Urbanes Grünlandprojekt Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf

Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Urban Greening“ zwischen dem Naturschutzamt Charlottenburg-Wilmersdorf und der Naturschutzorganisation The Nature Conservancy Projekte zur Klimaanpassung und zur Erhöhung der biologischen Vielfalt durchgeführt. Hierbei wurde Wert darauf gelegt, dass neben der Erarbeitung von Konzepten auch eine Umsetzung von Maßnahmen erfolgt, die als Modell für andere Bezirke und Städte zur Erreichung dieser Ziele dienen können.

Deckblatt zum Urbanen Grünlandkonzept Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf mit Untertitel: Konzept für die Entwicklung von urbanem Grünland zur Anpassung an den Klimawandel und Förderung der biologischen Vielfalt

Urbanes Grünlandkonzept

Im Urbanen Grünlandkonzept wurden Potenziale für die Entwicklung von Gründlandflächen untersucht sowie konkrete Maßnahmen und Werkzeuge für die Aufwertung dieser Flächen entwickelt. Hierfür wurde ein sogenanntes Greenprint entwickelt – eine räumliche Analyse auf Basis von wissenschaftlichen Methoden, in der räumliche Potenziale für Begrünungsmaßnahmen ermittelt wurden (z. B. Potenziale für Dachbegrünung oder Förderung der Biodiversität von Straßenmittelstreifen). Gleichzeitig wurden Listen klimaresilienter und ökologisch wertvoller Pflanzenarten für verschiedene Lebensräume im urbanen Kontext zusammengestellt (s.u.), die verschiedenen Akteuren als Empfehlung für die Aufwertung des städtischen Grüns dienen können. Weiter wurden Empfehlungen für die Anlage und naturnahe Pflege urbaner Grünlandflächen sowie ein Schnellbewertungssystem für bestehendes Grünland entwickelt, das der Verwaltung als handliches Werkzeug für die Priorisierung zu entwickelnder Flächen im Bezirk dient.

Die Inhalte des Konzepts wurden verschiedenen Fachämtern vorgestellt und auch in größeren Fachkreisen im Rahmen einer Workshop-Reihe zu „Leitlinien und Artenauswahl für Ansaaten und Anpflanzungen im urbanen Kontext” fachlich diskutiert, die gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt organisiert wurde. Langfristiges Ziel ist es, Strategien und gesamtstädtische Leitlinien für Grünlandentwicklung zu entwickeln, die wegweisend für zukünftige Planungs- und Entscheidungsprozesse in Berlin sind.
Parallel zur Konzepterarbeitung wurden erste Pilotprojekte initiiert, die eine frühzeitige Umsetzung von Begrünungsmaßnahmen im Bezirk ermöglichten.

Zielarten von Pflanzen gebietseigener Herkünfte

  • Was sind die rechtlichen Vorgaben?

    Seit dem 2. März 2020 darf laut §40 Bundesnaturschutzgesetz das Saat- und Pflanzgut sowohl von krautigen Arten als auch von Gehölzen in der freien Natur nur noch innerhalb ihrer Vorkommensgebiete ausgebracht werden. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf liegt im Ursprungsgebiet 4 – dem Ostdeutschen Tiefland. Nähere Informationen dazu finden Sie in der Broschüre Pflanzen für Berlin – Verwendung gebietseigener Herkünfte sowie das Rundschreiben der Senatsverwaltung mit Anwendungshinweisen aus 2013 auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

  • Was sind gebietseigene Arten?

    Aus fachlicher Sicht werden als gebietseigene Arten Sippen bezeichnet, die aus Populationen einheimischer Sippen stammen, welche sich in einem bestimmten Naturraum über einen langen Zeitraum in vielen Generationsfolgen vermehrt haben. Es ist davon auszugehen, dass hier eine genetische Differenzierung gegenüber Populationen der gleichen Art in anderen Naturräumen erfolgt ist. „Arten“ im Sinne von § 7 (2) Nr. 3 BNatSchG umfassen jede Art (als taxonomischer Rang), Unterart oder Teilpopulation einer Art oder Unterart. Gebietseigene Arten sind daher gebietseigene Herkünfte einheimischer Arten (https://www.bfn.de/gebietseigene-herkuenfte). Zur praktischen Ermittlung von Herkünften wurde Deutschland in sog. Vorkommensgebiete unterteilt. Charlottenburg-Wilmersdorf liegt im Vorkommensgebiet 4 – Ostdeutsches Tiefland. Gebietseigene Arten sind also natürliche Vorkommen von Pflanzen aus diesem Gebiet. Eine sehr gute Darstellung der Gebiete finden Sie auf der Internetseite des Saatgutproduzenten Rieger-Hofmann.

  • Welche gebietseigenen Arten werden dargestellt und sind diese im Handel erhältlich?

    In den folgenden drei Listen wollen wir Ihnen verschiedenste Pflanzenarten aufzeigen, welche einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität und für ein artenreiches Grünland leisten. Die Listen beinhalten sowohl häufige Arten in Berlin/Brandenburg, von denen der Fachhandel zertifiziertes gebietseigenes Saatgut der Vorkommensgebiets 4 – Ostdeutsches Tiefland bereithält, als auch Arten, für die laut Roter Listen Berlin und Brandenburg unterschiedlichste Gefährdungsstufen bis zum Status ausgestorben gelten. Für diese seltenen Arten ist zertifiziertes gebietseigenes Saatgut nur schwer bis gar nicht im Handel erhältlich bzw. wird für spezielle Florenschutzprojekte, z.B. als Kompensationsmaßnahme, verwendet.

