In ihrem 2025 erschienenen Buch „Traumaland“ zeichnet Asal Dardan eine neue Topografie Deutschlands, die sowohl von den Spuren der Vergangenheit als auch von den verschiedenen Erfahrungen und Realitäten in der Einwanderungsgesellschaft geprägt ist. Gülşah Stapel hat zum „Recht auf Erbe in der Migrationsgesellschaft“ geforscht. Mit der Gründung des „TAM Museums“ unternimmt sie den Versuch, die deutsch-türkische Migrationsgeschichte vielseitig zu erzählen und die transkulturellen Beziehungen in beide Richtungen greifbar zu machen.
Asal Dardan studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Nahoststudien in Lund. Ihr Essayband „Betrachtungen einer Barbarin“ war für den Deutschen Sachbuchpreis und den Clemens-Brentano-Preis nominiert. Im Mai 2023 hielt sie die erste Erika-Mann-Lecture an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Dr. Gülşah Stapel studierte Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin mit einem Schwerpunkt auf Denkmalpflege. Ihre Forschungsexpertise liegt in der Untersuchung von Identitäts- und Erbe-Konstruktionen im öffentlichen Raum und in der Berliner Stadtgeschichte. Sie arbeitet als Kuratorin für Outreach für die Stiftung Berliner Mauer und ist seit 2023 ein Teil des Vorstandes von ICOM Deutschland.
Seit 2021 blickt das Archiv der Museen Tempelhof-Schöneberg unter dem Titel „Vielfalt der Erinnerung“ auf migrantische Selbstorganisationen und ihre Perspektiven auf die Bezirksgeschichte. Damit soll die Vielstimmigkeit der bezirklichen Erinnerungslandschaft sichtbar und ihre langfristige Bewahrung ermöglicht werden.