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Maßnahmen für ein friedliches Miteinander rund um das BB-Hotel im Fuggerkiez

Pressemitteilung Nr. 378 vom 14.10.2025

In den letzten Wochen wird in der Presse verstärkt über die Situation rund um das BB-Hotel in der Fuggerstraße berichtet. Zum Teil wurden hierbei Informationen stark verkürzt dargestellt. Dadurch könnte der Eindruck entstanden sein, dass seitens des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg zu wenig getan wird, um vorhandene Missstände abzustellen. Dies ist nicht der Fall.

Jörn Oltmann, Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg:
„Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg nimmt die Situation rund um das BB Hotel in der Fuggerstraße sehr ernst. Wir verstehen den Ärger und die Sorgen der Nachbarschaft und haben bereits mehrere Maßnahmen ergriffen, um die Situation vor Ort zu verbessern. Vermüllung, Ordnungswidrigkeiten oder gar Straftaten werden nicht geduldet, unabhängig davon, von wem sie ausgehen. Ich möchte ausdrücklich alle Anwohnenden ermutigen, Straftaten konsequent bei der Polizei anzuzeigen, damit diese wirksam verfolgt werden können. Unser Ziel bleibt klar: mehr Sicherheit, Sauberkeit und ein respektvolles Miteinander im Kiez. Gleichsam werden wir alle menschenverachtenden Kommentare in den sozialen Medien zur Anzeige bringen: Null Toleranz für Hass und Hetze!“

Das Bezirksamt befasst sich bereits seit geraumer Zeit mit der Situation rund um das BB-Hotel. Bereits im Jahr 2022 führte Bezirksbürgermeister Oltmann mehrere Gespräche und Begehungen vor Ort durch, nachdem Beschwerden aus der Nachbarschaft eingegangen waren. Die damals durchgeführten Begehungen und Kontrollen durch die Fachstelle Soziale Wohnhilfe ließen keine Gründe erkennen, warum das Hotel nicht weiterhin für die Unterbringung wohnungsloser Menschen den Berliner Bezirken zur Verfügung stehen sollte.

Im August 2025 wurde aufgrund festgestellter erheblicher Hygienemängel ein Belegungsstopp für die Unterkunft verfügt. Bis zur Beseitigung aller Mängel und Erfüllung von Auflagen wird keine weitere Belegung erfolgen. Dabei ist hervorzuheben, dass die Belegung gesamtstädtisch erfolgt und das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg in nur einem Fall beteiligt war.

Parallel arbeitet das Bezirksamt unter anderem mit der Geschäftsführung der Unterkunft zusammen.

In einem Treffen im September wurde mit Bezirksbürgermeister Oltmann vereinbart, die beengte Wohnsituation durch die Schaffung eines Aufenthaltsraumes zu verbessern, auch um Konflikte im öffentlichen Raum zu verringern. Im Rahmen der Präventionsarbeit wurde auch der Verein Amaro Foro e.V. einbezogen, um mit einem diskriminierungsfreien Ansatz zum Abbau von Spannungen beizutragen und das Zusammenleben zu verbessern. Zudem wird in Zusammenarbeit mit sozialen Trägern geprüft, wie soziale Angebote und Unterstützungsstrukturen für die Bewohner_innen des Hotels ausgebaut werden können, um Integration und ein friedliches Zusammenleben zu fördern.

Politisch hält Bezirksbürgermeister Oltmann es für dringend notwendig, dass das Abgeordnetenhaus ein Wohnungslosenunterbringungsgesetz verabschiedet, in dem verbindliche Mindeststandards der Unterbringung und Betreuung geregelt werden. Nur auf dieser Grundlage lässt sich die Situation langfristig und nachhaltig verbessern.