Der neu gestaltete Vorplatz Nord am Bahnhof Südkreuz ist das erste Projekt, das auf Grundlage der im Oktober 2023 geschlossenen Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg und der Deutschen Bahn umgesetzt wurde.
Ziel der Vereinbarung ist es, den Bahnhof Südkreuz und sein Umfeld bis 2030 zu einem funktionalen, sicheren und lebenswerten Ort zu entwickeln – mit besonderem Augenmerk auf nachhaltige Stadtentwicklung und mehr Aufenthaltsqualität.
Der neue Vorplatz erleichtert den Zugang zum Bahnhof und ist nun ein offiziell freigegebener Eingangsbereich. Er trägt zu einer klimaangepassten, städtebaulich aufgewerteten Umgebung bei. Es entstanden barrierefreie Wege und Flächen, Sitzgelegenheiten, helle Pflasterflächen, neue Begrünungselemente sowie zusätzliche Bike+Ride-Angebote.
Hier wurden die Anforderungen einer klimaangepassten Freiraumgestaltung mit den Ansprüchen einer hochfrequentierten und sicherheitsrelevanten Verkehrsfläche verbunden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Regenwasserbewirtschaftung und Versickerung vor Ort: Versickerungsfähige Flächen und unterirdische Rigolen nehmen Niederschläge auf, speichern sie vorübergehend, geben sie zeitverzögert an den Boden und die Umgebung ab und verbessern so das Mikroklima. Der helle Boden trägt zum Albedo-Effekt bei. Außerdem leisten Pflanzkübel und Pflanzungen sowie ein Insektenhotel einen Beitrag zur Biodiversität.
Das Projekt wurde von der DB InfraGO AG umgesetzt, die Planung erfolgte durch die Bahnstadt GmbH. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg begleitete das Vorhaben fachlich. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen förderte das Vorhaben über das Städtebauförderprogramm des Bundes „Nachhaltige Erneuerung“ in der Förderkulisse Schöneberg-Südkreuz.
Ziel des Förderprogramms ist es, mithilfe städtebaulicher Anpassungen auf Herausforderungen des demografischen, wirtschaftlichen und klimatischen Wandels zu reagieren. Die DB InfraGO AG und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen teilen sich je zur Hälfte die Gesamtkosten von 935.000 Euro.
Der Baustart erfolgte im Februar 2025, die Fertigstellung im Oktober 2025.
Bis 2030 sollen laut Kooperationsvereinbarung weitere Maßnahmen folgen, die Mobilität, gute Erreichbarkeit, Klimaanpassung und sichere Wegebeziehungen für alle Verkehrsteilnehmenden stärken.
Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann:
„Mit dem neuen Vorplatz Nord wird sichtbar, wie partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bezirk und Deutscher Bahn zu konkreten Ergebnissen führt. Der Platz steht exemplarisch für unser gemeinsames Ziel, das Umfeld des Bahnhofs Südkreuz attraktiver, klimaresilienter und zukunftsfähiger zu gestalten – für alle, die hier wohnen, arbeiten oder unterwegs sind.“
Stephan Machulik, Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz:
„Das Fördergebiet Schöneberg-Südkreuz ist eines der berlinweit 15 Fördergebiete des Programms Nachhaltige Erneuerung. Allein hier wurden seit der Gebietsfestlegung Ende 2005 rund 32 Millionen Euro Programmmittel bewilligt. Durch den neuen Vorplatz wird die Aufenthaltsqualität am S- und Fernbahnhof deutlich verbessert. Diese Maßnahme ist ein gutes Beispiel dafür, wie das Land und der Bezirk in Kooperation mit der DB InfraGO AG eine städtebauliche Maßnahme umsetzen, von der die Menschen vor Ort tagtäglich profitieren.“
Monika Jung, Leiterin der Berliner Fernbahnhöfe, DB Infra GO AG:
„Der Bahnhof Südkreuz ist ein wichtiger Knotenpunkt im Netz der Deutschen Bahn. Er bündelt Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr. Täglich nutzen rund 130.000 Reisende den Bahnhof. Der Vorplatz Nord bildet dabei ein wichtiges Eingangstor zum Bahnverkehr. Ziel aller Beteiligten war es, die Aufenthalts- und Empfangsqualität an diesem Ort zu verbessern – und das ist mit gemeinsamer Kraftanstrengung erfolgreich gelungen.“
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.