Gedenken an die Befreiung Lichtenrades vor 80 Jahren

Pressemitteilung Nr. 142 vom 23.04.2025

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann und Bezirksverordnetenvorsteher Stefan Böltes legen einen Kranz am Mahnmal im Bornhagenweg in Lichtenrade nieder.

Bezirksbürgermeister und Bezirksverordnetenvorsteher legen Kranz nieder

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann und Bezirksverordnetenvorsteher Stefan Böltes legten heute am Mahnmal des Außenlagers des Konzentrationslagers Sachsenhausen im Ortsteil Lichtenrade einen Kranz nieder. Damit gedachten sie der Zwangsarbeiter und Häftlinge, die zwischen den Jahren 1941 und 1945 dort inhaftiert waren.

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann:
“Die Befreiung vom Nationalsozialismus beendete das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. Auch der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hinterlässt Zeugnisse dieser Zeit, in der Menschen systematisch ausgebeutet und zu Opfern der nationalsozialistischen Ideologie wurden. Im Rahmen des 650. Jubiläums von Lichtenrade in diesem Jahr ist die Befreiung des Ortsteils am 23. April 1945 ein wichtiger Teil der Geschichte, der nicht vergessen werden darf.”

Zwischen Bornhagenweg und Pechsteinstraße in Lichtenrade befand sich ab 1941 ein Kriegsgefangenenlager und von 1943 bis 1945 eines von rund 100 Außenlagern des Konzentrationslagers Sachsenhausen. In den neun Baracken waren rund 500 Männer aus Deutschland, der Sowjetunion, Polen, der Tschechoslowakei, Norwegen, den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Luxemburg inhaftiert. Die Gefangenen mussten täglich schwerste körperliche Arbeit verrichten. Das Gelände war mit Stacheldraht umzäunt und von Wachtürmen umgeben. Am 23. April 1945 erfolgte die Befreiung Lichtenrades durch die Rote Armee.

Der Kranz im Gedenken an die Zwangsarbeiter im Außenlager des KZ Sachsenhausen.

Die Inschrift der Gedenkanlage lautet:

„Erinnern
und
nicht
Vergessen

Zum Gedenken an
die Opfer des
nationalsozialistischen
Terrors, die hier
zwischen 1943 und 1945
im ehemaligen
Außenlager des
Konzentrationslagers
Sachsenhausen
inhaftiert waren.“