Gremien und Veranstaltungen des Integrationsbüros

Viele Hände fassen sich an
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Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren ist eine zentrale Säule der bezirklichen Integrationsarbeit. Folgende Veranstaltungen und Netzwerke werden durch das Integrationsbüro betreut:

Migrationsbeirat

Der Migrationsbeirat Charlottenburg-Wilmersdorf will der Vielfalt im Bezirk eine Stimme geben, friedlich und unabhängig von der Herkunft. Wir wollen ein neues Gesellschaftsbild verankern, in dem sich alle Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Kultur gemeinsam zu Hause fühlen. Wir wollen das Miteinander wirkungsvoll und aktiv gestalten in Vielfalt, Verschiedenheit und Vielheit. Gegenseitige Achtung, die Anerkennung unserer unterschiedlichen Werte und der Respekt vor unserer Verschiedenheit sind die Grundlagen unseres Engagements.

In ihm sind insgesamt 12 Vertreterinnen und Vertreter wichtiger migrantischer Communities in Charlottenburg-Wilmersdorf sowie Personen vertreten, die in integrationspolitisch relevanten Themenbereichen tätig sind. Der Integrationsbeauftragte hat die Geschäftsführung inne.

Der Migrationsbeirat tagte zum ersten Mal am 26. Oktober 2017.

Interreligiöser Dialog Charlottenburg-Wilmersdorf

In Charlottenburg-Wilmersdorf sind viele Religionsgemeinschaften angesiedelt. Große Gotteshäuser wie die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche am Breitscheidplatz, die traditionsreiche Berliner Moschee in der Brienner Straße oder die Jüdische Synagoge in der Pestalozzistraße fügen sich gemeinsam mit vielen kleineren Gemeinden und Gebetsstätten zu einem dichten Teppich der religiösen Vielfalt in Charlottenburg-Wilmersdorf zusammen.

Der interreligiöse Dialog spielt eine entscheidende Rolle für das friedliche Miteinander im Bezirk. Am 01.12.2008 wurde der erste Interreligiöse Dialog des Bezirkes Charlottenburg-Wilmersdorf veranstaltet. Seither treffen sich die im Bezirk vertretenen Religionsgemeinschaften unter dem Vorsitz von Bezirksbürgermeister Naumann vier Mal jährlich zu einer Dialogrunde. Neben den Berichten aus den Gemeinden stehen immer wieder aktuelle gesellschaftspolitische Fragen auf der Tagesordnung.

Integrationspreis Charlottenburg-Wilmersdorf

Finalisten und Finalistinnen und Herr Herz und Frau Hansen bei der Preisverleihung 2019
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmnersdorf

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf verleiht jährlich den Integrationspreis für besondere Aktivitäten und Leistungen um das interkulturelle Zusammenleben im Bezirk. Die Verleihung findet traditionell am 18. Dezember (dem „internationalen Tag der Migrant*innen“) statt.

Auch 2019 wurden Menschen für ihr Engagement im Bezirk geehrt.

Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Arne Herz und die Vorsteherin der BVV, Annegret Hansen, haben zum siebten Mal den Integrationspreis Charlottenburg-Wilmersdorf verliehen. Dieses Jahr konnten die Bürger*innen des Bezirks erstmals online darüber abstimmen, wer den Preis erhalten soll. Zur Abstimmung standen jeweils drei Finalist*innen in den Kategorien „Einzelperson“ und „Verbände und Institutionen“, die im Vorfeld von einer Jury ausgewählt wurden.

Als Einzelperson wurde Saada Diab-Heier mit dem Integrationspreis ausgezeichnet. 2009 gründete Frau Diab-Heier eine Arabische Vorschule in einer Kita. 2018 begann Sie dann mit dem Projekt „Alphabet Sprachschule“ in Charlottenburg. Ziel ihres Projekts ist es, Kindern die arabische Sprache Ihrer Eltern unabhängig von der religiösen oder nationalen Zugehörigkeit zu vermitteln. Frau Diab-Heier betonte in ihrer Dankesrede, dass starke Wurzeln eine wichtige Voraussetzung für Kinder seien, sich zu entfalten und viele Heimaten in sich tragen zu können.

In der Kategorie „Verbände und Institutionen“ wurde das Team der Fahrradwerkstatt H16 ausgezeichnet. Die Fahrradwerkstatt in der Flüchtlingsunterkunft Heerstraße 16 repariert seit 2017 jeden Mittwochnachmittags Fahrräder von und für Bewohner*innen. Die aktive Einbindung von Geflüchteten bei der Reparatur der Fahrräder ermöglicht es, wertvolles Wissen zu teilen und weiterzugeben. Das bürgerliche Engagement der Fahrradwerkstatt in der Unterkunft Heerstraße 16 leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Ankommen in Deutschland.
Alle sechs nominierten Finalist*innen wurden auf der Veranstaltung mit einer Laudatio gewürdigt. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig, dass Engagement für die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte ist. Es fängt dabei an, anderen „das Lernen zu lehren“ und damit Ankommensprozesse zu ermöglichen. Menschen mobil und damit ein Stück unabhängiger zu machen ermöglicht Teilhabe ebenso wie die Schaffung von Brücken zwischen den Religionen und das Werben für gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Herr Herz betonte in seiner Eingangsrede, dass all dieses Engagement den Menschen in den Mittelpunkt stelle, Persönlichkeiten stärke und Begegnungen auf Augenhöhe ermögliche.

