Baurecht für Wohnquartier in Marienfelde
Pressemitteilung Nr. 127 vom 09.04.2025
Rund 320 Wohnungen am Lichterfelder Ring geplant
Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat am 1. April 2025 nach Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung den Bebauungsplan 7-92 für das Wohnungsbauprojekt am Lichterfelder Ring 113/121 festgesetzt. Damit ist der Weg frei für die Errichtung von rund 320 bis 360 Wohnungen durch die Bauherrin Degewo. Die Hälfte der Wohnungen wird als Sozialwohnungen angeboten, mit einer Anfangskaltmiete von 7 Euro pro Quadratmeter.
Bezirksstadträtin Eva Majewski erklärt dazu:
“Wir schaffen hier Baurecht für dringend benötigten Wohnraum – und das auf nachhaltige Weise. Uns ist wichtig, dass dabei auch soziale Infrastruktur, Grünflächen und Artenschutz mitgedacht werden. Das Projekt am Lichterfelder Ring ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir Stadtentwicklung verantwortungsvoll gestalten.”
Bereits zu Beginn der Planungen 2019 hatte sich die Degewo gemäß dem „Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung“ zur Übernahme sämtlicher Planungskosten sowie zur Beteiligung an den ausgelösten Folgekosten für Grundschulplätze, öffentliche Grünflächen und einen Waldspielplatz verpflichtet.
Für die Planaufstellung waren aufwändige Abstimmungen und Genehmigungen erforderlich: Nach einer Städtebauwerkstatt mit Beteiligung der Nachbarschaft im Jahr 2021 mussten unter anderem eine Waldumwandlungsgenehmigung eingeholt und die hohen Anforderungen des Natur- und Artenschutzes erfüllt werden. All dies wurde bis 2024 erfolgreich abgeschlossen und vertraglich gesichert. Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Umsiedlung der am Lichterfelder Ring vorkommenden Zauneidechsen. Der naturschutzfachliche Ausgleich erfolgt sowohl auf dem Gelände selbst als auch auf einer externen Ausgleichsfläche – nämlich auf dem Gelände der ehemaligen Bezirksgärtnerei am Diedersdorfer Weg.
Der bisher auf dem Gelände am Lichterfelder Ring ansässige Ponyclub „Zu den flotten Hufen“ zieht mit Unterstützung des Bezirksamtes auf ein Gelände am Schichauweg 56.
Mit dem nun geschaffenen Baurecht können die dringend benötigten Wohnungen in Marienfelde realisiert werden. 2028 sollen die ersten Mieterinnen und Mieter einziehen.
Mit dem Erscheinen der Rechtsverordnung des Bebauungsplans im Gesetz- und Verordnungsblatt ist in den nächsten Wochen zu rechnen. Dies ist der letzte Schritt und das geschaffene Baurecht tritt einen Tag später in Kraft.
Kontakt:
Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung und Facility Management
Eva Majewski