ehem. Feuerwache Alt-Lietzow - Malteser Hilfsdienst

Hölzerner Steigeturm der ehemaligen Feuerwache 2001_Nitsch

Baudenkmal
Die Feuerwache wurde 1888/99 von Paul Bratring als viergeschossiger Ziegelbau an der Stelle gebaut, an der etwa 600 Jahre zuvor der Bauernsohn Peter Behrend seinen Hof Lusze angelegt und das Dorf Lietzow gegründet hatte. Die Feuerwache wurde am 1. April 1889 eröffnet.

Charlottenburg hatte damals 47 Feuerwehrmänner, 10 Feuermelder und 400 Hydranten. Auf dem 3.131 qm großen Gelände wurden neben dem eigentlichen Dienstgebäude ein Stall für 16 Pferde, eine Kutscherstube, ein Hauswartsgebäude, ein Schuppen für 21 Sprengwagen der Straßenreinigung und eine Werkstatt eingerichtet. Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes entstand eine gewölbte, durch eiserne Säulen in zehn Unterstände geteilte Wagenhalle, die durch zweiflügelige Tore in der Vorder- und Hinterfront geschlossen wurde.

Ehem. Feuerwache Alt Lietzow - Malteser

Später entstanden zahlreiche Erweiterungsbauten: 1895 ein Zwischenflügel, 1899 ein hölzerner Steigeturm, 1903/04 eine nach Norden ausgerichtete Dreiflügelanlage und 1924 ein Wohnhaus, beide von Rudolf Walter.
1983 bis 1986 wurden die Gebäude saniert, modernisiertund den Bedürfnissen des neuen Nutzers, Malteser Hilfsdienst e.V., angepasst.

Offizielle Vertretung des Souveränen Malteser Ritterordens
Der Souveräne Malteser Ritterorden genießt bei den Vereinten Nationen Beobachterstatus, vergleichbar der Schweiz und dem Vatikan; er unterhält mit 28 Vollmitgliedern der UN diplomatische Beziehungen. Leiter der Anfang Oktober 2001 eröffneten Vertretung ist Augustin Freiherr d’Aboville.