  • Liste gebietseigener Arten für Säume
    Gräser
    • Carex flacca – Blaugrüne Segge
    • Carex montana – Berg-Segge
    • Carex pallescens – Bleich-Segge
    • Luzula campestris – Feld-Hainsimse
    • Luzula pilosa – Braunblütige Hainsimse
    Kräuter
    • Agrimonia eupatoria – Kleiner Odermennig
    • Agrimonia procera – Großer Odermennig
    • Ajuga reptans – Kriechender Günsel
    • Anchusa officinalis – Gewöhnliche Ochsenzunge
    • Anemone sylvestris – Großes Windröschen
    • Anthericum liliago – Astlose Graslilie
    • Anthericum ramosum – Ästige Graslilie
    • Artemisia absinthium – Wermut
    • Asperula tinctoria – Färber-Meier
    • Astragalus cicer – Kicher-Tragant
    • Astragalus glycyphyllos – Süßer Tragant
    • Betonica officinalis – Gewöhnliche Betonie
    • Calluna vulgaris – Heidekraut
    • Campanula glomerata – Knäuel-Glockenblume
    • Campanula latifolia – Breitblättrige Glockenblume
    • Campanula persicifolia – Pfirsichblättrige Glockenblume
    • Campanula rapunculoides – Acker-Glockenblume
    • Campanula rotundifolia – Rundblättrige Glockenblume
    • Campanula trachelium – Nesselblättrige Glockenblume
    • Centaurea jacea ssp. jacea – Wiesen-Flockenblume
    • Centaurea scabiosa ssp. scabiosa – Skabiosen-Flockenblume
    • Cerastium arvense – Acker-Hornkraut
    • Cichorium intybus – Wegwarte
    • Clematis recta – Aufrechte Waldrebe
    • Clinopodium vulgare – Wirbeldost
    • Convallaria majalis – Gewöhnliches Maiglöckchen
    • Crepis biennis – Wiesen-Pippau
    • Cynoglossum officinale – Gewöhnliche Hundszunge
    • Echium vulgare – Gewöhnlicher Natternkopf
    • Euphorbia cyparissias – Zypressen-Wolfsmilch
    • Euphorbia esula – Esels-Wolfsmilch
    • Falcaria vulgaris – Sichelmöhre
    • Ficaria verna – Scharbockskraut
    • Filipendula vulgaris – Kleines Mädesüß
    • Fragaria moschata – Zimt-Erdbeere
    • Fragaria vesca – Wald-Erdbeere
    • Fragaria viridis – Knack-Erdbeere
    • Galeobdolon luteum – Echte Goldnessel
    • Galium boreale – Nordisches Labkraut
    • Galium sylvaticum – Wald-Labkraut
    • Galium verum – Echtes Labkraut
    • Geranium sanguineum – Blutroter Storchschnabel
    • Hieracium caespitosum – Wiesen-Habichtskraut
    • Hieracium murorum – Wald-Habichtskraut
    • Hieracium umbellatum – Doldiges Habichtskraut
    • Hylotelephium maximum – Große Waldfetthenne
    • Hylotelephium telephium – Purpur-Waldfetthenne
    • Hypericum maculatum – Geflecktes Johanniskraut
    • Hypericum tetrapterum – Geflügeltes Johanniskraut
    • Inula salicina – Weidenblättriger Alant
    • Knautia arvensis – Wiesen-Witwenblume
    • Lamium maculatum – Gefleckte Taubnessel
    • Lathyrus niger – Schwarzwerdende Platterbse
    • Lathyrus sylvestris – Wald-Platterbse
    • Lathyrus tuberosus – Knollen-Platterbse
    • Lathyrus vernus – Frühlings-Platterbse
    • Lithospermum officinale – Echter Steinsame
    • Lychnis vulgaris – Pechnelke
    • Maianthemum bifolium – Zweiblättriges Schattenblümchen
    • Malva alcea – Spitzblatt-Malve
    • Malva moschata – Moschus-Malve
    • Malva sylvestris – Wilde Malve
    • Myosotis sylvatica – Wald-Vergissmeinnicht
    • Ononis repens – Kriechende Hauhechel
    • Ononis spinosa – Dornige Hauhechel
    • Origanum vulgare – Gewöhnlicher Dost
    • Pastinaca sativa – Gewöhnlicher Pastinak
    • Peucedanum cervaria – Hirschwurz
    • Peucedanum oreoselinum – Berg-Haarstrang
    • Pimpinella major – Große Bibernelle
    • Pimpinella saxifraga – Kleine Bibernelle
    • Polygonatum multiflorum – Vielblütige Weißwurz
    • Polygonatum odoratum – Duftende Weißwurz
    • Potentilla alba – Weißes Fingerkraut
    • Potentilla erecta – Blutwurz
    • Primula elatior – Hohe Schlüsselblume
    • Primula veris – Wiesen-Schlüsselblume
    • Prunella grandiflora – Großblütige Braunelle
    • Pulmonaria angustifolia – Schmalblättriges Lungenkraut
    • Pulmonaria officinalis – Geflecktes Lungenkraut
    • Ranunculus lanuginosus – Wolliger Hahnenfuß
    • Sanguisorba minor – Kleiner Wiesenknopf
    • Scrophularia nodosa – Knotige Braunwurz
    • Securigera varia – Bunte Beilwicke
    • Senecio jacobaea – Jakobs-Greiskraut
    • Senecio ovatus – Fuchs-Greiskraut
    • Serratula tinctoria – Färberscharte
    • Silene latifolia ssp. alba – Weiße Lichtnelke
    • Silene nutans – Nickendes Leimkraut
    • Silene vulgaris – Taubenkropf-Leimkraut
    • Solidago virgaurea – Echte Goldrute
    • Stachys recta – Aufrechter Ziest
    • Stachys sylvatica – Wald-Ziest
    • Stellaria holostea – Große Sternmiere
    • Tanacetum corymbosum – Gewöhnliche Straußmargerite
    • Teucrium scorodonia – Salbei-Gamander
    • Thalictrum lucidum – Glänzende Wiesenraute
    • Thalictrum minus – Kleine Wiesenraute
    • Verbascum nigrum – Schwarze Königskerze
    • Verbascum phoeniceum – Purpur-Königskerze
    • Veronica chamaedrys – Gamander-Ehrenpreis
    • Veronica officinalis – Wald-Ehrenpreis
    • Veronica teucrium – Großer Ehrenpreis
    • Vicia cracca – Vogel-Wicke
    • Vicia sepium – Zaun-Wicke
    • Vincetoxicum hirundinaria – Weiße Schwalbenwurz
    • Viola odorata – März-Veilchen
    • Viola reichenbachiana – Wald-Veilchen
    • Viola riviniana – Hain-Veilchen
  • Liste gebietseigener Arten für Freiflächen/Wiesen
    Gräser
    • Anthoxanthum odoratum – Gewöhnliches Ruchgras
    • Brachypodium pinnatum – Fieder-Zwenke
    • Briza media – Mittleres Zittergras
    • Carex flacca – Blaugrüne Segge
    • Carex humilis – Erd-Segge
    • Carex montana – Berg-Segge
    • Festuca valesiaca – Waliser Schwingel
    • Luzula campestris – Feld-Hainsimse
    • Nardus stricta – Borstgras
    • Stipa capillata – Haar-Pfriemengras
    • Stipa pennata – Echtes Federgras
    Kräuter
    • Agrimonia eupatoria – Kleiner Odermennig
    • Agrimonia procera – Großer Odermennig
    • Ajuga genevensis – Heide-Günsel
    • Allium lusitanicum – Berg-Lauch
    • Allium schoenoprasum – Schnitt-Lauch
    • Anchusa officinalis – Gewöhnliche Ochsenzunge
    • Anemone sylvestris – Großes Windröschen
    • Anthemis tinctoria – Färber-Hundskamille
    • Anthericum liliago – Astlose Graslilie
    • Anthericum ramosum – Ästige Graslilie
    • Anthyllis vulneraria – Gewöhnlicher Wundklee
    • Armeria maritima ssp. elongata – Gewöhnliche Grasnelke
    • Artemisia absinthium – Wermut
    • Artemisia campestris – Feld-Beifuß
    • Asperula cynanchica – Hügel-Meier
    • Asperula tinctoria – Färber-Meier
    • Aster amellus – Berg-Aster
    • Astragalus cicer – Kicher-Tragant
    • Astragalus glycyphyllos – Süßer Tragant
    • Betonica officinalis – Gewöhnliche Betonie
    • Campanula glomerata – Knäuel-Glockenblume
    • Campanula rapunculoides – Acker-Glockenblume
    • Campanula rotundifolia – Rundblättrige Glockenblume
    • Cardamine pratensis – Wiesen-Schaumkraut
    • Carduus nutans – Nickende Distel
    • Carlina vulgaris – Gewöhnliche Golddistel
    • Centaurea jacea ssp. jacea – Wiesen-Flockenblume
    • Centaurea scabiosa ssp. scabiosa – Skabiosen-Flockenblume
    • Centaurea stoebe – Gewöhnliche Rispen-Flockenblume
    • Cerastium arvense – Acker-Hornkraut
    • Cichorium intybus – Wegwarte
    • Cirsium acaulon – Stängellose Kratzdistel
    • Clematis recta – Aufrechte Waldrebe
    • Clinopodium vulgare – Wirbeldost
    • Crepis biennis – Wiesen-Pippau
    • Cruciata laevipes – Gewöhnliches Kreuzlabkraut
    • Cynoglossum officinale – Gewöhnliche Hundszunge
    • Dianthus arenarius – Sand-Nelke
    • Dianthus carthusianorum – Kartäuser-Nelke
    • Dianthus deltoides – Heide-Nelke
    • Dianthus gratianopolitanus – Pfingst-Nelke
    • Echium vulgare – Gewöhnlicher Natternkopf
    • Eryngium campestre – Feld-Mannstreu
    • Eryngium planum – Flachblättriger Mannstreu
    • Euphorbia cyparissias – Zypressen-Wolfsmilch
    • Euphorbia esula – Esels-Wolfsmilch
    • Falcaria vulgaris – Sichelmöhre
    • Filipendula vulgaris – Kleines Mädesüß
