Drucksache - 1119/5  

 
 
Betreff: Jugend-Klimakonferenz – Forderungen von Fridays for Future ernst nehmen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion DIE LINKE 
Verfasser:Juckel/Schenker/Gronde-Brunner 
Drucksache-Art:AntragAntrag
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
11.04.2019 
30. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin überwiesen   
Ausschuss für Schule Beratung
04.06.2019 
27. Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Schule      
Ausschuss für Umwelt, Natur- und Klimaschutz, Liegenschaften und Grünflächen Beratung
20.08.2019 
29. Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Natur- und Klimaschutz, Liegenschaften und Grünflächen      
Jugendhilfeausschuss Beratung
Bezirksverordnetenversammlung Beratung

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag

Die BVV möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird beauftragt, eine Klimakonferenz mit jungen Menschen des Bezirks zu organisieren und durchzuführen, um sich mit den Forderungen der seit mehreren Wochen streikenden Schüler*innen und jungen Menschen der „Fridays for Future“ Bewegung ernsthaft auseinander zu setzen und ihre Forderungen und Ideen in politisches Handeln umzusetzen.

 

Im Vorfeld der Planung soll das Bezirksamt Kontakt mit den Sprecher*innen von „Fridays for Future“, dem Kinder- und Jugendparlament und dem Bezirksschüler*innenausschuss aufnehmen, um diese in die Planung der Klimakonferenz einzubeziehen. Sowohl Schüler*innen und Auszubildende aller im Bezirk vorhandenen Schulformen sowie Student*innen sind zur Konferenz einzuladen.

Die auf der Konferenz eingebrachten Ideen und Forderungen sollen anschließend entsprechend dem Zuständigkeitsbereich Einzug in die Bezirkspolitik finden sowie auf die Landeseben getragen werden.

 

Der BVV ist zum 30.06.2019 zu berichten.

 

Begründung:

Im September 2015 haben die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen die „Agenda 2030“ mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) verabschiedet, um den weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten. Zudem wurde im selben Jahr das Pariser Übereinkommen verabschiedet. Damit sind alle Staaten aufgefordert, sich für eine nachhaltige und gerechtere Entwicklung einzusetzen sowie eine globale Antwort auf den Klimawandel zu finden. Doch hierfür sind nicht nur die Staaten gefragt, sondern vielmehr braucht es die Zusammenarbeit der verschiedenen politischen Ebenen, also auch der Kommunalpolitik, sowie der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteure vor Ort. Denn die globalen Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam lösen.

Bei der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele und dem Erreichen der Klimaziele muss auch Charlottenburg-Wilmersdorf seinen Beitrag leisten, denn die Frage, wie wir unseren Planeten für alle lebenswert erhalten, geht uns alle an. Und genau hierfür setzen sich die seit Wochen streikenden Schüler*innen und jungen Menschen der „Fridays for Future“ Bewegung ein. Dabei darf es nicht bleiben. Ihre Stimmen müssen ernst genommen werden und dürfen nur in einem gemeinsamen Dialog münden, der dazu dienen muss, ihre Forderungen und Ideen für eine andere Klimapolitik in bezirkliche Politikgestaltung einfließen zu lassen.

 

 
 

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