Zerstörte Flaggen Israels werden unsere Solidarität mit den Menschen Israels nicht beeinträchtigen

Pressemitteilung Nr. 128 vom 09.04.2025

In den vergangenen zwei Wochen kam es wiederholt zu Angriffen auf die am Rathaus Tempelhof gehisste Israelflagge. In der Nacht zum 21. März 2025 beschädigten Unbekannte die Flaggenmasten vor dem Rathaus Tempelhof und rissen die Flaggen Israels und der Bundesrepublik Deutschland herunter. Am Wochenende vom 29./30. März 2025 kam es zu einem weiteren Vorfall. Dabei beschädigten Unbekannte den Flaggenmast, an dem die israelische Flagge befestigt war, rissen die israelische Flagge herunter und zerstörten sie. Bereits in der Nacht zum 13. November 2024 war an gleicher Stelle die Flagge Israels heruntergerissen und zerschnitten worden. Die Täter entkamen unerkannt. In allen drei Fällen erstattete das Bezirksamt Anzeige bei der Polizei.

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hatte nach dem antisemitischen Massaker vom 7. Oktober 2023 als Zeichen der Anteilnahme mit den Opfern des Massakers und ihren Angehörigen vor den Rathäusern Schöneberg und Tempelhof die israelische Flagge gehisst. Tempelhof-Schöneberg steht solidarisch an der Seite der Opfer der Gewalttaten und fordert wie die Bundesregierung die Freilassung der Geiseln, die sich in den Händen der islamistischen Terrororganisation Hamas befinden. Solange die Geiseln nicht befreit wurden, bleibt die Flagge Israels vor den Rathäusern des Bezirks gehisst.

Jörn Oltmann, Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg:
“Die wiederholten Angriffe auf die israelische Flagge sind Ausdruck eines israelbezogenen Antisemitismus. Die Vorfälle machen deutlich wie wichtig das Engagement gegen jede Form des Antisemitismus ist. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg steht an der Seite aller Menschen in Israel. Den Betroffenen von Antisemitismus, den Opfern des Massakers vom 7. Oktober 2023 und ihren Angehörigen wird das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg weiterhin öffentlich seine Solidarität zeigen.”

Das Engagement gegen jede Form des Antisemitismus ist dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg ein besonderes Anliegen. Tempelhof-Schöneberg unterhält eine enge und bereits im Jahr 1970 begründete Städtepartnerschaft mit der israelischen Stadt Nahariya. Der Bezirk setzt sich aktiv für eine demokratische Erinnerungskultur, das Gedenken an die Opfer des Holocaust und die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ein. So beteiligt sich Tempelhof-Schöneberg jährlich mit der bezirklichen Partnerschaft für Demokratie an den bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus. Das Hissen der israelischen Flaggen ist Teil dieses Engagements gegen Antisemitismus und zugleich Symbol für die Solidarität mit den von Antisemitismus und Terror betroffenen Menschen Israels.