    • Fragaria viridis – Knack-Erdbeere
    • Galatella linosyris – Gold-Aster
    • Galium boreale – Nordisches Labkraut
    • Galium verum – Echtes Labkraut
    • Geranium sanguineum – Blutroter Storchschnabel
    • Helianthemum nummularium – Gewöhnliches Sonnenröschen
    • Hieracium bauhini – Bauhin-Habichtskraut
    • Hieracium caespitosum – Wiesen-Habichtskraut
    • Hieracium cymosum – Trugdoldiges Habichtskraut
    • Hieracium sabaudum – Savoyer Habichtskraut
    • Hieracium umbellatum – Doldiges Habichtskraut
    • Hylotelephium maximum – Große Waldfetthenne
    • Hylotelephium telephium – Purpur-Waldfetthenne
    • Hypericum maculatum – Geflecktes Johanniskraut
    • Inula germanica – Deutscher Alant
    • Inula hirta – Rauhaariger Alant
    • Inula salicina – Weidenblättriger Alant
    • Knautia arvensis – Wiesen-Witwenblume
    • Lathyrus pratensis – Wiesen-Platterbse
    • Lathyrus tuberosus – Knollen-Platterbse
    • Leontodon hispidus – Rauer Löwenzahn
    • Leucanthemum ircutianum – Fettwiesen-Margerite
    • Leucanthemum vulgare – Frühe Margerite
    • Lotus corniculatus – Gewöhnlicher Hornklee
    • Lotus maritimus – Spargelerbse
    • Lychnis flos-cuculi – Kuckucks-Lichtnelke
    • Lychnis vulgaris – Pechnelke
    • Lysimachia nummularia – Pfennig-Gilbweiderich
    • Malva alcea – Spitzblatt-Malve
    • Malva moschata – Moschus-Malve
    • Malva sylvestris – Wilde Malve
    • Medicago lupulina – Hopfen-Luzerne
    • Onobrychis arenaria – Sand-Esparsette
    • Ononis repens – Kriechende Hauhechel
    • Ononis spinosa – Dornige Hauhechel
    • Origanum vulgare – Gewöhnlicher Dost
    • Pastinaca sativa – Gewöhnlicher Pastinak
    • Petrorhagia saxifraga – Steinbrech-Felsennelke
    • Peucedanum cervaria – Hirschwurz
    • Peucedanum oreoselinum – Berg-Haarstrang
    • Picris hieracioides – Gewöhnliches Bitterkraut
    • Pimpinella major – Große Bibernelle
    • Pimpinella saxifraga – Kleine Bibernelle
    • Plantago media – Mittlerer Wegerich
    • Potentilla verna – Frühlings-Fingerkraut
    • Potentilla alba – Weißes Fingerkraut
    • Potentilla argentea – Silber-Fingerkraut
    • Potentilla heptaphylla – Rötliches Fingerkraut
    • Primula veris – Wiesen-Schlüsselblume
    • Prunella grandiflora – Großblütige Braunelle
    • Prunella vulgaris – Gewöhnliche Braunelle
    • Ranunculus acris – Scharfer Hahnenfuß
    • Ranunculus bulbosus – Knolliger Hahnenfuß
    • Reseda lutea – Gelbe Resede
    • Reseda luteola – Färber-Resede
    • Rumex acetosa – Wiesen-Sauerampfer
    • Salvia pratensis – Wiesen-Salbei
    • Sanguisorba minor – Kleiner Wiesenknopf
    • Saponaria officinalis – Echtes Seifenkraut
    • Saxifraga granulata – Knöllchen-Steinbrech
    • Scabiosa canescens – Graue Skabiose
    • Scabiosa columbaria – Tauben-Skabiose
    • Scabiosa ochroleuca – Gelbe Skabiose
    • Securigera varia – Bunte Beilwicke
    • Sedum sexangulare – Milder Mauerpfeffer
    • Selinum carvifolia – Kümmel-Silge
    • Senecio jacobaea – Jakobs-Greiskraut
    • Serratula tinctoria – Färberscharte
    • Silaum silaus – Wiesen-Silau
    • Silene dioica – Rote Lichtnelke
    • Silene latifolia ssp. alba – Weiße Lichtnelke
    • Silene nutans – Nickendes Leimkraut
    • Silene vulgaris – Taubenkropf-Leimkraut
    • Solidago virgaurea – Echte Goldrute
    • Stachys germanica – Deutscher Ziest
    • Stachys recta – Aufrechter Ziest
    • Tanacetum corymbosum – Gewöhnliche Straußmargerite
    • Tanacetum parthenium – Mutterkraut
    • Thalictrum flavum ssp. flavum – Gelbe Wiesenraute
    • Thalictrum lucidum – Glänzende Wiesenraute
    • Thalictrum minus – Kleine Wiesenraute
    • Thymus pulegioides – Arznei-Thymian
    • Thymus serpyllum – Sand-Thymian
    • Verbascum nigrum – Schwarze Königskerze
    • Verbascum phoeniceum – Purpur-Königskerze
    • Verbena officinalis – Echtes Eisenkraut
    • Veronica chamaedrys – Gamander-Ehrenpreis
    • Veronica prostrata – Liegender Ehrenpreis
    • Veronica spicata – Ähren-Ehrenpreis
    • Veronica teucrium – Großer Ehrenpreis
    • Vicia cracca – Vogel-Wicke
    • Vincetoxicum hirundinaria – Weiße Schwalbenwurz
  • Liste gebietseigener Arten für Dachbegrünungen
    Gräser
    • Briza media – Mittleres Zittergras
    • Festuca valesiaca – Waliser Schwingel
    • Koeleria glauca – Blaugrünes Schillergras
    • Luzula campestris – Feld-Hainsimse
    Kräuter
    • Ajuga genevensis – Heide-Günsel
    • Allium lusitanicum – Berg-Lauch
    • Alyssum montanum – Berg-Steinkraut
    • Anemone sylvestris – Großes Windröschen
    • Antennaria dioica – Gewöhnliches Katzenpfötchen
    • Anthemis tinctoria – Färber-Hundskamille
    • Anthericum liliago – Astlose Graslilie
    • Anthericum ramosum – Ästige Graslilie
    • Anthyllis vulneraria – Gewöhnlicher Wundklee
    • Armeria maritima ssp. elongata – Gewöhnliche Grasnelke
    • Artemisia absinthium – Wermut
    • Artemisia campestris – Feld-Beifuß
    • Asperula cynanchica – Hügel-Meier
    • Aster amellus – Berg-Aster
    • Astragalus cicer – Kicher-Tragant
    • Campanula glomerata – Knäuel-Glockenblume
    • Carlina vulgaris – Gewöhnliche Golddistel
    • Centaurea scabiosa ssp. scabiosa – Skabiosen-Flockenblume
    • Centaurea stoebe – Gewöhnliche Rispen-Flockenblume
    • Cerastium arvense – Acker-Hornkraut
    • Cirsium acaulon – Stängellose Kratzdistel
    • Clinopodium vulgare – Wirbeldost
    • Dianthus arenarius – Sand-Nelke
    • Dianthus carthusianorum – Kartäuser-Nelke
    • Dianthus deltoides – Heide-Nelke
    • Dianthus gratianopolitanus – Pfingst-Nelke
    • Drymocallis rupestris – Steinfingerkraut
    • Echium vulgare – Gewöhnlicher Natternkopf
    • Erigeron acris – Scharfes Berufkraut
    • Eryngium campestre – Feld-Mannstreu
    • Euphorbia cyparissias – Zypressen-Wolfsmilch
    • Euphorbia esula – Esels-Wolfsmilch
    • Falcaria vulgaris – Sichelmöhre
    • Filipendula vulgaris – Kleines Mädesüß
    • Fragaria viridis – Knack-Erdbeere
    • Galatella linosyris – Gold-Aster
    • Galium verum – Echtes Labkraut
    • Geranium sanguineum – Blutroter Storchschnabel
    • Helianthemum nummularium – Gewöhnliches Sonnenröschen
    • Hylotelephium maximum – Große Waldfetthenne
    • Hypericum maculatum – Geflecktes Johanniskraut
    • Inula hirta – Rauhaariger Alant
    • Inula salicina – Weidenblättriger Alant
    • Knautia arvensis – Acker-Witwenblume
    • Lotus corniculatus – Gewöhnlicher Hornklee
    • Lotus maritimus – Spargelerbse
    • Lychnis vulgaris – Pechnelke
    • Ononis repens – Kriechende Hauhechel
    • Ononis spinosa – Dornige Hauhechel
    • Origanum vulgare – Gewöhnlicher Dost
    • Petrorhagia saxifraga – Steinbrech-Felsennelke
    • Peucedanum cervaria – Hirschwurz
    • Peucedanum oreoselinum – Berg-Haarstrang
    • Pimpinella saxifraga – Kleine Bibernelle
    • Plantago media – Mittlerer Wegerich
    • Potentilla verna – Frühlings-Fingerkraut
    • Primula veris – Wiesen-Schlüsselblume
    • Prunella grandiflora – Großblütige Braunelle
    • Ranunculus bulbosus – Knolliger Hahnenfuß
    • Salvia pratensis – Wiesen-Salbei
    • Sanguisorba minor – Kleiner Wiesenknopf
    • Saxifraga granulata – Knöllchen-Steinbrech
    • Scabiosa columbaria – Tauben-Skabiose
    • Scabiosa ochroleuca – Gelbe Skabiose
    • Sedum album – Weiße Fetthenne
    • Sedum rupestre – Felsen-Fetthenne
    • Sedum sexangulare – Milder Mauerpfeffer
    • Serratula tinctoria – Färberscharte
    • Seseli libanotis – Heilwurz
    • Silene nutans – Nickendes Leimkraut
    • Solidago virgaurea – Echte Goldrute
    • Stachys recta – Aufrechter Ziest
    • Thalictrum minus – Kleine Wiesenraute
    • Thymus pulegioides – Arznei-Thymian
    • Thymus serpyllum – Sand-Thymian
    • Verbena officinalis – Echtes Eisenkraut
    • Veronica prostrata – Liegender Ehrenpreis
    • Veronica teucrium – Großer Ehrenpreis
    • Vincetoxicum hirundinaria – Weiße Schwalbenwurz

