„Einmischen! statt Aufmischen – Demokratiebildung & Prävention vor Radikalisierung“

Pressemitteilung Nr. 423 vom 13.11.2025

Ein Präventionsfachtag der Kooperation Schule-Jugendhilfe-Gesundheit in Tempelhof-Schöneberg

Die für Jugend, Gesundheit und Schule zuständigen Stadträte Oliver Schworck und Tobias Dollase luden gemeinsam mit den Leitungen der entsprechenden Fachämter sowie der regionalen Schulaufsicht, dem Schulpsychologischen und Inklusionspädagogischen Beratungs- und Unterstützungszentrum (SIBUZ) Tempelhof-Schöneberg und dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) am 12. November 2025 circa 230 Fachkräfte aus den Ressorts Schule-Jugendhilfe-Gesundheit zu einem kooperativen Fachtag ein.

Der Fachtag steht in Tradition der jährlich im Bezirk durchgeführten Präventionsfachtage mit dem Ziel der Verbesserung der ressortübergreifenden Vernetzung. Diesmal zum Schwerpunktthema „Einmischen! statt Aufmischen – Demokratiebildung & Prävention vor Radikalisierung“. Der Präventionsfachtag bot erneut eine vielfältige Plattform zur Vernetzung, Wissensanreicherung und zum kollegialen Austausch.

Nach den Grußworten der Stadträte eröffneten zwei Einstiegsvorträge den Fachtag: Juniorprofessorin Dr. Luisa Girnus (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität) stellte dem Auditorium wissenschaftliche Erkenntnisse und Anregungen zu „Demokratiebildung in Schule und Jugendarbeit“ vor. Steven Avanzato-Driesner und Angela Wischner vom Landeskriminalamt Berlin skizzierten die Datenlage zu „Radikalisierungsphänomenen in der Altersphase von Kindern und Jugendlichen“ mit Blick auf Berlin und Tempelhof-Schöneberg.

Folgend konnte sich das Fachpublikum an 22 Marktplatzständen über regionale und überregionale Angebote zur Demokratiebildung und Radikalisierungsprävention informieren und vernetzen.

In 10 Workshops wurde anschließend zu Schwerpunktthematiken wie rechtsextreme Symbole und Erscheinungsformen, „Nahostkonflikt“, Antifeminismus in den sozialen Medien, Streetwork und Straßenpolitisierung, Partizipation und Teilhabe an Sport und Bewegung, Selbstverwaltung in der offenen Jugendarbeit, Kinderrechte, Antiziganismus sowie „Pädagogischer Umgang mit Emotionen und Förderung von Widerspruchstoleranz in einer vielfältigen Gesellschaft“ informiert und diskutiert.

Der Fachtag endete mit offenen Gesprächstischen, an denen bezirkliche Leitungskräfte zum Gespräch einluden.

An dieser Stelle Dank an die über 70 aktiv beteiligten Personen, die mit ihrer Expertise zum Gelingen eines weiteren äußerst erfolgreichen Präventionsfachtages beitrugen.