„Gedenken an die nationalsozialistischen Verbrechen an Kriegsgefangenen“

Pressemitteilung Nr. 260 vom 09.07.2025

Einweihung einer Gedenktafel

Am 17. Juli 2025 um 15 Uhr wird eine bezirkliche Gedenktafel eingeweiht, die an die Verbrechen der Nationalsozialisten an Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg erinnert. Sie wird vor der Badenschen Straße 50/51 enthüllt. Dort befand sich 1940 bis 1944 die Abteilung „Kriegsgefangenenwesen des Oberkommandos der Wehrmacht“.

Donnerstag, 17. Juli 2025 um 15:00 Uhr

Badensche Straße 50/51, 10825 Berlin

Das Gebäude in der Badenschen Straße 50–51 im Jahr 1943

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs gerieten Millionen Soldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft – viele starben unter unmenschlichen Bedingungen. Die Abteilung „Kriegsgefangenenwesen“ in der Badenschen Straße 50/51 verwaltete die Lager und war mitverantwortlich für schlechte Versorgung und Zwangsarbeit. Besonders sowjetische Gefangene waren betroffen – von 5,7 Millionen starben drei Millionen.

Mit Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg wird nun in Form einer Gedenktafel an diese Verbrechen erinnert. Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, die heute dort ansässig ist, hat sich ebenfalls mit der Geschichte ihres Hauses beschäftigt und erinnert im Eingangsbereich daran.

Grußworte:

  • Tobias Dollase, Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Weiterbildung und Kultur Tempelhof-Schöneberg
  • Prof. Dr. Jens Hermsdorf, Präsident der Hochschule für Wirtschaft und Recht

Einführung:

  • Dr. Stefan Petke, Historiker