Zielarten von Pflanzen gebietsfremder Herkünfte

  • Was sind gebietsfremde Pflanzen?

    Nach Art. 3 Nr. 1 der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten bezeichnet der Ausdruck „gebietsfremden Art“ lebende Exemplare von Arten, Unterarten oder niedrigeren Taxa von Tieren, Pflanzen, Pilzen oder Mikroorganismen, die aus ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet heraus eingebracht wurden. Unter einer gebietsfremden Art werden daher sowohl nichteinheimische Pflanzenarten im taxonomischen Sinn (Archäophyten, d. h. Pflanzenarten, die vor 1492 eingewandert sind, und Neophyten, d. h. Pflanzenarten, die nach 1492 eingewandert sind) wie auch gebietsfremde Herkünfte nichteinheimischer Arten.
    Im Gegensatz zu den einheimischen (indigenen), von Natur aus bei uns vorkommenden Tier- und Pflanzenarten, sind gebietsfremde Arten durch den Einfluss des Menschen zu uns gekommen. Dies kann beabsichtigt, z. B. durch Einfuhr von Nutzpflanzen, oder unbeabsichtigt erfolgen, z. B. bei der Einschleppung durch Erdaushub. Nur wenige der eingebrachten Arten können sich bei uns dauerhaft in der Natur halten (etablieren), zumeist aus Regionen mit ähnlichen Klimabedingungen. Bundesamt für Naturschutz 2025

