Technischer Fehler bei Online-Beantragungen

Bitte beachten Sie unsere Mitteilung, wenn Sie in der Zeit vom 11.03.2026 bis 16.03.2026 eine der folgenden Dienstleistungen online beantragt haben: Unterhaltsvorschuss, Kita-Gutschein, Ehe-, Geburts- oder Sterbeurkunde, Wohnberechtigungsschein, Wohngeld, Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket

Bezirk stärkt Suchtprävention für Jugendliche

Pressemitteilung Nr. 128 vom 01.04.2026

Beratung in Schulen und Jugendeinrichtungen ab April 2026

Jugend- und Gesundheitsstadtrat Oliver Schworck initiiert ein neues aufsuchendes Präventionsprojekt für junge Menschen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Beim Drogennotdienst Berlin nehmen zum 1. April 2026 zwei Sozialarbeiterinnen die Arbeit auf, deren Aufgabe es sein wird, Jugendliche in ihren jeweiligen Lebenswelten zu erreichen. Sie werden deshalb in Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und anderen relevanten Settings suchtpräventive Angebote unterbreiten. Die Finanzierung dieser Stelle erfolgt aus bezirklichen Mitteln. Das Projekt wird von der Planungs- und Koordinierungsstelle Gesundheit (Stabstelle beim Stadtrat für Jugend und Gesundheit) betreut.

Hintergrund sind die Beobachtungen, dass viele Jugendliche seit der Pandemie mehr Stress empfinden, soziale Isolation erlebt und ein verändertes Konsumverhalten entwickelt haben, beispielsweise im Hinblick auf Medien und Social Media. In Berlin sind darüber hinaus auch schon lange vor der Coronazeit diverse Substanzen leicht verfügbar, die mittlerweile nahezu anonym erworben werden können. Jugendliche wissen oftmals weder, wer ihnen etwas verkauft, noch, worum es sich dabei genau handelt.

Mit dem neuen Projekt sollen junge Menschen möglichst frühzeitig in ihren vertrauten Lebenswelten angesprochen und aufgeklärt werden, d.h. vor oder bei Beginn eines Risikoverhaltens. Gleichzeitig ist es das Ziel der Angebote, junge Menschen, die bereits regelmäßig und risikohaft konsumieren oder zum Beispiel eine exzessive Screentime aufweisen, für die Folgen zu sensibilisieren und ihnen Bewältigungs- und Konsumkompetenzen zu vermitteln.

Das Präventionsprojekt strebt langfristige und nachhaltige Kooperationen mit Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe an, um reaktionsschnelle und handlungsorientierte Netzwerke zur Prävention aufzubauen beziehungsweise zu erweitern. Der Fokus liegt auf der direkten Arbeit mit jungen Menschen, zum Beispiel in Form von bedarfsorientierten Workshops oder Klassendialogen. Auf Wunsch sind auch Eltern-Informationsveranstaltungen denkbar.

Bezirksstadtrat Oliver Schworck:
„Ich möchte junge Menschen mit diesem Projekt dauerhaft dort erreichen, wo sie sich aufhalten – in der Schule, im Jugendclub oder bei Veranstaltungen. Jugendliche sollen wissen, dass es unkompliziert eine verlässliche und fachkundige Ansprechperson gibt – und zwar für ein Verhalten, das sie nicht in erster Linie mit ihren Eltern besprechen. Das betrifft alle Verhaltenssüchte, aber zum Beispiel auch den Konsum von Cannabis oder anderen Substanzen. Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz der Jugendlichen zu stärken und sie in die Lage zu versetzen, gute Entscheidungen für die eigene Gesundheit zu treffen.“