Runder Tisch Ehrenamtlicher & Willkommensinitiativen

Der Runde Tisch der ehrenamtlich Engagierten und Willkommensinitiativen in der Flüchtlingsarbeit fand in der Vergangenheit jeden 2. Mittwoch im Monat ab 18 Uhr statt. Aktuell ruht das Gremium und wird voraussichtlich im April 2020 wieder einberufen.

Bei Fragen können Sie sich weiterhin an das Integrationsbüro wenden.

Zukunftstage

Unter dem Motto „Gemeinsam Integration neu denken: Chancen sehen, geben und nutzen“ diskutieren auf den öffentlichen Zukunftstagen Ehrenamtliche und Hauptamtliche darüber, wie eine gesellschaftliche Teilhabe und Integration aller im Bezirk lebenden Menschen gelingen kann.

Die Veranstaltungen dienen dem Austausch und der verstärkten Zusammenarbeit der Aktiven untereinander und miteinander.

Der VI. Zukunftstag fand am 11. September 2019 statt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Weitere Gremien des Integrationsbüros

Austauschrunde der Unterkunftsleiter*innen

Aufgrund der zum Teil rasanten Entwicklungen in der Unterbringung geflüchteter Menschen im Land Berlin und damit einhergehenden komplexen Herausforderungen und Fragestellungen für die Betreiber der Flüchtlingsunterkünfte auch im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf finden seit Januar 2016 monatlich die sogenannten „Austauschrunden der Unterkunftsleiter*innen“ statt.

Im Mittelpunkt der bezirklichen Austauschrunden stehen die Anliegen und Fragestellungen der hauptamtlichen Mitarbeiter*innen der Flüchtlingsunterkünfte, um ihren Aufgaben bestmöglich nachkommen zu können. Die Teilnahme an den Runden ist freiwillig.
Weitere Ziele der Treffen sind die Vernetzung und der Austausch untereinander sowie mit dem Bezirksamt und der Vermittlung von relevantem Fachwissen, Zuständigkeiten und Verfahrensabläufen.

Je nach Thema der jeweiligen Austauschrunde werden einschlägige Vertreter*innen einzelner Fachabteilungen des Bezirksamtes, der Senatsverwaltung sowie externer Träger eingeladen, um neue Projekte oder aber Verfahren/ Änderungen vorzustellen und Fragen zu beantworten.

Die Austauschrunde wird kontinuierlich den sich ändernden Anforderungen und Vorstellungen der Teilnehmenden angepasst.
Die Treffen sind nicht öffentlich.

Pangea-Beirat

Das interkulturelle Vereins- und Begegnungszentrum „Pangea-Haus“ im Wilmersdorfer Güntzelkiez ein Dach für Migrantenselbstorganisationen, Vereine und Projekte, die sich integrationspolitisch engagieren. Die Immobilie ist Bezirkseigentum. Ein Beirat verhandelt alle entscheidenden Fragen: er entscheidet über Vermietungen, beschließt strategische Weichenstellungen für das Haus und genehmigt Jahreswirtschaftspläne.

Vorsitzende des Beirates ist Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann. Des Weiteren sind alle Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung sowie die Mieterschaft vertreten. Der Integrationsbeauftragte hat die Geschäftsführung inne.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Begleitausschuss der „Partnerschaft für Demokratie“

Jedes Jahr vergibt der Begleitausschuss der „Partnerschaft für Demokratie“ Projektförderungen an zivilgesellschaftliche Organisationen und Einzelpersonen. Diese sollen das Engagement für Demokratie und Vielfalt bzw. gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit unterstützen. Vorsitzender ist Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann. Eine externe Fach- und Koordinierungsstelle ist Erstansprechpartner, koordiniert die Arbeit des Begleitausschusses und leistet fachliche Beratung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Integrationsbeauftragten

Der Integrationsbeauftragte ist Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft und nimmt regelmäßig an deren Sitzungen teil. Die Sitzungen finden in wechselndem Turnus in den Bezirken sowie beim Beauftragten des Berliner Senats für Integration und Migration statt. In der Landesarbeitsgemeinschaft diskutieren alle zwölf bezirklichen Integrationsbeauftragten aktuelle Herausforderungen und arbeiten gemeinsam an Lösungen.