  • Liste gebietseigener Arten für Säume
    Gräser
    • Carex alba – Weiße Segge
    • Carex ornithopoda – Vogelfuß-Segge
    • Carex pendula – Hänge-Segge
    • Carex sylvatica – Wald-Segge
    • Carex umbrosa – Schatten-Segge
    Kräuter
    • Allium obliquum – Scharfer Gelb-Lauch
    • Arabis turrita – Turm-Gänsekresse
    • Aruncus dioicus – Wald-Geißbart
    • Asarum europaeum – Gewöhnliche Haselwurz
    • Asperula tinctoria – Färber-Meier
    • Atropa bella-donna – Echte Tollkirsche
    • Bryonia dioica – Rotfrüchtige Zaunrübe
    • Buglossoides purpurocaerulea – Purpurblaue Rindszunge
    • Buphthalmum salicifolium – Weidenblatt-Rindsauge
    • Bupleurum falcatum – Sichelblättriges Hasenohr
    • Calamintha menthifolia – Wald-Bergminze
    • Centaurea nigra ssp. nemoralis – Schwarze Flockenblume
    • Centaurea pannonica – Ungarische Flockenblume
    • Centaurea triumfettii – Filz-Flockenblume
    • Chaerophyllum aureum – Gelbfrüchtiger Kälberkropf
    • Chamaecytisus hirsutus – Rauhaar-Zwerggeißklee
    • Chamaecytisus ratisbonensis – Regensburger Zwerggeißklee
    • Chamaecytisus supinus – Knopfiger Zwerggeißklee
    • Cistus incanus ssp. tauricus – Graubehaarte Cistrose
    • Cistus salviifolius – Salbeiblättrige Zistrose
    • Coronilla coronata – Berg-Kronwicke
    • Coronilla emerus – Strauch-Kronwicke
    • Corydalis solida – Gefingerter Lerchensporn
    • Cyclamen purpurascens – Sommer-Alpenveilchen
    • Cytisus nigricans – Schwarzer Geißklee
    • Dictamnus albus – Diptam
    • Digitalis parviflora – Kleinblütiger Fingerhut
    • Doronicum pardalianches – Kriechende Gämswurz
    • Doronicum plantagineum – Wegerich-Gämswurz
    • Dorycnium germanicum – Seidenhaariger Backenklee
    • Drymocallis rupestris – Steinfingerkraut
    • Echinops sphaerocephalus – Drüsige Kugeldistel
    • Eryngium campestre – Feld-Mannstreu
    • Euphorbia amygdaloides – Mandelblättrige Wolfsmilch
    • Euphorbia epithymoides – Vielfarbige Wolfsmilch
    • Galium glaucum – Blaugrünes Labkraut
    • Geranium phaeum – Brauner Storchschnabel
    • Geranium sylvaticum – Wald-Storchschnabel
    • Helleborus foetidus – Stinkende Nieswurz
    • Helleborus niger – Schwarze Nieswurz
    • Helleborus viridis – Grüne Nieswurz
    • Hieracium aurantiacum – Orangerotes Habichtskraut
    • Hieracium cymosum – Trugdoldiges Habichtskraut
    • Hypericum hirsutum – Behaartes Johanniskraut
    • Hypericum montanum – Berg-Johanniskraut
    • Inula conyzae – Dürrwurz-Alant
    • Inula ensifolia – Schwertblättriger Alant
    • Inula germanica – Deutscher Alant
    • Iris graminea – Gras-Schwertlilie
    • Iris variegata – Bunt-Schwertlilie
    • Knautia maxima – Wald-Witwenblume
    • Lactuca perennis – Blauer Lattich
    • Laser trilobum – Gewöhnlicher Rosskümmel
    • Laserpitium latifolium – Breitblättriges Laserkraut
    • Lavatera thuringiaca – Thüringer Strauchpappel
    • Lepidium latifolium – Pfefferkraut
    • Linaria repens – Streifen-Leinkraut
    • Linum austriacum – Österreichischer Lein
    • Linum flavum – Gelber Lein
    • Lithospermum officinale – Echter Steinsame
    • Marrubium peregrinum – Grauer Andorn
    • Marrubium vulgare – Gewöhnlicher Andorn
    • Melittis melissophyllum – Immenblatt
    • Muscari neglectum – Weinbergs-Träubel
    • Paeonia officinalis – Bauern-Pfingstrose
    • Petasites albus – Weiße Pestwurz
    • Peucedanum alsaticum – Elsässer Haarstrang
    • Peucedanum carvifolia – Kümmelblättriger Haarstrang
    • Peucedanum officinale – Echter Haarstrang
    • Peucedanum rablense – Raibler Haarstrang
    • Peucedanum verticillare – Riesen-Haarstrang
    • Phlomis fruticosa – Strauchiges Brandkraut
    • Phlomis russeliana – Russel-Brandkraut
    • Phlomis tuberosa – Knollen-Brandkraut
    • Phyteuma nigrum – Schwarze Teufelskralle
    • Potentilla recta – Hohes Fingerkraut
    • Potentilla sterilis – Erdbeer-Fingerkraut
    • Primula vulgaris – Schaftlose Primel
    • Prunella grandiflora – Großblütige Braunelle
    • Pulsatilla grandis – Große Küchenschelle
    • Salvia aethiopis – Ungarn-Salbei
    • Salvia transsylvanica – Siebenbürgen-Salbei
    • Salvia verticillata – Quirl-Salbei
    • Salvia verticillata – Quirlblütiger Salbei
    • Scorzonera hispanica – Echte Schwarzwurzel
    • Seseli libanotis – Heilwurz
    • Seseli montanum – Berg-Sesel
    • Tephroseris integrifolia – Steppen-Aschenkraut
    • Verbascum phoeniceum – Purpur-Königskerze
  • Liste gebietsfremder Arten für Freiflächen/Wiesen
    Gräser
    • Melica ciliata – Wimper-Perlgras
    • Melica transsilvanica – Siebenbürger Perlgras
    • Sesleria caerulea – Kalk-Blaugras
    Kräuter
    • Achillea nobilis – Edel-Schafgarbe
    • Allium carinatum – Kiel-Lauch
    • Allium flavum – Gelb-Lauch
    • Allium obliquum – Scharfer Gelb-Lauch
    • Allium sphaerocephalum – Kugelköpfiger Lauch
    • Aquilegia atrata – Schwarzviolette Akelei
    • Aquilegia vulgaris – Gewöhnliche Akelei
    • Artemisia austriaca – Österreichischer Wermut
    • Artemisia pontica – Pontischer Beifuß
    • Asperula tinctoria – Färber-Meier
    • Aster amellus ssp. amellus – Bergaster
    • Astragalus onobrychis – Esparsetten-Tragant
    • Buphthalmum salicifolium – Weidenblättriges Ochsenauge
    • Bupleurum falcatum – Sichelblättriges Hasenohr
    • Calamintha nepeta – Kleinblütige Bergminze
    • Calamintha nepeta ssp. nepeta – Kleinblütige Bergminze
    • Carlina acaulis – Silberdistel
    • Centaurea montana – Berg-Flockenblume
    • Centaurea nigra – Schwarze Flockenblume
    • Centaurea nigra ssp. nemoralis – Hain-Flockenblume
    • Centaurea pannonica – Schmalblättrige Wiesen-Flockenblume
    • Centaurea triumfettii – Trionfettis Flockenblume
    • Chamaecytisus austriacus – Österreichischer Zwerggeißklee
    • Chamaecytisus ratisbonensis – Regensburger Zwerggeißklee
    • Cirsium pannonicum – Pannonische Kratzdistel
    • Cirsium tuberosum – Knollige Kratzdistel
    • Dianthus lumnitzeri – Hainburger Federnelke
    • Doronicum plantagineum – Gämswurz
    • Dracocephalum austriacum – Österreichischer Drachenkopf
    • Drymocallis rupestris – Steinfingerkraut
    • Eryngium campestre – Feld-Mannstreu
