Tempelhof-Schöneberger Aktionswochen gegen Antisemitismus 2025

Pressemitteilung Nr. 389 vom 21.10.2025

Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Bezirk Tempelhof-Schöneberg aktiv an den bundesweiten Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus. Im Oktober und November erwartet die Bürger_innen ein vielfältiges Programm aus Ausstellungen, Lesungen, Konzerten, Workshops und Stadtführungen, das zur Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte, Kultur und Gegenwart sowie mit aktuellen Erscheinungsformen von Antisemitismus einlädt.

Herzliche Einladung ergeht besonders zur Eröffnung der Ausstellung „Ob die Möwen manchmal an mich denken? – Die Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee“.

Eröffnung der Ausstellung
„Ob die Möwen manchmal an mich denken? – Die Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee“

Mittwoch, 29. Oktober 2025 um 18:00 Uhr

Rathaus Schöneberg, Verwaltungsbücherei (Raum 1116/1117)
John-F. Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin

Freuen Sie sich auf Grußworte von Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann sowie einführende Erläuterungen der Kuratorin Dr. Kristine von Soden. Musikalisch wird der Abend begleitet durch Klarinettist Nur Ben Shalom.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten. Schon um 1900, lange vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten, warnen jüdische Zeitungen vor Ostseebädern, in denen jüdische Besucher_innen als unerwünscht galten. Der Antisemitismus fand seinen traurigen Höhepunkt 1937, als jüdischen Badegästen der Besuch aller Ostseebäder und -strände verboten war.

Ein weiteres Highlight der Tempelhof-Schöneberger Aktionswochen gegen Antisemitismus ist das Benefizkonzert für den Kibbuz Ruhama.

Benefizkonzert für den Kibbuz Ruhama

Sonntag, 26. Oktober 2025 um 18:00 Uhr

Gemeinschaftshaus Lichtenrade
Lichtenrader Damm 212, 12305 Berlin

Der leidenschaftliche 30-köpfige Chor widmet sich unter der Leitung von Hemi Levison und von Natalia Gutman begleitet am Klavier seit seiner Gründung vor über 30 Jahren der Pflege traditioneller und moderner Synagogalmusik.

Der Shalom Chor hat eine Patenschaft für das Kinderhaus des Kibbuz Ruhama in Israel übernommen. Der kleine Kibbuz östlich von Sderot hat 500 Bewohner_innen und Waisenkinder des völlig zerstörten Kibbuz Kfar Aza aufgenommen, die durch den Vernichtungsangriff der Terrororganisation Hamas am 7. Oktober 2023 ihr Zuhause verloren haben. Das Kinderhaus versucht den traumatisierten Kindern einen Ort der Geborgenheit zu schaffen. Alle Spenden des Abends kommen dem Kinderhaus zugute.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Die Tempelhof-Schöneberger Aktionswochen gegen Antisemitismus werden von der bezirklichen Partnerschaft für Demokratie organisiert und über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ finanziert.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie auf der Website der Aktionswochen 2025.