„Zwischen den Welten. Die private Fotosammlung von Käte Frank 1928-1948“

Pressemitteilung Nr. 051 vom 10.02.2025

Neue Sonderausstellung im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie (EMOP)

Am 27. Februar 2025 um 15:00 Uhr eröffnet die neue Sonderausstellung „Zwischen den Welten. Die private Fotosammlung von Käte Frank 1928–1948“ im Schöneberg Museum.

„Zwischen den Welten. Die private Fotosammlung von Käte Frank 1928–1948“
Ausstellungseröffnung mit dem Kurator Robert Mueller-Stahl

Donnerstag, 27. Februar 2025 um 15:00 Uhr

Schöneberg Museum, Hauptstraße 40/42, 10827 Berlin

Laufzeit der Ausstellung: 28. Februar bis 30. März 2025

Käte Frank und ihr Bruder Hans Lichtenstein, Berlin 1928

Private Fotos eröffnen einen besonderen Einblick in das Leben jüdischer Menschen in den 1930er und 1940er Jahren. Während sie für familiäre Erinnerungen von großer Bedeutung sind, finden sie jedoch in der Öffentlichkeit bislang kaum Beachtung.

Eine einzigartige Sammlung bilden die Fotografien von Käte Frank. Sie beginnen im Berlin der Weimarer Republik und spiegeln die Aufbruchsstimmung jener Jahre wider. Als junge Frau findet Käte Frank Anschluss an ein kosmopolitisches Umfeld. Anfang der 1930er Jahre bricht sie mit einer Freundin nach Spanien auf und erlebt in einer politisch linksorientierten Boheme neue Freiräume. 1933 versperrt die Machtübergabe an die Nationalsozialisten ihre Rückkehr nach Deutschland, 1936 bedroht der Spanische Bürgerkrieg auch ihr direktes Umfeld. Im selben Jahr bringt sie ihre Tochter Miriam zur Welt. Aus dem Aufbruch wird ein Leben auf der Flucht: 1938 entkommen Mutter und Kind nach Frankreich, 1941 nach Mexiko und 1948 schließlich nach Neuseeland.

Ihre Bilder hat sie auf diesem Weg stets bei sich. In zehn Alben hält sie ihr bewegtes Leben fest. Sie zeigen eindrücklich, wie die private Fotografie in einer Zeit tiefer Erschütterungen zum Gradmesser einer immer fragileren Freiheit wird.

Logo des Europäischen Monats der Fotografie mit dem Zeithinweis vom 1. bis 31. März 2025 in Berlin.

Die Ausstellung findet im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie (EMOP) statt, Deutschlands größtem Fotofestival. Unter dem Leitmotiv „was zwischen uns steht“ thematisieren rund hundert Fotoausstellungen politische Spannungen und die Fragilität demokratischer Werte.