    • Eryngium planum – Flachblättriger Mannstreu
    • Euphorbia epithymoides – Vielfarbige Wolfsmilch
    • Euphorbia seguieriana – Steppen-Wolfsmilch
    • Euphorbia verrucosa – Warzen-Wolfsmilch
    • Fumana procumbens – Liegendes Nadelröschen
    • Galatella linosyris – Goldhaaraster
    • Galium glaucum – Blaugrünes Labkraut
    • Geranium pratense – Wiesen-Storchschnabel
    • Geranium sylvaticum – Wald-Storchschnabel
    • Globularia bisnagarica – Gewöhnliche Kugelblume
    • Gypsophila fastigiata – Ebensträußiges Gipskraut
    • Helianthemum apenninum – Apenninen-Sonnenröschen
    • Helianthemum canum agg. – Graues Sonnenröschen
    • Hieracium aurantiacum – Orangerotes Habichtskraut
    • Hieracium cymosum – Trugdoldiges Habichtskraut
    • Hieracium pannosum subsp. bornmuelleri – Behaartes Habichtskraut
    • Hippocrepis comosa – Gewöhnlicher Hufeisenklee
    • Hypericum montanum – Berg-Johanniskraut
    • Hypochoeris maculata – Geflecktes Ferkelkraut
    • Inula conyzae – Dürrwurz-Alant
    • Inula ensifolia – Schwertblättriger Alant
    • Inula germanica – Deutscher Alant
    • Inula hirta – Rauhaariger Alant
    • Jurinea mollis – Silberscharte
    • Lactuca perennis – Blauer Lattich
    • Lactuca viminea – Ruten-Lattich
    • Laserpitium prutenicum – Preußisches Laserkraut
    • Ligusticum lucidum – Glänzender Liebstock
    • Linaria genistifolia – Ginster-Leinkraut
    • Linaria repens – Streifen-Leinkraut
    • Linum austriacum – Österreichischer Lein
    • Linum flavum – Gelber Lein
    • Linum perenne – Ausdauernder Lein
    • Muscari neglectum – Weinbergs-Träubel
    • Muscari tenuiflorum – Schmalblütiges Träubel
    • Nepeta nuda – Osteuropäische Katzenminze
    • Onobrychis arenaria – Sand-Esparsette
    • Ononis arvensis – Bocks-Hauhechel
    • Onosma arenaria – Sand-Lotwurz
    • Paeonia officinalis – Bauern-Pfingstrose
    • Petasites albus – Weiße Pestwurz
    • Peucedanum officinale – Echter Haarstrang
    • Peucedanum verticillare – Riesen-Haarstrang
    • Phlomis tuberosa – Knollen-Brandkraut
    • Polemonium caeruleum – Blaue Himmelsleiter
    • Potentilla recta – Hohes Fingerkraut
    • Potentilla sterilis – Erdbeer-Fingerkraut
    • Prunella laciniata – Weiße Braunelle
    • Pulsatilla grandis – Große Küchenschelle
    • Pulsatilla vulgaris – Gemeine Küchenschelle
    • Ranunculus gramineus – Grasblättriger Hahnenfuß
    • Ranunculus illyricus – Illyrischer Hahnenfuß
    • Salvia austriaca – Österreichischer Salbei
    • Salvia nemorosa – Steppen-Salbei
    • Salvia transsylvanica – Siebenbürgen-Salbei
    • Salvia verticillata – Quirlblütiger Salbei
    • Scabiosa ochroleuca – Gelbe Skabiose
    • Scabiosa triandra – Südliche Skabiose
    • Scorzonera austriaca – Österreichische Schwarzwurzel
    • Scorzonera hispanica – Echte Schwarzwurzel
    • Scorzonera purpurea – Purpur-Schwarzwurzel
    • Sedum album – Weiße Fetthenne
    • Seseli hippomarathrum – Pferde-Bergfenchel
    • Seseli libanotis – Heilwurz
    • Seseli montanum – Berg-Sesel
    • Seseli osseum – Meergrüner Berg-Fenchel
    • Stachys germanica – Deutscher Ziest
    • Tephroseris integrifolia – Steppen-Aschenkraut
    • Teucrium chamaedrys – Edel-Gamander
    • Thymus pannonicus – Steppen-Thymian
    • Thymus praecox – Frühblühender Thymian
    • Verbascum austriacum – Österreichische Königskerze
    • Verbascum phoeniceum – Purpur-Königskerze
  • Liste gebietsfremder Arten für Dachbegrünungen
    Gräser
    • Melica ciliata – Wimper-Perlgras
    • Melica transsilvanica – Siebenbürger Perlgras
    • Sesleria caerulea – Kalk-Blaugras
    Kräuter
    • Allium flavum – Gelb-Lauch
    • Allium rotundum – Runder Lauch
    • Allium sphaerocephalum – Kugelköpfiger Lauch
    • Androsace elongata – Langstieliger Mannsschild
    • Anthemis nobilis – Duftkamille
    • Artemisia austriaca – Österreichischer Wermut
    • Artemisia pontica – Pontischer Beifuß
    • Asphodeline lutea – Junkerlilie
    • Aster amellus ssp. amellus – Bergaster
    • Buphthalmum salicifolium – Weidenblättriges Ochsenauge
    • Bupleurum falcatum – Sichelblättriges Hasenohr
    • Calamintha nepeta – Kleinblütige Bergminze
    • Carlina acaulis – Silberdistel
    • Centaurea rupestris – Gelbe Flockenblume
    • Centranthus ruber – Spornblume
    • Chamaecytisus austriacus – Österreichischer Zwerggeißklee
    • Dianthus lumnitzeri – Hainburger Federnelke
    • Dianthus sylvestris – Stein-Nelke
    • Draba aizoides – Immergrünes Felsenblümchen
    • Dracocephalum austriacum – Österreichischer Drachenkopf
    • Euphorbia seguieriana – Steppen-Wolfsmilch
    • Euphorbia verrucosa – Warzen-Wolfsmilch
    • Fumana procumbens – Liegendes Nadelröschen
    • Globularia bisnagarica – Gewöhnliche Kugelblume
    • Gypsophila fastigiata – Ebensträußiges Gipskraut
    • Helianthemum apenninum – Apenninen-Sonnenröschen
    • Hippocrepis comosa – Gewöhnlicher Hufeisenklee
    • Inula ensifolia – Schwert-Alant
    • Inula hirta – Rauhaariger Alant
    • Iris graminea – Gras-Schwertlilie
    • Iris pumila – Zwerg-Schwertlilie
    • Iris sambucina – Holunderschwertlilie
    • Iris spuria – Wiesen-Schwertlilie
    • Iris variegata – Bunte Schwertlilie
    • Jasione laevis – Blaue Jasione
    • Lactuca perennis – Blauer Lattich
    • Linum flavum – Gelber Lein
    • Linum perenne – Ausdauernder Lein
    • Linum tenuifolium – Schmalblättriger Lein
    • Lomelosia graminifolia – Grasblättrige Skabiose
    • Nepeta nuda – Osteuropäische Katzenminze
    • Phlomis fruticosa – Strauchiges Brandkraut
    • Potentilla hispanica – Spanisches Fingerkraut
    • Pulsatilla vulgaris – Gemeine Küchenschelle
    • Ranunculus gramineus – Grasblättriger Hahnenfuß
    • Ranunculus illyricus – Illyrischer Hahnenfuß
    • Scabiosa ochroleuca – Gelbe Skabiose
    • Scabiosa triandra – Süd-Skabiose
    • Scorzonera austriaca – Österreichische Schwarzwurzel
    • Sedum sediforme – Nizza-Mauerpfeffer
    • Seseli gummiferum – Griechischer Bergfenchel
    • Seseli osseum – Blaugrüner Bergfenchel
    • Teucrium chamaedrys – Edel-Gamander
    • Teucrium montanum – Berg-Gamander
    • Thymus pannonicus – Steppen-Thymian
    • Thymus praecox – Frühblühender Thymian

