwertung der Grünanlage statt. Mit einer neuen Calisthenics Anlage bietet sie nun auch die Möglichkeit für alle Menschen kostenlos und jederzeit Sport zu treiben und sich zu bewegen. Die Anlage wurde aus Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung auf Beschluss des Bezirksamtes und des bezirklichen Hauptrauschusses finanziert.