Pilotprojekte

Drei Schafe auf der Böschung. Im Hintergrund werden verschiedene Sportarten im Stadion Wilmersdorf ausgeübt.

Schafbeweidung im Stadium Wilmersdorf

Auf dem Gelände rund um das Stadion Wilmersdorf und das Horst-Dohm-Eisstadion befinden sich Böschungen um die Sportanlagen, auf denen jährlich unerwünschter Aufwuchs von Eschenahorn und Gartenbrombeere entfernt werden muss. Die dichten Bestände dieser invasiven Arten soll über eine Beweidung mit robusten Schafrassen zurückgedrängt und eine Entwicklung zu artenreichem Grünland gefördert werden.
Seit 2021 finden jährlich zwei Weidegänge statt. Die Schafe schaffen auf natürliche Weise Platz für neue Arten zu schaffen. Gleichzeitig wurden hier auf verschiedenen Teilflächen trockenheitsresistente Pflanzenarten unterschiedlicher Herkünfte ausgebracht, die hinsichtlich der sich veränderten Klimabedingungen als besonders resilient einzustufen sind.
Das Pilotprojekt stellt ein gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit von Ämtern dar – dem Schul- und Sportamt und dem Umwelt- und Naturschutzamt, bei der eine gleichzeitige Nutzung von Sport und Naturschutz erprobt wird.

3. Nachhaltige Nutzung der Freiräume von Sportstätten

Sporteinrichtungen haben großes Potenzial, einen Beitrag zum Naturschutz und zur Klimaanpassung zu leisten. Die oft großzügigen Grünflächen rund um Sportanlagen bieten nicht nur Schutz für wildlebende Tier- und Pflanzenarten, sondern auch wertvolle Gelegenheiten, die Natur hautnah zu erleben. Diese Bereiche können gezielt gestaltet werden, um ökologische Rückzugsräume zu schaffen. Zudem können Sportstätten durch Begrünung oder effektives Wassermanagement zur Anpassung an den Klimawandel beitragen und das Mikroklima verbessern. Für Stadtbewohner:innen, denen der Zugang zu siedlungsnaher oft fehlt, sind solche naturnahen Orte besonders wertvoll. Durch Aktivitäten im Freien können junge wie alte Menschen ein Bewusstsein für die Natur entwickeln und diese als Teil ihrer (sportlichen) Umgebung schätzen. Nachhaltig gestaltete Freiflächen in Sportanlagen fördern also nicht nur das Umweltbewusstsein, sondern steigern auch die Freizeitqualität und tragen zur grünen Stadtentwicklung bei.
Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf lässt in Kooperation mit The Nature Conservancy ein nachhaltiges Sportstättenkonzept für die die ungenutzten Freiflächen des Stadions Wilmersdorf entwickeln. Ziel des Projektes ist die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes für das Rahmengrün des Stadions sowie die Entwicklung eines zusammenhängenden Sportparks im Sinne des Schutzes der biologischen Vielfalt und der Verbesserung der Hitzeentlastung, der auch vereinsunabhängigen Nutzer:innen Angebote im Freiraum für Bewegung. Dabei soll das Konzept als Modell für andere Sportstätten in Städten dienen. Das Projekt soll Ende 2025 abgeschlossen sein.

Konkrete Zielsetzungen sind:
  • Grün- und Freiflächen stärken und klimaresilient umbauen
  • Habitate vernetzen und Biodiversität erhöhen
  • Regenwasser nutzen
  • Bewässerung von Grünräumen sichern
  • Oberflächen entsiegeln und weiteren Versiegelungen aktiv entgegenwirken
  • Kommunale Liegenschaften naturverträglich bewirtschaften
  • Öffentliche Gebäude als Vorreiter für Klimaschutz und -anpassung umgestalten
  • Private Initiativen mit Beitrag zur Stadtnatur fördern
  • Bevölkerung für Klimaanpassung sensibilisieren
  • Nachhaltigkeits-Engagement der Sportvereine aktivieren, sichern und fördern
  • Nachhaltige Mobilität und Umweltverbund im öffentlichen Raum stärken
Zeichnung eines Wohnquartiers mit vielen Bäumen, Grünflächen und Wasser. Unten steht der Text Klimaanpassungskonzept Südliche Mierendorffinsel.

Klimaanpassungskonzept Südliche Mierendorffinsel

Hitze, Starkregen und Dürreperioden haben bereits heute spürbare Folgen für Stadtbewohner:innen. Darauf muss direkt vor Ort mit Maßnahmen reagiert werden. Integrierte Konzepte zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels sind erforderlich, um weiterhin ein attraktives und gesundes Wohnen und Leben zu ermöglichen. Aus diesem Grund wurde im Rahmen des Kooperationsprojekts ein Klimaanpassungskonzept für den südlichen Teil der Mierendorffinsel erstellt. Dabei handelt es sich um eine Nachbarschaft in Berlin, die besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen ist und gleichzeitig starke städtebauliche Verdichtungsprozesse erfährt.

Öffentliche Veranstaltung zur Präsentation des Klimaanpassungskonzepts südliche Mierendorff-Insel mit vielen Teilnehmenden im November 2023
Gemeinsam mit den Akteur:innen der Verwaltung und des Kiezes wurden 66 Maßnahmensteckbriefe zu den folgenden Leitthemen entwickelt und diskutiert:
  • Grüne Inseln auf der Insel – umfangreiche Grünräume anpflanzen!
  • Viel Leben auf der Insel – Biotope vernetzen und erweitern!
  • NASS statt trocken – Intelligenter Umgang mit der knappen Ressource Wasser!
  • Grün statt Grau – Klimagerechtes Bauen fördern!
  • Straßen von morgen – Vielfältige Mobilität gestalten!
  • Gemeinsam gestalten – Neue Netzwerke aufbauen!
linkes Bild Mittelstreifen der Hardenbergstraße vor der Einsaat, mittleres Bild während der Einsaat im Spätherbst 2023, rechtes Bild erste Blühten im Frühling 2024

Mittelstreifenbegrünung auf der Hardenbergstraße

In der Potenzialanalyse im Rahmen des urbanen Grünlandkonzepts konnten Begrünungspotenziale auf den Straßen des Bezirks identifiziert werden. Es wurden zahlreiche Straßenmittelstreifen ermittelt, die ein besonders hohes Potential an Grünlandentwicklung aufweisen. Von diesen Potenzialflächen wurde in Abstimmung mit dem Fachbereich Grünflächen die Hardenbergstraße als Pilotfläche ausgewählt, auf der eine Begrünung umgesetzt wurde. Der zuvor karge Mittelstreifen wurde durch Ansaaten in eine vielfältige Blühwiese verwandelt. Für die Blühmischungen wurden gebietseigene Arten gewählt, die hinsichtlich der sich verändernden Klimabedingungen als besonders resilient einzustufen sind. Das Pflanzkonzept wurde von einem Planungsbüro entwickelt und sah verschiedene Plots für die unterschiedlichen Blühmischungen vor. Um den Anwuchserfolg der verschiedenen Blühmischungen zu erfassen, wird ein Vegetationsmonitoring durchgeführt.
In Zukunft sollen weitere Mittelstreifen auf diese Weise ebenfalls begrünt bzw. ökologisch aufgewertet werden. Hierfür wurde bereits eine Auswahl von 37 Prioritätsflächen mit dem Grünflächenamt abgestimmt.
In Zukunft sollen weitere Mittelstreifen auf diese Weise ebenfalls begrünt bzw. ökologisch aufgewertet werden. Hierfür wurde bereits eine Auswahl von 37 Prioritätsflächen mit dem Grünflächenamt abgestimmt.

Ökosystembasierte Baumbewertung

Stadtbäume sind heute durch voranschreitende Verdichtungsprozesse und durch sich verschärfende Klimabedingungen zunehmendem Stress ausgesetzt. Sie haben gleichzeitig eine wichtige Bedeutung für Stadtnatur und -klima, indem sie insbesondere Schatten spenden, den verdichteten städtischen Boden auflockern, Lebensraum für andere Lebewesen bieten, und die Transpiration erhöhen. Diese Ökosystemdienstleistungen, die Bäume Mensch und Natur bieten, werden oft nicht entsprechend wahrgenommen und wertgeschätzt. Bis heute wird der Wert von Stadtbäumen in Berlin anhand von Standardkatalogpreisen ermittelt. Diese Preise unterschätzen den tatsächlichen Wert der Bäume deutlich, da sie nur den Produktionswert (Anschaffungs- und Pflegekosten) abdecken, aber die Ökosystemdienstleistungen der Bäume nicht berücksichtigen, von denen die Gesellschaft profitiert. Aus diesem Grund haben TNC und das Umwelt- und Naturchutzamt ein Projekt ins Leben gerufen, das eine fortschrittliche Baumbewertung zum Ziel hat, die sich auf Ökosystemdienstleistungen im Zusammenhang mit Klimawandelanpassung und -minderung, Regenwassermanagement sowie menschlicher Gesundheit und Wohlbefinden konzentriert.

Karte des Untersuchungsgebiets der Baumbewertungs-Analyse entlang der geplanten M10-Verlängerung auf der Mierendorffinsel

In einer Fallstudie wurde eine umfangreiche Bewertung der Ökosystemdienstleistungen und des daraus abgeleiteten monetären Werts von Straßenbäumen auf der Mierendorffinsel in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf durchgeführt. Das Projekt konzentrierte sich auf öffentliche Straßenbäume, die durch die geplante Verlängerung der Straßenbahnlinie M10 bedroht sind. Der Studie zufolge entsprechen die Schäden – in eine monetäre Bilanz umgerechnet – durch die hier zu erwartenden Baumfällungen aufgrund damit einhergehender klimatischer Veränderungen inklusive Gesundheitsschäden 4,2 Mio. Euro. Das Projekt liefert dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf eine überarbeitete und robuste Bewertungsgrundlage für weitere Planungs- und Entscheidungsprozesse sowie für die Verhandlung angemessener Ausgleichsmaßnahmen im Hinblick auf die M10-Verlängerung.
Die Ergebnisse dieses Projekts wurden im März 2025 auf einer öffentlichen Veranstaltung auf der Mierendorffinsel vorgestellt und diskutiert und werden dem Umwelt- und Naturschutzamt sowie lokalen Initiativen als wichtige Referenz dienen, um sich für Planungen einzusetzen, die den Schutz bestehender Bäume berücksichtigt.

Wildstaudenproduktion in der Bezirksgärtnerei Charlottenburg-Wilmersdorf im Sommer 2022

Wildstaudenproduktion in der Bezirksgärtnerei

Eine zentrale Herausforderung bei der Aufwertung städtischer Grünflächen in Berlin ist der Mangel an einheimischem Pflanzenmaterial. Um diese Lücke zu füllen, hat TNC die Produktion von Wildstauden in torffreier Erde in der einzigen Bezirksgärtnerei Berlins in Charlottenburg-Wilmersdorf unterstützt.
Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Gärtnereipersonal wurden Pflanzempfehlungen abgestimmt und die Produktion der Gärtnerei auf Arten unterschiedlicher Herkünfte ausgerichtet, die die lokale Biodiversität und Klimaresilienz unterstützen.
In Folge dessen werden in der Bezirksgärtnerei derzeit jährlich etwa 70 Wildpflanzenarten produziert, insgesamt rund 10.000 Pflanzen. Einige werden in bezirkseigene Grünflächen gepflanzt, einige an andere Bezirke in Berlin abgegeben, und etwa 1.000 bis 2.000 Pflanzen werden jährlich an verschiedene engagierte Initiativen und Bildungseinrichtungen im Bezirk verschenkt. Zudem erhält die Bezirksgärtnerei zahlreiche Anfragen von anderen Bezirken.
Das langfristige Ziel ist es, die Bezirksgärtnerei in ein Biodiversitätszentrum zu verwandeln, das sowohl als Produktionsstätte für regionale Samen und Pflanzenmaterial als auch als Zentrum für ökologische Expertise und Wissensaustausch fungiert.

Kontakt

Hr. Heink

E-Mail

Verkehrsanbindungen